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Alt  03.03.2017, 00:11   # 1
William Masters
Sexologe
 
Benutzerbild von William Masters
 
Mitglied seit 11. May 2015

Beiträge: 38


William Masters ist offline
Liebe Freier ...

Wieder mal was Nettes aus der Presse. Erkennt ihr euch wieder?

DIE ZEIT
Es gibt keine harmlose Prostitution: Euer Geld hilft Verbrechern

Liebe Freier,

»Während wir von weiblicher Selbstbestimmung reden, werden Tausende Frauen in unser Land verschleppt und zur Prostitution gezwungen. Es wird Zeit, das zu ändern – mit einem Gesetz gegen die Freier«

Vor einigen Jahren hatte ich einen Freund. Nennen wir ihn René. René war schüchtern. Sehr schüchtern. Er war auch nicht besonders attraktiv, aber das sind ja nur wenige. Sobald er mit einer Frau reden wollte, spielten die Worte Autorennen, überholten einander, stießen zusammen, überschlugen sich. Er stammelte dann, musste warten, bis die Gedanken sich ordneten. Dann senkte er oft den Blick, wurde rot. Manchmal versuchte er es noch zu retten, indem er schneller und intensiver redete. Das machte es eigentlich nie besser.

Illustration: Joni Majer für DIE ZEIT

René hatte keine Freundin. Er hatte, bis er in seinen Zwanzigern war, mit niemandem Händchen gehalten, geknutscht, geschweige denn geschlafen. Irgendwann, in einer Sommernacht, verschwand er nachts um zwei Uhr von der Tanzfläche, auf der wir zu fünft tanzten. Er verließ den Club, ging ein paar Straßen weiter durch die laue Luft, bezahlte 100 Euro und hatte das erste Mal Sex mit einer Frau. Eine Stunde später stand er wieder auf der Tanzfläche mit einem idiotischen Lächeln im Gesicht und einem sehr ausgeprägten Mitteilungsbedürfnis. Wir hatten gar nicht bemerkt, dass er weg gewesen war.

Er ging danach immer wieder. Die Prostitution war für ihn ein Ausweg aus einer großen Ungerechtigkeit. Der Ungerechtigkeit, in einem unattraktiven Körper geboren worden zu sein. Der Ungerechtigkeit lähmender Schüchternheit. Der Ungerechtigkeit, Freunde zu haben, denen all das so viel leichter fiel. Sein wirkliches Problem löste er so nicht. Er hatte immer noch keine Ahnung, wie er Frauen ansprechen, sie unterhalten, sie faszinieren könnte.

René befördert so, ohne es zu merken, seit Jahren ein zynisches Menschenverwertungsgeschäft. Ein Geschäft, das in Rumänien, Litauen, Nigeria oder Thailand beginnt und in unseren Bordellen endet. Er denkt sich nichts Böses dabei und tut nichts Verbotenes. Doch mit seinem Geld sorgt er dafür, dass Frauen Unrecht geschieht. Wir brauchen ein Gesetz gegen ihn, ein Gesetz gegen Freier.

Die Idee ist nicht neu. Es gibt solche Gesetze schon in Schweden, Norwegen und Island, weshalb das Ganze auch als »nordisches Modell« bezeichnet wird. Prostituierte dürfen dort legal arbeiten. Aber das Kaufen von Sex ist illegal. Die Strafen für die Freier fangen zum Beispiel in Schweden bei Bußgeldern von 250 Euro an und reichen bis zu einem Jahr Gefängnis. Es wird asymmetrisch bestraft – einer büßt für beide. Was erst mal paradox erscheint, aber ziemlich clever ist.

Man weiß nicht viel über Männer, die zu Prostituierten gehen. Die wenigsten von ihnen reden gern drüber. Es gibt eine Handvoll Studien, die zumindest so viel sagen: Freier kommen aus allen Schichten, aus allen Altersgruppen, es sind Doktoren, Professoren, Stahlarbeiter, Busfahrer und Arbeitslose darunter.

Einen Weg, um herauszufinden, wie diese Männer sich und die Frauen sehen, bieten Freier-Foren im Internet. Beliebt ist dort die Bewertung von Prostituierten in Zeugnissen, mit Noten von 1 bis 6. Benotet wird in den Kategorien »Figur«, »Titten«, »Fotze«, »Gesicht« und »Gebiss«. Die Frauen werden als »Säue«, »Frischfleisch« oder »Pflaumen« bezeichnet. Man spricht sich mit »Hallo Mitficker« an und verarbeitet Frustrationen (»Ich war enttäuscht, dass ihr Gesicht etwas verlebt aussieht«).

Feministinnen wie die Philosophin Iris Marion Young bezeichnen das, was diese Männer machen, als Objektivierung des weiblichen Körpers: das Zerlegen und Bewerten, die Blindheit dafür, dass diese Frauen eine Persönlichkeit haben. Sie kaufen keine Dienstleistung, sondern eine Ware. Wie sie selbst sagen: »Fleisch«.

René würde nie so reden, nie so etwas schreiben. Und doch stellt sich die Frage: Verschiebt sich nicht auch in ihm etwas, wenn er jeden Monat losgeht und eine Frau kauft? Und bestärken wir ihn nicht darin, solange unser Recht diese Art von Geschäft erlaubt?

Sowohl in Deutschland als auch in Schweden ist die Gesetzgebung, die derzeit herrscht, das Ergebnis feministischer Politik. In Deutschland setzte die rot-grüne Bundesregierung Ende 2001 ein relativ liberales Prostitutionsgesetz durch. Die Idee: Die Frauen sollten arbeiten können, ohne sich verstecken zu müssen. Sie sollten Steuern zahlen, vom Gesundheitssystem versorgt, von der Sozialversicherung geschützt und von der Rentenversicherung abgesichert werden. Den schwedischen Feministinnen (und Feministen) dagegen geht das nicht weit genug. Sie meinen, etwas laufe grundsätzlich falsch, wenn Männer Frauen kaufen können. Sie wollen die Prostitution abschaffen.

Die betroffenen Frauen selbst sind sich ebenfalls nicht einig. Der von Prostituierten mitgegründete Verein Sisters meint, Prostitution sei »nichts anderes als Vergewaltigung«, und möchte sie verbieten. Beim Verein Hydra, einer Art Berufsverband deutscher Prostituierter, hält man dagegen, nur »konsequente Legalisierung und Entstigmatisierung« verbessere das Leben der Frauen.

Es kommt wohl darauf an, welche Frauen man meint: nur solche, die hier in Deutschland freiwillig ihrer Arbeit nachgehen? Oder auch solche, die Tausende Kilometer weit entfernt leben, in Moldawien, Rumänien, Nigeria oder Thailand? Denn unsere Gesetze betreffen auch diese Frauen. Warum? Weil es einen einfachen ökonomischen Mechanismus gibt: Je liberaler die Prostitutionsgesetzgebung, desto mehr Menschen werden von kriminellen Banden ins Land geschmuggelt.

Das Ausmaß des Menschenhandels lässt sich nur schwer beziffern. Laut einer Studie des Europaparlaments wurden 2001, also im Jahr vor der Liberalisierung, zwischen 9900 und 19 700 Frauen für die Arbeit in der Sexindustrie nach Deutschland gebracht. Schon 2002 stieg die Zahl, nachdem sie vorher jahrelang gefallen war. 2003 waren es bereits 12 300 bis 24 700 Frauen. Mit anderen Worten: Unsere Prostitutionsgesetze sind eine Einladung für Menschenhändler.

Wer diesen Anstieg für Zufall hält, dem rate ich zur Lektüre einer Studie der London School of Economics aus dem Jahr 2015. Die Wissenschaftler haben sich 150 Länder angeschaut und kommen zu dem Schluss, dass überall dort, wo Prostitution legal ist, vermehrt mit Menschen gehandelt wird.

