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Alt  03.03.2017, 01:11   # 1
William Masters
Sexologe
 
Benutzerbild von William Masters
 
Mitglied seit 11. May 2015

Beiträge: 39


William Masters ist offline
Liebe Freier ...

Wieder mal was Nettes aus der Presse. Erkennt ihr euch wieder?

DIE ZEIT
Es gibt keine harmlose Prostitution: Euer Geld hilft Verbrechern

Liebe Freier,

»Während wir von weiblicher Selbstbestimmung reden, werden Tausende Frauen in unser Land verschleppt und zur Prostitution gezwungen. Es wird Zeit, das zu ändern – mit einem Gesetz gegen die Freier«

Vor einigen Jahren hatte ich einen Freund. Nennen wir ihn René. René war schüchtern. Sehr schüchtern. Er war auch nicht besonders attraktiv, aber das sind ja nur wenige. Sobald er mit einer Frau reden wollte, spielten die Worte Autorennen, überholten einander, stießen zusammen, überschlugen sich. Er stammelte dann, musste warten, bis die Gedanken sich ordneten. Dann senkte er oft den Blick, wurde rot. Manchmal versuchte er es noch zu retten, indem er schneller und intensiver redete. Das machte es eigentlich nie besser.

Illustration: Joni Majer für DIE ZEIT

René hatte keine Freundin. Er hatte, bis er in seinen Zwanzigern war, mit niemandem Händchen gehalten, geknutscht, geschweige denn geschlafen. Irgendwann, in einer Sommernacht, verschwand er nachts um zwei Uhr von der Tanzfläche, auf der wir zu fünft tanzten. Er verließ den Club, ging ein paar Straßen weiter durch die laue Luft, bezahlte 100 Euro und hatte das erste Mal Sex mit einer Frau. Eine Stunde später stand er wieder auf der Tanzfläche mit einem idiotischen Lächeln im Gesicht und einem sehr ausgeprägten Mitteilungsbedürfnis. Wir hatten gar nicht bemerkt, dass er weg gewesen war.

Er ging danach immer wieder. Die Prostitution war für ihn ein Ausweg aus einer großen Ungerechtigkeit. Der Ungerechtigkeit, in einem unattraktiven Körper geboren worden zu sein. Der Ungerechtigkeit lähmender Schüchternheit. Der Ungerechtigkeit, Freunde zu haben, denen all das so viel leichter fiel. Sein wirkliches Problem löste er so nicht. Er hatte immer noch keine Ahnung, wie er Frauen ansprechen, sie unterhalten, sie faszinieren könnte.

René befördert so, ohne es zu merken, seit Jahren ein zynisches Menschenverwertungsgeschäft. Ein Geschäft, das in Rumänien, Litauen, Nigeria oder Thailand beginnt und in unseren Bordellen endet. Er denkt sich nichts Böses dabei und tut nichts Verbotenes. Doch mit seinem Geld sorgt er dafür, dass Frauen Unrecht geschieht. Wir brauchen ein Gesetz gegen ihn, ein Gesetz gegen Freier.

Die Idee ist nicht neu. Es gibt solche Gesetze schon in Schweden, Norwegen und Island, weshalb das Ganze auch als »nordisches Modell« bezeichnet wird. Prostituierte dürfen dort legal arbeiten. Aber das Kaufen von Sex ist illegal. Die Strafen für die Freier fangen zum Beispiel in Schweden bei Bußgeldern von 250 Euro an und reichen bis zu einem Jahr Gefängnis. Es wird asymmetrisch bestraft – einer büßt für beide. Was erst mal paradox erscheint, aber ziemlich clever ist.

Man weiß nicht viel über Männer, die zu Prostituierten gehen. Die wenigsten von ihnen reden gern drüber. Es gibt eine Handvoll Studien, die zumindest so viel sagen: Freier kommen aus allen Schichten, aus allen Altersgruppen, es sind Doktoren, Professoren, Stahlarbeiter, Busfahrer und Arbeitslose darunter.

Einen Weg, um herauszufinden, wie diese Männer sich und die Frauen sehen, bieten Freier-Foren im Internet. Beliebt ist dort die Bewertung von Prostituierten in Zeugnissen, mit Noten von 1 bis 6. Benotet wird in den Kategorien »Figur«, »Titten«, »Fotze«, »Gesicht« und »Gebiss«. Die Frauen werden als »Säue«, »Frischfleisch« oder »Pflaumen« bezeichnet. Man spricht sich mit »Hallo Mitficker« an und verarbeitet Frustrationen (»Ich war enttäuscht, dass ihr Gesicht etwas verlebt aussieht«).