Zahlen der Vereinten Nationen zufolge betrifft der Menschenhandel zu 55 bis 60 Prozent junge Frauen, die in die Prostitution gezwungen werden. Im Schnitt bringt jede dieser Frauen den Banden 65 000 Dollar ein. Während der Handel mit Drogen lukrativ ist, gerade weil das Gesetz ihn verbietet, gilt diese Logik bei der Prostitution nicht. Als die schwedische Polizei die Telefonate einer Bande von Menschenschmugglern abhörte, beklagten die sich darüber, wie schwierig das Geschäft geworden sei, seit man es nicht mehr auf offener Straße abwickeln könne und Apartments mieten müsse. In Schweden kommen deshalb laut einer Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation viermal weniger Opfer von Menschenhandel an als im deutlich kleineren Dänemark, wo Prostitution legal ist.

Es gibt zahllose Berichte von Zwangsprostituierten, die mit falschen Versprechen nach Deutschland gelockt wurden. René hat davon nie etwas mitbekommen. Ich habe ihn gefragt. Er sagte, dass er sofort abhauen würde, wenn er das Gefühl hätte, dass die Frau es nicht freiwillig macht. Vielleicht kam er ja wirklich nie in Berührung mit dieser Schattenwirtschaft. Wahrscheinlicher ist, dass die Frauen, mit denen er Sex hatte, es ihm nicht gesagt hätten, für 50 Euro die halbe Stunde.

Dass es ein Problem gibt, hat auch die Bundesregierung inzwischen eingesehen. In diesem Jahr ist ein neues Gesetz in Kraft getreten. Prostituierte müssen sich jetzt bei den Behörden anmelden und versichern, dass sie ohne Zwang arbeiten. Das ist gut gemeint, wird aber wenig helfen, solange man die Ursache des Problems nicht angeht: die Nachfrage nach gekauftem Sex.

Als das schwedische Gesetz 1999 in Kraft trat, sank die Zahl der Freier auf dem Straßenstrich um 80 Prozent. Das hatte zwar auch damit zu tun, dass sich die Prostitution in Wohnungen verlagerte, aber die meisten Schätzungen gehen davon aus, dass der Sex-Markt insgesamt geschrumpft ist.

Auch das nordische Modell hat seine Schwächen. Da es das Ziel der schwedischen Regierung ist, die Prostitution abzuschaffen, werden etwa weniger Kondome an die Frauen verteilt. Das würde nur ermutigen. Hilfen für die Frauen wurden aus dem gleichen Grund gestrichen. Und weil das Vermieten von Räumen zur Prostitution illegal ist, werden die Frauen immer wieder aus ihren Wohnungen geschmissen. Sie müssen heimlich agieren, weil die Kunden immer in der Angst leben, erwischt zu werden. Am Ende ist es eine Abwägungssache. Manchmal muss man ein kleines Unrecht begehen, um ein größeres zu verhindern. Und das größere Problem ist der Menschenhandel.

In der Prostitutionsdebatte wird gern mit diesen großen Grundgesetz-Artikel-eins-bis-zwanzig-Wörtern hantiert: Selbstbestimmung, Eigentum, Würde. Darf man mit dem eigenen Körper nicht anstellen, was man will? Wenn jemand sich für Geld nackt und in Handschellen mit Bananen bewerfen lassen möchte, dann macht er damit doch nur von seiner Freiheit Gebrauch, nicht wahr? Oder hat doch Immanuel Kant recht, wenn er schreibt, dass man Menschen »niemals bloß als Mittel« gebrauchen sollte?

Aber das Ethik-Seminar führt in dieser Frage zu nichts. Es ist ein Diskurs-Karussell, das sich frei dreht, unbeirrt von dem, was in der Welt passiert. Wir reden über Autonomie, während Mädchen und Frauen unter übelsten Umständen zu uns verschleppt werden, mehrere Tausend Jahr für Jahr. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Und ein Gesetz gegen Freier ist dabei der beste Weg.

Und was passiert mit jemandem wie René, wenn er nicht mehr zu Prostituierten gehen darf? Wenn er mit jedem Verstoß eine Strafe und ein sehr peinliches Gerichtsverfahren riskiert? Meine Vermutung: Er würde aufhören, Geld für Sex zu bezahlen. Und da weitermachen, wo er an jenem Abend anscheinend aufgehört hat. Vielleicht würde es sogar etwas in ihm verändern, seine Sicht auf Frauen, auf Sex. Es gibt kein Recht auf körperliche Nähe. Man muss sie sich verdienen, durch Charme, Offenheit, Humor, Mut. Das gilt selbst dann, wenn man schüchtern ist und eigentlich ein feiner Kerl.

VON JOHANNES BÖHME
__________________

Im Dienst der Wissenschaft
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Alt  18.03.2017, 03:10   # 34
Don Loco
 
Mitglied seit 18. April 2015

Beiträge: 43


Don Loco ist offline
Lieber Wüstenwind,
Es ist eigentlich gar nicht schwierig – Wir haben lediglich 2 Probleme miteinander:

1. Sei mir bitte nicht böse, aber Du vergleichst sowas von Äpfel mit Birnen – Du willst nicht wirklich allen Ernstes eine private Tätigkeit mit einer beruflichen Tätigkeit zum Erwerb des Lebensunterhaltes vergleichen, oder? Das wäre nämlich vollkommen absurd.

Ich koch auch ab und zu mal was, trotzdem (obwohl die Handgriffe ja prinzipiell dieselben sind) ist das was völlig anderes, als tagtäglich unter Hochdruck in einer Großküche als Koch zu arbeiten! Ich will dabei noch nicht mal damit anfangen, Dir den Unterschied von einem privaten WC, welches ja in der Regel eine gewisse Grundsauberkeit hat und einem öffentlichen WC, in dem unzählige wildfremde Leute des öfteren richtig sauigeln, zu erklären.

Nein, es geht schlicht darum: Eine private oder ehrenamtliche Tätigkeit wird natürlich nicht dadurch menschenverachtend, weil ich nichts dafür erhalte, denn 1. stimmt das gar nicht, da ich ja hinterher immerhin ein sauberes Klo, ein gutes Gefühl etc. habe und 2. führe ich diese Tätigkeit frei von ökonomischen Zwängen durch und nicht, um damit meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Bei einer beruflichen Tätigkeit dagegen sind die Umstände völlig andere.

Nein, tut mir leid, es ist absolut nicht vergleichbar!

2. Reden wir aneinander vorbei – ich bin doch zu 100% bei Dir, dass eine menschenverachtende Tätigkeit unabhängig vom Lohn ist – Ganz ehrlich, ich hab heute lange überlegt, überhaupt eine zu finden – habe dann den Beruf des Henkers (gibt es in den USA ja leider wirklich) gefunden. Menschen (wenn auch kriminelle) ins Jenseits zu befördern finde ich persönlich tatsächlich menschenverachtend – das würde ich niemals, auch nicht für eine Million, machen.

Aber nochmal – hier geht es um Jobs, die per se gar nicht menschenverachtend sind (so empfinde ich WC putzen - wie Du - in keiner Weise als menschenverachtend); die Umstände aber durch eine geringschätzige Bezahlung sehr wohl menschenverachtend werden können.

Nicht die Tätigkeit als solche - die einen permanent am Limit hält, da verantwortungsvoll, gefährlich, ekelhaft etc. - ist menschenverachtend, sondern der Umstand, dass man entweder dazu gezwungen wird oder nur einen unzureichenden Hungerlohn dafür erhält.

Ein letzter Versuch: Baumwollpflücken im 18./19. Jhd in den USA – an und für sich nicht menschenverachtend; Sklaverei hingegen schon. Felder bestellen im Mittelalter – an und für sich nicht menschenverachtend; Leibeigenschaft hingegen schon. WC’s putzen, Altenpflege, Krankenpflege etc. – an und für sich nicht menschenverachtend; als Beruf!!!! für ein paar geringschätzige daher geworfene Euronen (z.B. 5,6,7 €) pro Stunde hingegen schon.

Lieber William Masters:
Das ist sehr interessant - ich glaube, daß Alice und Co. so ticken - was zu diesen Beobachtungen passen würde:

1. Sie hassen die Möglichkeit der Männer, „Frauen zu kaufen“ – ich glaube wirklich, dass diese Feminist*Innen Prostitution in ihrer verqueren Moralvorstellung so sehen. Wenn das so wäre (was natürlich Blödsinn ist – wir kaufen keine Frauen, sondern sexuelle Dienstleistungen), würden Frauen aus ihrer Sicht tatsächlich – wie in der Sklaverei - zu Objekten degradiert. Es ist also in der Tat unerheblich, was Kira (die Sklavin) dazu sagt.

2. Jetzt müssen sie die Mehrheit der Gesellschaft dazu kriegen, das genauso zu sehen und A.S. ist ja definitiv nicht dumm.

3. Viele Frauen hat sie eh in der Tasche, weil die Prostitution aus nahe liegenden Gründen nicht so gut finden.

4. Die etwas minderbemittelten Moralapostel kriegt sie schon damit, einfach zu sagen: Es ist doch eine Sauerei, dass Männer in unserer zivilisierten Gesellschaft ganz legal Frauen kaufen dürfen!

5. Für die intelligenteren benötigt sie dagegen Argumente; die hat sie nicht, daher müssen postfaktische Pseudo-Argumente herhalten (an die sie praktischerweise selber gar nicht glauben muss), wie: legale Prostitution fördert Menschenhandel; alle SDL sind Zwangsprostituierte; alle Prostituierten leiden unter ihrer Tätigkeit; Freier sind Schweine, die Frauen nicht wertschätzen und denen die Umstände egal sind, sie denken nachweislich nur an ihre Befriedigung; Niemand würde seine Tochter auf den Strich schicken etc. etc. Blablabla...
Juristische Argumente dagegen taugen nicht, da sie - wie A.S. natürlich weiß, eher dazu beitragen, die Prostitution zu verteidigen als sie zu verbieten. Gerade ideologische Fanatiker*Innen scheuen den objektiv-sachlichen Dialog, weil ihre Intoleranz dadurch sichtbar wird. Ihnen bleibt ja im Grunde gar nichts anderes übrig, als eine politische Symbolik zu verwenden, die auf Sachlichkeit und Objektivität verzichtet und dagegen auf moralische Emotionen setzt.

6. Die richtig Intelligenten, die diese „Fakten“ kritisch hinterfragen, weil sie recherchieren, reflektieren und querdenken, kriegt sie damit nicht, das sind dann aber nicht mehr sooooo viele.

7. Und von denen geben dann viele irgendwann nach, weil der moralische gesellschaftliche Druck beständig wächst. Nicht jeder hat schließlich die innere Stärke, Prostitution dauerhaft zu verteidigen.

So denke ich tickt A.S.: Sie fängt einfach die konservativen Dummen und wartet dann in aller Ruhe ab, bis deren Druck zum gewünschten Ergebnis führt. Ab und zu noch ein bisschen Öl ins Feuer gießen – Voila! In Schweden hat‘s auf diese Weise ja bereits bestens funktioniert.

lg an Alle
Der Don
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Alt  17.03.2017, 15:28   # 33
William Masters
Sexologe
 
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Beiträge: 38


William Masters ist offline
Alice

Gestern war unser aller Alice mal wieder bei Markus Lanz. Es ging glücklicherweise mal nicht um Prostitution, und wenn sie mal nicht auf Kampagne ist, dann kann sie eine kluge und ausgewogene Gesprächspartnerin sein. Ein Argument ihrerseits war für mich aber doch sehr erhellend: Sie geriet mit Lanz ein wenig aneinander, weil der wissen wollte, ob sie die Sache mit Kachelmann nicht bereue, nachdem der doch nun einwandfrei freigesprochen sei. Nun, 1. beharrte sie darauf, dass der Freispruch aus Mangel an Beweisen ja nur sage, dass man letztlich nicht klären könne, was passiert sei; somit hielt sie natürlich offen, ob er nicht doch schuldig sei. Viel wichtiger war aber das Hauptargument: 2. meinte sie, das Juristische dabei interessiere sie nicht (Lanz dagegen ungewohnt klar: nur das Juristische interessiere!); vielmehr ginge es um die politische Symbolik, soll heißen: es geht gar nicht um Kachelmann und ob er oder ob er nicht, sondern es geht um die Grundhaltung, dass man Frauen stets zuerst unterstelle, sie lögen, hätten es vorgeschoben, verfolgten Eigeninteressen, statt sie als Opfer zu sehen.

Diese erstaunliche Begründung erklärt im Grunde auch ihr Agieren in der Prostitutionsfrage: Es geht gar nicht darum, ob es glückliche Huren gibt, die das gerne und freiwillig tun. Es geht letztlich auch nicht darum, ob das alles Zwangsprostitution ist (lässt sich natürlich besser argumentieren, dass das so sei). Es geht vielmehr um "politische Symbolik", und die besagt in ihren Augen nunmal, dass das Kaufen von Sex durch Männer Frauen zum Objekt mache. Da ist es dann völlig wurscht, ob Kira dasitzt und erklärt, wie wunderbar sie den Job finde.

Daraus folgt dann aber logischerweise auch, dass es überhaupt nicht um Fakten geht! "Das Juristische interessiert mich gar nicht!" Es geht um die politische Kampagne, Fakten hin oder her. Es hängt eben vom "Politikbegriff" ab, wie sie noch meinte. Auch hier herrscht also bereits das "postfaktische Zeitalter": Schauprozesse halt.
__________________
Im Dienst der Wissenschaft
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Alt  17.03.2017, 13:16   # 32
Palimeino
 
Mitglied seit 13. January 2014

Beiträge: 134


Palimeino ist offline
Ich denke auf dauer keinen SEX zu haben ist weder für die Pysche nich gut noch für die Gesundheit. Was machen demnächst aber all diejenigen wenn Prostituion auf dem Rückzug ist wenn jemand alleine lebt.
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Alt  17.03.2017, 11:24   # 31
wüstenwind
 
Mitglied seit 4. February 2015

Beiträge: 765


wüstenwind ist gerade online
@Don Loco
Zitat:
ich hatte in meinem Post ja ausdrücklich die Kombination aus WC putzen und Hungerlohn als menschen-verachtend "gegeisselt".
Wie ist das wenn ich daheim mein WC putze und dafür gar nichts bekomme?

Menschenverachtend?

Oder muss ich mir da nur einen fiktiven ausreichend hohen Lohn vorstellen - so nach dem Motto "Einer Putzkraft würde ich sicher brutto 20 Euro Stundenlohn bezahlen müssen - aus meinem Netto. Deshalb entspricht das dann bei mir brutto sagen wir mal 40 Euro. (Wegen der Lohnnebenkosten entspricht das wiederum sagen wir mal 60 Euro, die mein Arbeitgeber aufwenden muss - aber so weit gehe ich jetzt mal nicht). Und für 40 Euro Stunden Stundenlohn kann ich schon mal die Nase zusammenkneifen und Gummihandschuhe anlegen - auch wenn ich weiß, dass meine Haut darauf sehr empfindlich reagiert.

Eine Tätigkeit die wirklich menschenverachtend ist wird nicht a priori einfach durch einen ausreichend hohen Lohn zu "nicht menschenverachtend".