Feministinnen wie die Philosophin Iris Marion Young bezeichnen das, was diese Männer machen, als Objektivierung des weiblichen Körpers: das Zerlegen und Bewerten, die Blindheit dafür, dass diese Frauen eine Persönlichkeit haben. Sie kaufen keine Dienstleistung, sondern eine Ware. Wie sie selbst sagen: »Fleisch«.

René würde nie so reden, nie so etwas schreiben. Und doch stellt sich die Frage: Verschiebt sich nicht auch in ihm etwas, wenn er jeden Monat losgeht und eine Frau kauft? Und bestärken wir ihn nicht darin, solange unser Recht diese Art von Geschäft erlaubt?

Sowohl in Deutschland als auch in Schweden ist die Gesetzgebung, die derzeit herrscht, das Ergebnis feministischer Politik. In Deutschland setzte die rot-grüne Bundesregierung Ende 2001 ein relativ liberales Prostitutionsgesetz durch. Die Idee: Die Frauen sollten arbeiten können, ohne sich verstecken zu müssen. Sie sollten Steuern zahlen, vom Gesundheitssystem versorgt, von der Sozialversicherung geschützt und von der Rentenversicherung abgesichert werden. Den schwedischen Feministinnen (und Feministen) dagegen geht das nicht weit genug. Sie meinen, etwas laufe grundsätzlich falsch, wenn Männer Frauen kaufen können. Sie wollen die Prostitution abschaffen.

Die betroffenen Frauen selbst sind sich ebenfalls nicht einig. Der von Prostituierten mitgegründete Verein Sisters meint, Prostitution sei »nichts anderes als Vergewaltigung«, und möchte sie verbieten. Beim Verein Hydra, einer Art Berufsverband deutscher Prostituierter, hält man dagegen, nur »konsequente Legalisierung und Entstigmatisierung« verbessere das Leben der Frauen.

Es kommt wohl darauf an, welche Frauen man meint: nur solche, die hier in Deutschland freiwillig ihrer Arbeit nachgehen? Oder auch solche, die Tausende Kilometer weit entfernt leben, in Moldawien, Rumänien, Nigeria oder Thailand? Denn unsere Gesetze betreffen auch diese Frauen. Warum? Weil es einen einfachen ökonomischen Mechanismus gibt: Je liberaler die Prostitutionsgesetzgebung, desto mehr Menschen werden von kriminellen Banden ins Land geschmuggelt.

Das Ausmaß des Menschenhandels lässt sich nur schwer beziffern. Laut einer Studie des Europaparlaments wurden 2001, also im Jahr vor der Liberalisierung, zwischen 9900 und 19 700 Frauen für die Arbeit in der Sexindustrie nach Deutschland gebracht. Schon 2002 stieg die Zahl, nachdem sie vorher jahrelang gefallen war. 2003 waren es bereits 12 300 bis 24 700 Frauen. Mit anderen Worten: Unsere Prostitutionsgesetze sind eine Einladung für Menschenhändler.

Wer diesen Anstieg für Zufall hält, dem rate ich zur Lektüre einer Studie der London School of Economics aus dem Jahr 2015. Die Wissenschaftler haben sich 150 Länder angeschaut und kommen zu dem Schluss, dass überall dort, wo Prostitution legal ist, vermehrt mit Menschen gehandelt wird.

Zahlen der Vereinten Nationen zufolge betrifft der Menschenhandel zu 55 bis 60 Prozent junge Frauen, die in die Prostitution gezwungen werden. Im Schnitt bringt jede dieser Frauen den Banden 65 000 Dollar ein. Während der Handel mit Drogen lukrativ ist, gerade weil das Gesetz ihn verbietet, gilt diese Logik bei der Prostitution nicht. Als die schwedische Polizei die Telefonate einer Bande von Menschenschmugglern abhörte, beklagten die sich darüber, wie schwierig das Geschäft geworden sei, seit man es nicht mehr auf offener Straße abwickeln könne und Apartments mieten müsse. In Schweden kommen deshalb laut einer Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation viermal weniger Opfer von Menschenhandel an als im deutlich kleineren Dänemark, wo Prostitution legal ist.

Es gibt zahllose Berichte von Zwangsprostituierten, die mit falschen Versprechen nach Deutschland gelockt wurden. René hat davon nie etwas mitbekommen. Ich habe ihn gefragt. Er sagte, dass er sofort abhauen würde, wenn er das Gefühl hätte, dass die Frau es nicht freiwillig macht. Vielleicht kam er ja wirklich nie in Berührung mit dieser Schattenwirtschaft. Wahrscheinlicher ist, dass die Frauen, mit denen er Sex hatte, es ihm nicht gesagt hätten, für 50 Euro die halbe Stunde.