Ganz offensichtlich gehört Toiletteputzen also irgendwie egal wie die Bezahlung ist nicht zu "menschenverachtend". Ich mach's zwar nicht gern - aber muss halt sein. Genauso wie ich ab und an auf die gereinigte Toilette muss und dann halt in Gottes Namen das Toilettenpapier nutze.


Ist Sex mit meiner Frau ihr gegenüber menschenverachtend, wenn ich sie dafür nicht ausreichend bezahle?
Oder gar mir gegenüber?
Oder ist kein Sex möglicherweise doch menschenverachtend?

Alles ein wenig schwierig.
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Alt  17.03.2017, 10:56   # 30
Palimeino
 
Mitglied seit 13. January 2014

Beiträge: 134


Palimeino ist offline
Man kommt sich vor wie in Amerika als dort der Alkohol verboten war.Und doch war das da nicht von Erfolg gekrönt. In Schweden so habe ich auch gelesen, läuft das ganze ins leere.
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Alt  17.03.2017, 01:32   # 29
Don Loco
 
Mitglied seit 18. April 2015

Beiträge: 43


Don Loco ist offline
Fass

Lieber Kuching,

Du musst gar kein Fass aufmachen - ich hatte in meinem Post ja ausdrücklich die Kombination aus WC putzen und Hungerlohn als menschen-verachtend "gegeisselt". Das habe ich (hatte schon viele Jobs) vor meinem Studium auch selber schon gemacht und ja, wenn man nachts 4 verdreckte Toiletten für 7,50 € putzen soll (=Stundenlohn; pro WC 15 Min. Vorgabezeit, egal wie versifft) - dann ist das meiner Meinung nach sehr wohl menschen-verachtend!

Also weder der niedrige Lohn noch das WC putzen per se; sondern die Kombination von beidem.

Übrigens: wenn ich von Prostitution rede, meine ich natürlich immer die legale, in der die Mädels zumindest so freiwillig tätig sind wie wir auch in unseren Jobs (die wir wahrscheinlich zu über 90% auch nicht machen würden, wenn's nichts dafür gäbe). Und in denen die Mädels pro Stunde so viel verdienen, dass ein durchschnittlicher Johannes Böhme (wobei man ihm mit dem Attribut "durchschnittlich" vermutlich einen großen Gefallen erweisen dürfte) ein bisschen blass um die Nasengegend werden dürfte.

In allen Branchen gibt es wohl immer einen kleinen Prozentsatz kriminell veranlagter Personen, die innerhalb dieser Branche Schindluder treiben. Diese werden bereits strafrechtlich bekämpft. Deswegen jedoch eine ganze Branche zu kriminalisieren und zu verbieten, wäre genauso absurd wie den Straßenverkehr per se zu verbieten, weil jedes Jahr 30.000 (meine Schätzung, keine Ahnung, ob die stimmt, ist nur ein Vergleich) Menschen im Straßenverkehr sterben.

Was man dagegen tun sollte, ist, den Straßenverkehr sicherer zu machen - und nicht mal das schaffen wir hier gegen die Autolobby, obwohl Studien eindeutig belegen, dass eine Mindestgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen zu erheblich weniger Verkehrstoten führen würde.

Hm... ist deutschen Männern also der Straßenverkehr wichtiger als der Geschlechtsverkehr?

lg, Euer Don
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Alt  16.03.2017, 19:29   # 28
Gemmazimma
A bissl wos geht imma
 
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Beiträge: 495


Gemmazimma ist offline
Lieber Retter der Menschheit

Zitat:
solange man die Ursache des Problems nicht angeht: die Nachfrage nach gekauftem Sex
Da spielt sich jemand als Retter der Menschheit auf, kennt aber die Menschen nicht und möchte, dass das nach einer 6-stelligen Anzahl von Jahren nun endlich angegangen wird.

Die Ursache ist so alt wie der homo sapiens und all seinen Vorgängern. Man(n) hat Bock, das Weib will nicht oder ist nicht mehr interessant, anderweitige Abhilfe muss bestochen werden, z.B. mit Essbarem oder schönen Fellen, später mit bedrucktem Papier.

Zitat:
Es gibt kein Recht auf körperliche Nähe
Überflüssig zu erwähnen. Im Gegensatz zum Recht auf Erwerb einer angebotenen Sachleistung hat eine SDL das Recht, einen Freier abzulehnen. In der Praxis nicht immer einfach, aber de facto hat niemand das Recht auf Sex mit einer bestimmt Person, auch wenn diese Art Dienstleistung von ihr angeboten wird.

Zitat:
Es gibt zahllose Berichte von Zwangsprostituierten, die mit falschen Versprechen nach Deutschland gelockt wurden
Diese Jahrzehnte alte ungefilterte Standardfloskel wird immer wieder von Neuem hervorgekramt.
Es gibt zahllose Berichte über illegale Autorennen in einigen Großstädten, die schon Menschenleben gekostet haben. Aber wegen einigen unbelehrbaren Autofahrern würde wohl niemand auf die Idee kommen, den Straßenverkehr zu verbieten?

Zitat:
Es gibt solche Gesetze schon in Schweden, Norwegen und Island. Prostituierte dürfen dort legal arbeiten. Aber das Kaufen von Sex ist illegal. Was erst mal paradox erscheint...
ist es auch, Käufer einer angebotenen Dienstleistung zu bestrafen, aber nicht diejenigen, von denen sie angeboten wird. Kein Staat der Welt und auch nicht der Herr Menschheitsbeglücker käme auf die Idee, zwar den Erwerb und Konsum von harten Drogen unter Strafe zu stellen, nicht aber den Verkauf und damit Dealer zu verschonen.

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Alt  16.03.2017, 19:22   # 27
Gemmazimma
A bissl wos geht imma
 
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Mitglied seit 26. July 2014

Beiträge: 495


Gemmazimma ist offline
Lieber Herr Prostitutionsgegner

Wieder einmal wird die alte Platte aufgelegt, dass jungen Frauen aus Osteuropa in Deutschland tolle Arbeitsplätze als Sekretärinnen angeboten werden und sie dann aber ausweis- und rechtlos in Kellerverließen angekettet Tag und Nacht Sex mit bösen Männern zum Preis einer Schachtel Zigarette haben müssen.

Damit und mit der Absicht, die Prostitution generell abschaffen zu wollen und für die Freierbestrafung einzutreten, werden alle Männer, die sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen, von Ihnen in einen kriminellen Topf geworfen.

Und genau diese scheinheilige Agitation, die uns in einem Gefängnis zu besseren Menschen erzogen sehen wollen, ist für mich menschenverachtend. Wie zu vielen anderen Themen, müssen auch hier zwanghaft Schuldige gesucht werden für was auch immer, wohl angetrieben durch ein nicht anders zu befriedigendes Helfersyndrom.

Sicher gibt es in dieser Branche unfeine 'Strukturen' und Typen, die von den Mädchen aus Osteuropa für bestimmte Nebentätigkeiten in diesem Zusammenhang einen beträchtlichen Teil von deren sauer verdientem Geld abzwacken und sich gerne einen fetten BMW davon leisten, statt sich für einen Hungerlohn auf einer Baustelle abzurackern. Aber wie will man einer Betroffenen verbieten, sich in so einen rumänischen Frauenflüsterer zu verlieben, den unser Gesetzgeber Zuhälter nennt und der oft über mehrere solcher Einnahmequellen verfügt?

Ohne das Armutsgefälle zwischen den Osteuropäischen Ländern und Deutschland, würden aufgrund geringeren Angebots die Preise steigen und diese Arbeit auch wieder mehr einheimische Frauen machen. Der Umsatz von wenigeren aber gut betuchten Kunden würde sich wohl auf weniger Dienstleisterinnen verteilen.

Junge und gutaussehende Frauen aus diesen Ländern haben zumindest die Wahl, in ihren Heimatländern mit 300€ Monatslohn oder weniger auszukommen oder sich nach lukrativeren Möglichkeiten umzusehen. Wobei man davon ausgehen kann, dass sie, wenn sie hierzulande behütet und im Wohlstand aufgewachsen wären, diesen Job bestimmt nicht ausüben würden.

Die Grenze zur Zwangsprostitution ist sicher fließend, wobei der Zwang verschiedene Ursachen haben kann, wie z.B. eine Familie oder Kinder, die durchgebracht werden müssen. Bei einem generellen Verbot bliebe den meisten Betroffenen nur die Armut oder ein gefährlicher Weg in die Illegalität und übrig bliebe mit Sicherheit die Zwangsprostitution.

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Alt  16.03.2017, 16:16   # 26
wüstenwind
 
Mitglied seit 4. February 2015

Beiträge: 765


wüstenwind ist gerade online
Tja das Motto manches Gutmenschen ist möglicherweise nicht weit entfernt von einem menschenverachtenden
"Lieber soll sie verrecken als dass sie sich prostituiert."

Der die Prostitution ablehnende Mensch als Retter.
Der Freier als Verdammenswerter.
Vermutlich eine verkehrte Welt aus Sicht einer Frau, die möglicherweise auch noch ein Kind mit durchbringen muss.

Ich will sicher nicht den Freier als uneingeschränkten Heilsbringer darstellen.
Aber er tut möglicherweise letztlich doch mehr für die Betroffenen als solch ein moralinsaurer Zeitgenosse.
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Alt  16.03.2017, 15:51   # 25
kuching
Immer auf der Jagd
 
Benutzerbild von kuching
 
Mitglied seit 25. September 2006

Beiträge: 3.553


kuching ist offline
Was mir an dem Artikel von Johannes Böhme ganz besonders und zu allererst missfallen hat, war und ist die abschätzige mit einer gehörigen Portion Verachtung verbundene Meinung über seinen "Dummy" Rene. Die Replik von Sonja Tumbling (als verlinkter Artikel hier im Thread) nimmt den Artikel eh schon ziemlich gekonnt auseinander - zu Recht.

Aber zurück zu den Männern, die sich Sex kaufen:

In der Welt von Johannes Böhme kommt es anscheinend nicht vor, dass der Gang zu Prostituierten nicht nur der Einsamkeit geschuldet ist sondern viele Ursachen haben kann: Fremdgehen ohne "alles zu gefährden", eine Partnerin die keinen Sex mehr will/haben kann, keine feste Beziehung zu wünschen usw. In seiner Welt sind diese Fälle nicht vorgesehen oder aber würden mit einem Achselzucken abgetan:Kismet!

Der Schwachsinn, dass Männer Charme, Humor, Einfühlungsvermögen usw. zeigen müssen, um zum Sex zu kommen ist auch unausrottbar. In meinem nicht mehr so jungen Leben habe ich schon so viele Arschlöcher gesehen, die genau das Gegenteil verkörperten und dennoch immer bestens ankamen und genau so viele Frauen, die sich jammernd ausließen über wieder so einen Typen, auf den sie herein fielen.

Nein, dieser Rene in seiner Idealvorstellung ist wohl so wie sich Herr Böhme die Welt vorstellt, allerdings ist die Welt nicht so. Was ihn aber nicht daran hindert seiner Verachtung Lauf zu lassen. Letztendlich spricht Böhme ein Urteil über 2 Menschen aus: der eine ist ein verbrecherischer, skrupelloser Ausbeuter und Zerstörer und die andere ist die würdelose Frauen, die natürlich geknechtet und geschunden ist. Tja, damit bewegt er sich nicht so weit weg von de Beschreibung der Zustände im finsteren Mittelalter.

Nicht falsch verstehen: das Geschwür Zwangsprostitution ist ekelhaft und gehört ausgemerzt. Auch wenn die Frage nun schwierig wird zu beantworten, wann beginnt der Zwang strafrechtlich zu werden und wann ist es "nur" ausbeuterisches Ausnutzen einer finanziellen Zwangslage oder einfach nur ein (!) Weg um schuldenfrei zu werden oder Kinder und Angehörige zu versorgen oder einfach nur"bequem", so bleibt doch ein etwas bitterer Nachgeschmack übrig. Wir alle wissen nicht ob hinter der perfekten Schauspielerei der geliebten Hure nicht doch nur die blanke Angst vorherrscht und damit, dass wir uns auf unser "Gefühl" verlassen, dass es hier und jetzt schon nicht so sein möge, uns nur selbst belügen, wird wohl objektivierbar kaum zu bewerten sein.

Von daher ist der Weg "alle Freier in den Knast" natürlich einfach und verspricht schnelle Lösung des Übels. Das aber ist es halt eben doch nicht. Der Weg der Legalisierung der Prostitution verhindert jedenfalls in größerem und kaum mehr zu überschauenden Maße die Flucht in die Keller und Hinterzimmer. Legalisierung von Prostitution verhindert zwar nicht gänzlich den Zwang, bietet aber zumindest die Möglichkeit darauf einen Blick zu haben.

Ich möchte nicht das Fass aufmachen und beurteilen ob Klos putzen menschenverachtender ist oder nicht. Die Armutsprostitution aus den osteuropäischen Ländern lässt sich nicht verleugnen. Es bleibt, bei aller Kritik an dem dämlichen Artikel, ein Tanz auf der Rasierklinge. Nur geht der Lösungsansatz von Böhme daneben: es gälte die Verhältnisse in den Herkunftsländern so zu verändern, dass der Schritt in die Prostitution nicht als einzig gangbarer Weg erscheint. Wenn dann, aufgrund einer gewissen Wahlmöglichkeit sein Leben zu gestalten, der Weg in die Prostitution einer von mehreren ist, dann wäre schon viel geholfen.

Das Menschenhändlern der Garaus gemacht werden muss ist unbestritten, allerdings würde ich die in die Gefängnisse stecken anstatt den Freier, während der Händler nur mit den Schultern zuckt und eben so weitermacht.
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Alt  16.03.2017, 12:12   # 24
William Masters
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William Masters ist offline
Würde

Danke, Don Loco, auch für das treffende Argument zum Thema Tochter: ich denke auch, dass sich die Überlegungen nicht grundsätzlich von denen unterscheiden, die man auch bei anderen Frauen anstellen würde, denen man wohlwollend gegenübersteht. Am Ende läuft es auf die Frage hinaus, ob man als Sexdienstleisterin arbeiten kann, ohne seine persönliche Würde zu verlieren. Ich denke tatsächlich, dass dies möglich ist und auch so sein sollte, sonst würde ich mich an diesem Geschäft nicht beteiligen wollen. Schön wäre es nur, wenn die Öffentlichkeit das auch so sehen könnte.
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Alt  16.03.2017, 03:20   # 23
Don Loco
 
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Don Loco ist offline
Liebe Kollegen, lieber TeGe:

das sehe ich ganz genauso, wenn hier ein Job menschen-verachtend ist, dann die Toilettenputzerei dank des unzureichenden Minilohns.

Genau mit diesem Argument sieht man ja auch immer wieder schön die perfide Herangehensweise der Prostitutionsgegner*innen:

"Würden Sie wollen, dass Ihre Tochter Sex gegen Geld anbietet?" wird scheinheilig gefragt. Natürlich möchte Niemand (auch ich nicht), dass die eigene Tochter dies tut. ABER: Ich will auch nicht, dass sie bei Sanifair auf einer Autobahnraststätte den Herren die Sch***** hinterherputzt. Oder bei einem Billigdiscounter die Regale auffüllt. Und das alles für einen Hungerlohn. Ganz ehrlich, dann ist es mir noch lieber, sie verdient 8000,- im Monat als Escort-Dame, setzt sich mit 35 zur Ruhe und studiert Philosophie.

Nach deren Logik müssten also im Prinzip alle Jobs verboten werden, die unsere Töchter niemals nicht tun sollten, oder? Tolle Logik...Immer diese Pseudoargumente...

Lieber William Masters,

100% D'accord, da sind mir im Eifer des Gefechtes ein bisschen die Gäule durchgegangen; wissenschaftlich gesehen durfte ich da natürlich nicht pauschalisieren - selbstverständlich sind die Ansichten von Feminist*innen differenziert zu sehen.

Großen Dank übrigens für die liberale Betrachtungsweise - ich sehe mit großer Sorge, dass - auch in anderen Bereichen - Freiheit und Toleranz mehr und mehr an Stellenwert zu verlieren scheinen. Vermutlich ist es leider sehr schwer, den Wert von Rechten zu schätzen, wenn man sie als selbstverständlich ansieht, weil man ja damit aufgewachsen ist.

Aber der Verlust von Freiheit und Toleranz führt unweigerlich in den Totalitarismus, und dieser wiederum zu vielen unschönen Dingen, die wir alle nicht brauchen.

Auch ein Verbot der Prostitution wäre intolerant, da - nimmt man die scheinheiligen Pseudogründe weg - nur eine restriktive Moral übrig bleibt, die man der restlichen Bevölkerung mit Gewalt und unter Strafandrohung aufzwingen möchte.

Tja, traurig, sowas...

lg,
euer Don
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Alt  15.03.2017, 22:05   # 22
TeeGe83
 
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TeeGe83 ist offline
Es fällt halt immer leicht alles über einen Kamm zu scheren, wenn doch die Realität viel komplexer ist. Man könnte auch fragen, ob es menschenverachtend ist, Toiletten für einen Lohn putzen zu gehen, bei dem man am Ende des Monats noch aufstocken muss oder bei dem man sich für jede 50ct "Trinkgeld" am Ausgang bedanken muss. Aber nein, da klopft man lieber auf Bereichen rum, die man offenbar nicht ganz versteht oder mit seinem etwas schwarz/weiß gefärbtem Weltbild in Übereinklang bringen kann.

Tatsache ist aber, dass man als Freier eine gewisse Verantwortung hat. Sowohl was das Verhalten gegenüber den Dienstleisterinnen angeht, als auch beim Sichten des Angebot selbst. Da das hier im Forum sehr häufig (Mina von China Ladies ein aktuelles Beispiel) kontrovers diskutiert wird, kann man schön sehen, dass zumindest ein schwer zu beziffernder Anteil der Freier sich durchaus Gedanken über Themen wie Ausbeutung, Zwangsprostitution und Gesundheit macht.

Letztlich wird Prostitution kaum der Traumberuf irgend eines Menschen sein. Manchen fällt es aber wahrscheinlich deutlich leichter als andere Jobs bzw. sie haben so die Möglichkeit für ihre Verhältnisse gut zu leben. Wieso zum Teufel nicht? Ich hab jedenfalls noch nie ein Date mit einer Dienstleisterin gehabt, wo ich das Gefühl hatte, dass sie sich zu was zwingen müsste. Das setzt natürlich voraus, dass man sich im Vorfeld etwas schlau macht und 100% sicher kann man nie gehen. Aber das ist so ziemlich in jedem anderen Bereich im Leben auch so.

Long story short: Gehen beide Seiten respektvoll und umsichtig miteinander um, kann ich am Geschäft Prostitution nichts verwerfliches erkennen und erst recht nicht denke ich negativ von den Dienstleisterinnen als Menschen.
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Alt  15.03.2017, 20:05   # 21
mr.cock27
 
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mr.cock27 ist offline
Hoffentlich lesen das die Herren und Damen von der Zeit:
http://sonjadolinsek.tumblr.com/post...expolizeistaat
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Alt  10.03.2017, 18:27   # 20
E.B.
 
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E.B. ist gerade online
Zitat:
@E.B.
Bei Google wird dieser Thread übrigens nicht angezeigt, wenn man J.B. sucht.
Er wird aktuell nicht nach oben gerankt, das ist korrekt.
Google weiß aber seit dem 7.3. dass es diese Seite hier gibt:

Zitat:
Es handelt sich dabei um ein Abbild der Seite, wie diese am 7. März 2017 09:44:03 GMT angezeigt wurde.
selber klicken macht Freude :
https://www.google.de/?q=%22JOHANNES...%3Alusthaus.cc
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Alt  10.03.2017, 12:35   # 19
William Masters
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William Masters ist offline
Männerfeindlichkeit

Zitat:
Zitat von Don Loco
Und wenn Männer Spaß haben, hört der Spaß für Feministinnen natürlich auf!
Immerhin gibt es Streit darüber unter Feministinnen. Man sollte nicht vergessen, dass die Liberalisierung der Prostitution in D unter Rot/Grün ebenfalls unter feministischen Vorzeichen stattgefunden hat, um den in der Prostitution arbeitenden FRAUEN durch Legalisierung zu helfen. Feminismus muss nicht zwingend männerfeindlich sein. Die Anti-Prostitutions-Bewegung von männerfeindlichen Abolitionistinnen à la Schwarzer (zu denen wohl auch Böhme gehört) begibt sich demgegenüber in eine unheilige Allianz mit den Moralaposteln aus der CDU und der katholischen Kirche. Aus linker Perspektive kann man die Bewegung als reaktionär und revisionistisch bezeichnen. Aus liberaler Perspektive ist sie freiheitsfeindlich. Es handelt sich um eine konservative Bewegung, in der aus den genannten Gründen männerfeindliche Feministinnen kampagnentechnisch besonders aktiv sind.

@E.B.
Bei Google wird dieser Thread übrigens nicht angezeigt, wenn man J.B. sucht.
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Alt  10.03.2017, 08:29   # 18
Don Loco
 
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Don Loco ist offline
Morgen zusammen,

Ich danke Euch für die Kommentare zu diesem Herrn. Eigentlich ist damit alles gesagt; ja - man sollte ihm vermutlich für seinen schlecht recherchierten und teilweise auch faktisch falschen, in Worte gegossenen Unfug eigentlich gar nicht antworten.

Aber zu den angesprochenen Feminist*innen kann ich mir ein Bonmot am Rande nicht ganz verkneifen:
Jede echte Feministin müsste strenggenommen die Prostitution unterstützen! Warum?
Weil ein zentrales Kernthema des Feminismus das Selbstbestimmungsrecht der Frau darstellt. Und was anderes - frage ich Euch - tut denn eine moderne, aufgeschlossene SDL, wenn sie lieber ihre M*se vergoldet als für viel weniger Euronen beim Discounter Regale einzuräumen?

Jetzt haben die Feministinnen aber ein ganz blödes Problem: Anders als vor 20? Jahren, als sie dieses Selbstbestimmungsrecht nur gegen die Tötung ungeborenen Lebens aufrechnen mussten (Pipifax), geht es heute um etwas viel Ernsteres: dummerweise profitieren wir davon! MÄNNER! Kotz!
Und wenn Männer Spaß haben, hört der Spaß für Feministinnen natürlich auf!
Dumm nur, dass ich mir bei Ideologien nicht einfach so die Rosinen rauspicken kann - daher die geniale Lösung (Copyright Alice S.): Ich spreche einfach allen Frauen, die Sexdienstleistungen an Männer verkaufen wollen, die Zurechnungsfähigkeit ab! Und alle Anderen sind eh Zwangsprostituierte. Voilà: Schon brauche ich mich um die Verteidigung des Selbstbestimmungsrechtes nicht mehr zu kümmern.

So kommt wohl auch die schwedische Regelung zustande: Die Anbieterinnen dürfen ganz legal anbieten, aber der (männliche) Nachfrager macht sich strafbar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Regelung juristisch vor einem EU-Gerichtshof standhalten würde.

Apropos Gericht: Ich bin kein Jurist, aber nach meinem Rechtsverständnis kann ich mir nicht vorstellen (hab auch trotz langem Nachdenken keinen Präzedenzfall gefunden), dass an sich völlig legale Tatbestände (einvernehmlicher Sex zwischen Erwachsenen und kfm. Handel) nur aufgrund der Kombination plötzlich illegal werden. Illegaler Handel setzt eigentlich immer zwingend ein illegales Gut voraus, oder?

Daher könnte ein unabhängiges Gericht meiner bescheidenen Meinung nach nur zu einem Schluss kommen: Prostitution kann/darf in einem demokratischen Rechtsstaat gar nicht verboten werden.

lg,
euer Don

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Alt  10.03.2017, 00:51   # 17
E.B.
 
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E.B. ist gerade online
Zitat:
Schade eigentlich, dass der Herr Böhme das reichhaltige Feedback auf seinen Artikel hier wohl nicht lesen wird.
Der wird sich auch ab und zu selbst googlen, spätestens wenn er seine Seite mit den Google Webmastertools nachjustieren will. Und dann findet er das hier, und er wird es auch lesen (Neugier… ).

Und dann gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder er setzt sich damit auseinander, diskutiert hier vielleicht sogar mit.

Oder er empfindet sich so als intellektuelle Elite, dass er das Geschreibse des Pöbels nicht in sein schönes reines Weltbild lassen will. Dann ist er eh Filterblasenbewohner, und so uninteressant wie die 1917unddrölfmal gehörte Durchsage der lokalen Verkehrsgesellschaft.
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Alt  09.03.2017, 23:12   # 16
William Masters
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William Masters ist offline
Schade eigentlich, dass der Herr Böhme das reichhaltige Feedback auf seinen Artikel hier wohl nicht lesen wird.

Immer noch werden die gleichen Geschichten wieder aufgewärmt. Die Anti-Prostitutions-Kampagne ist trotz PSchG sehr lebendig. Sie sind offenbar noch lange nicht zufrieden. Im SPIEGEL stand gerade wieder ein entsprechender Artikel über Zwangsprostitution am Beispiel. Interessant ist u.a. die folgende Angabe aus dem Artikel vom letzten Wochenende:
Zitat:
Laut Bundeskriminalamt gab es im Jahr 2015 offiziell 416 Opfer von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung, darunter vorrangig rumänische, bulgarische und deutsche Frauen. Gezählt werden dort jedoch nur die abgeschlossenen Verfahren, und zudem sei die Dunkelziffer sehr hoch, sagt Roshan H., denn: "Die meisten Frauen machen nie eine Aussage, aus Angst vor den Tätern."
Natürlich wird die geschätzte Gesamtzahl der Prostituierten in Deutschland nicht dagegen gehalten. Diese schwankt zwischen 100.000 und 400.000. Die Diskrepanz fällt offenbar niemandem auf.
Zitat:
In den Medien kursiert seit einigen Jahre die Zahl von 400.000 Prostituierten in Deutschland. Wie sie genau hergeleitet wurde, lässt sicht nicht ausfindig machen. Einem Plenarprotokoll des Bundestags zufolge stammt sie von der Prostituierten-Interessenvertretung Hydra e.V. in Berlin.
Ohne Dunkelziffer macht der Anteil der nachgewiesenen Zwangsprostitution also zwischen ca. 0,1% und 0,4% der Gesamtprostitution aus. Dennoch wird das Argument nach wie vor ständig ins Zentrum gerückt.
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Alt  08.03.2017, 23:08   # 15
Domainator
 
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Domainator ist offline
Guter Artikel.

@Johannes:

Zitat:
Man weiß nicht viel über Männer, die zu Prostituierten gehen.
_DU_ weisst nicht viel über Männer, die zu Prostituierten gehen. _DU_ könntest Dich ja mal mit welchen unterhalten und fragen. Findest Du in jedem Club. Wieso schreibst Du über Freier, wenn Du nichts über sie weißt? Wo bleiben Deine journalistischen Grundsätze?

Zitat:
Sowohl in Deutschland als auch in Schweden ist die Gesetzgebung, die derzeit herrscht, das Ergebnis feministischer Politik.
Und wer ist schuld? Nein, natürlich nicht die Politiker. Und schon gar nicht die Feministinnen. Woher kenne ich nur dieses Muster?

Zitat:
Einen Weg, um herauszufinden, wie diese Männer sich und die Frauen sehen, bieten Freier-Foren im Internet.
Wie Du schon schriebst: EIN Weg. Es gibt mehrere. Und wenn man schon diese Foren zitiert, dann sollte man das auch wissenschaftlich richtig tun und sich nicht eine, und zwar meiner Erfahrung nach die am wenigsten verbreitete Seite, heraussuchen.

Zitat:
Zahlen der Vereinten Nationen zufolge betrifft der Menschenhandel zu 55 bis 60 Prozent junge Frauen, die in die Prostitution gezwungen werden.
Aha. Und die anderen 45 Prozent? Männer? Unwichtig? Warum kommt mir grad ein Spruch in den Sinn: "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!"?

Zitat:
...aber die meisten Schätzungen gehen davon aus...
Alter... Was ist denn das für eine Argumentation?

Zitat:
Auch das nordische Modell hat seine Schwächen...
...weil das Vermieten von Räumen zur Prostitution illegal ist, werden die Frauen immer wieder aus ihren Wohnungen geschmissen. Sie müssen heimlich agieren...
...Manchmal muss man ein kleines Unrecht begehen, um ein größeres zu verhindern...
...Aber das Ethik-Seminar führt in dieser Frage zu nichts.
Ähm... Ich würde das mal als "geistige Flexibilität" bezeichnen. Oder Du bist ein echter Deutscher: Mit nix zufrieden, ständig über alles meckern, dann die Zipfelmütze aufsetzen und in Tiefschlaf verfallen. Bloß nix ändern.

Zitat:
Es gibt kein Recht auf körperliche Nähe.
Körperliche Nähe ist eine der wichtigsten Bedürfnisse von Lebewesen. Und zwar allen. Nicht nur Menschen, sondern auch Tieren. Zumindest zum Zwecke der Fortpflanzung.

Zitat:
...Das gilt selbst dann, wenn man schüchtern ist und eigentlich ein feiner Kerl...
Klar. Und die Frauen machen es einem ja auch sehr einfach, ein schüchterner und feiner Kerl zu sein. Um die Liebschaften schüchterner, feiner Kerle ranken sich ganze Werke der Weltliteratur. Casanova z.B. Ganz sicher ziemlich schüchtern. Das Kamasutra. Kann ja nur von einem schüchternen Kerl geschrieben worden sein. Siegfried. Napoleon. König Ludwig von Frankreich. Tschingis Khan, die arabischen Sultane. Bestimmt alles schüchterne und feine Kerle und GENAU DESWEGEN so beliebt bei Frauen.

Weisst was, Johannes, Du Gutmensch? Setzen, FÜNF! Gib Deinen Journalisten-Abschluß zurück und fang nochmal an. Ein solch einseitiger Artikel, der in keinster Weise auf die großartigen sozialen Leistungen vieler SDLs und die vielen Frauen eingeht, die freiwillig und gerne in diesem Job arbeiten, hätte Dir als Abschlußarbeit Deine Karriere versaut.

Und lass Dich mal richtig von einer Frau betrügen, zahl mal für das Kind eines Anderen (sicher auch ein schüchterner, feiner Kerl...), lass Dir in Deiner Ehe ein Kuckuckskind nach § 1592 Nr. 1 BGB unterschieben. Bau ein Haus - und lass es Dir von Deiner untreuen Ehefrau wegnehmen.

Und dann - ERST DANN - wirst Du genug Lebenserfahrung haben, um Dich noch einmal an dieses Thema wagen zu können.

Bis dahin: Schreib Kochrezepte. Und verbrenn Dir nicht die Finger.
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"Ich stelle fest, dass die Pornographie als konkretes Werk meine Sicht der Dinge radikal verändert hat."

Schüler-Antwort im französischen "Bac", dem Baccalauréat, dem französischen Pendant zum deutschen Abitur.
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Alt  08.03.2017, 17:33   # 14
KRAUSE
 
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Beiträge: 40


KRAUSE ist offline
Zitat:
Zitat von DIE ZEIT schrieb
Die Idee ist nicht neu. Es gibt solche Gesetze schon in Schweden, Norwegen und Island, weshalb das Ganze auch als »nordisches Modell« bezeichnet wird.
Vergewaltigungsstatistik der Uno / Daten 2004-2006

http://www.unodc.org/documents/data-...nd_Justice.pdf

Fälle pro 100.000 Bewohner

Finland (2006) 11,6
Iceland (2004) 17.5
Norway (2006) 18,0
Sweden (2006) 40,6

Austria (2006) 8,5
Switzerland (2006) 8,5
Denmark (2006) 9,7
Germany (2006) 9,9

Soweit zum erfolgreichen Entzug der "gewerblich, käuflichen Vergewaltigung"
__________________
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Alt  08.03.2017, 17:24   # 13
Epikureer69
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Epikureer69 ist offline
Warum sind sogenannte "Feministinnen"

eigentlich gegen Prostitution ?

Die Antwort auf diese Frage gab, vor etlichen Jahren bereits, der amerikanische "Trash"-Autor (meines Wissens nach einer der ersten bekannten und erfolgreichen Vertreter dieses Genres) Charles Bukowski, mit folgendem Statement:

"Die Prostitution ist die Inflation des Währungssystems Möse."

Kürzer und treffender kann man(n) es nicht auf den Punkt bringen. Das "Mitleidsgetue" und der ständige Verweis auf Fälle von Menschenhandel und Zwangsprostitution, sind für mich, was die "Feministinnen" angeht nur Vorwände, da Menschenhandel und Zwangsprostitution (sprich organisierte Vergewaltigung) wohl keiner wirklich gut finden kann.

Jedem normalen Menschen sollte klar sein, dass eine flächendeckende, gesellschaftlich akzeptierte, mit entsprechenden Werkzeugen der sozialen Absicherung (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Tagegeldversicherung usw.) versehene, freiwillig und selbstbestimmte Prostitution, nämlich das wirksamste Mittel gegen Zwangsprostitution darstellen würde.

In Gesellschaften in denen Alkohol frei und zu gemäßigten Preisen verkäuflich ist, gibt es ja in der Regel auch kein größeres Problem mit Schwarzbrennern und methanolgestreckten Destillaten.

Das "skandinavische Modell" widerspricht übrigens in seiner formalen Logik den Grundlagen fast aller Rechtssysteme in freiheitlichen Ländern. Die juristische Logik unseres Strafrechts besagt nämlich, dass zu jeder im StGB gelisteten "Straftat" auch die "Anstiftung zu einer Straftat" als eigener Straftatbestand existiert.

Wenn also "Sexkauf" als Straftat gelistet ist, dann machen sich automatisch beide strafbar, da allein das Angebot "Sex gegen Geld", die unmittelbarste Anstiftung zu dieser "Straftat" darstellt, bzw. der in Skandinavien allein "schuldige" Kunde, diese Straftat ohne die SDL gar nicht hätte verüben können.

So gesehen ist diese Form der "assymmetrischen Bestrafung" im Grunde rechtswidrig, egal wie man zum Thema Prostitution ganz allgemein eingestellt ist.

Zu dieser Meinung kam übrigens, mit den ungefähr gleichen Argumenten auch eine Kommission aus dänischen Strafrechtlern, als es in Dänemark darum ging das "Sexkaufverbot" auch dort einzuführen.

Die "Feministinnen" behaupteten hinterher, die juristische Expertise dieser Kommission, sei nur wegen des "Männerüberschusses" innerhalb dieser Kommission so ausgefallen.

Diese Aussage finde nun ich eine der dümmsten zu diesem Thema. Da ging es nämlich nicht um Männer und Frauen, auch nicht um Prostitution im Allgemeinen, sondern lediglich um die juristische Haltung zur Rechtsstaatlichkeit und sonst um gar nix' .
__________________
"Sex, Fußball und Saufen", wobei im höheren Lebensalter die "Kardinaltugenden" zwei und drei, im Leben eines Mannes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

"Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber nicht den Balken im Eigenen."

Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.
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Alt  07.03.2017, 20:31   # 12
William Masters
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William Masters ist offline
Pinksticks

Da muss ich aber jetzt doch vorsichtig widersprechen. Natürlich sind die Feministinnen grundsätzlich nicht FÜR Prostitution. Das dürfen sie ja auch. In dem verlinkten Artikel spricht sich Schmiedel allerdings mit differenzierten Argumenten gegen ein generelles Prostitutionsverbot nach nordischem Modell aus. Außerdem wird klar, dass Pinksticks sich wegen dieser Position heftigen Anfeindungen durch Prostitutionsgegner*innen ausgesetzt sahen, die Rede ist von "Abolitionist*innen", das meint die Verbotspartei.
Zitat:
Zitat von Pinksticks
Wir schließen uns deshalb den Stimmen an, die mehr Personal für kriminalkommissarische Investigationen im Menschenhandel fordern, die statt Meldezwang und Überwachung von Prostituierten deren Ausstiegsmöglichkeiten fördern und dies vorrangig und dringend durch die Errichtung des bedingungslosen Grundeinkommens.
Man muss das nicht gut finden. Es ist aber weder dumm noch undifferenziert. Und es erklärt auch nicht prinzipiell jede Form von Prostitution für verbrecherisch wie der Zeit-Artikel.

Dass ein Grundeinkommen die Prostitution austrocknen würde, ist natürlich ein frommer sozialistischer Wunsch. Es wählt aber jedenfalls nicht den Weg der Verbotsforderung gegenüber der Prostitution oder gegenüber den Freiern.
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Alt  07.03.2017, 19:11   # 11
Rex Banner
 
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Beiträge: 22


Rex Banner ist offline
Thumbs up Genderforscherin Stevie Schmiedel

Genderforscherin Stevie Schmiedel, welche bei der Feministinnengruppe Pinksticks arbeitet, überragt mit ihren Argumenten den dummen Artikel aus der Zeit um Welten -- PINKSTINKS UND DIE PROSTITUTIONSDEBATTE.
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Alt  04.03.2017, 10:22   # 10
basileos
ist den Huren dankbar
 
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Beiträge: 1.213


basileos ist offline
pauschal

Ich pauschaliere jetzt auch einmal: nach seinem sehr sparsamen Lebenslauf auf johannesboehme.de zu urteilen, ist der Herr nicht in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, und als "ZEIT"-Autor dürfte er wohl ordentlich entlohnt werden, wohl auch nicht zur Untermiete in einem Elendsviertel wohnen - das heißt, er hatte von Kindesbeinen an bis heute Zugriff auf das Parfüm, das so duftet wie frischgedruckte Hunderter. Mit diesem Aroma wurde er aller Wahrscheinlichkeit nach nie mit Renés Problem konfrontiert.

Da kann er natürlich leicht vom hohen Roß herunter moralisieren.
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