Dass es ein Problem gibt, hat auch die Bundesregierung inzwischen eingesehen. In diesem Jahr ist ein neues Gesetz in Kraft getreten. Prostituierte müssen sich jetzt bei den Behörden anmelden und versichern, dass sie ohne Zwang arbeiten. Das ist gut gemeint, wird aber wenig helfen, solange man die Ursache des Problems nicht angeht: die Nachfrage nach gekauftem Sex.

Als das schwedische Gesetz 1999 in Kraft trat, sank die Zahl der Freier auf dem Straßenstrich um 80 Prozent. Das hatte zwar auch damit zu tun, dass sich die Prostitution in Wohnungen verlagerte, aber die meisten Schätzungen gehen davon aus, dass der Sex-Markt insgesamt geschrumpft ist.

Auch das nordische Modell hat seine Schwächen. Da es das Ziel der schwedischen Regierung ist, die Prostitution abzuschaffen, werden etwa weniger Kondome an die Frauen verteilt. Das würde nur ermutigen. Hilfen für die Frauen wurden aus dem gleichen Grund gestrichen. Und weil das Vermieten von Räumen zur Prostitution illegal ist, werden die Frauen immer wieder aus ihren Wohnungen geschmissen. Sie müssen heimlich agieren, weil die Kunden immer in der Angst leben, erwischt zu werden. Am Ende ist es eine Abwägungssache. Manchmal muss man ein kleines Unrecht begehen, um ein größeres zu verhindern. Und das größere Problem ist der Menschenhandel.

In der Prostitutionsdebatte wird gern mit diesen großen Grundgesetz-Artikel-eins-bis-zwanzig-Wörtern hantiert: Selbstbestimmung, Eigentum, Würde. Darf man mit dem eigenen Körper nicht anstellen, was man will? Wenn jemand sich für Geld nackt und in Handschellen mit Bananen bewerfen lassen möchte, dann macht er damit doch nur von seiner Freiheit Gebrauch, nicht wahr? Oder hat doch Immanuel Kant recht, wenn er schreibt, dass man Menschen »niemals bloß als Mittel« gebrauchen sollte?

Aber das Ethik-Seminar führt in dieser Frage zu nichts. Es ist ein Diskurs-Karussell, das sich frei dreht, unbeirrt von dem, was in der Welt passiert. Wir reden über Autonomie, während Mädchen und Frauen unter übelsten Umständen zu uns verschleppt werden, mehrere Tausend Jahr für Jahr. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Und ein Gesetz gegen Freier ist dabei der beste Weg.

Und was passiert mit jemandem wie René, wenn er nicht mehr zu Prostituierten gehen darf? Wenn er mit jedem Verstoß eine Strafe und ein sehr peinliches Gerichtsverfahren riskiert? Meine Vermutung: Er würde aufhören, Geld für Sex zu bezahlen. Und da weitermachen, wo er an jenem Abend anscheinend aufgehört hat. Vielleicht würde es sogar etwas in ihm verändern, seine Sicht auf Frauen, auf Sex. Es gibt kein Recht auf körperliche Nähe. Man muss sie sich verdienen, durch Charme, Offenheit, Humor, Mut. Das gilt selbst dann, wenn man schüchtern ist und eigentlich ein feiner Kerl.

VON JOHANNES BÖHME
__________________

Im Dienst der Wissenschaft
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KOMMENTARE und ANTWORTEN dazu...
Alt  14.08.2017, 07:22   # 115
wüstenwind
 
Mitglied seit 4. February 2015

Beiträge: 888


wüstenwind ist offline
@yossarian
Allgemeiner formuliert:
Ist ein verliebter Mensch egal welchen Geschlechts überhaupt in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen und dafür die Verantwortung zu tragen?
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Alt  14.08.2017, 04:03   # 114
yossarian
Pareidoliker & Oneironaut
 
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Mitglied seit 30. June 2003

Beiträge: 5.918


yossarian ist offline
Am besten nicht wählen gehen

Demnach dürfte man auch nicht wählen gehen, denn die meisten Parteien und Politiker haben Dreck am Stecken, wenngleich sie nicht immer als Kriminelle bezeichnet werden können, da sie ja selbst ihre eigenen Gesetze machen.
CDU: immer noch keine verlängerte Verjährung für Pädofilie, denn man will die Priester schützen.
Grüne wollen ebenso eigene Pädofile decken,
Kanzlerin missachtet Gesetze betr. Einwanderung.
SPD-Kanzlerkandidat Schulz deckte seinen korrupten Spezi Juncker statt ihn zu kontrollieren.
Die Linke finanziert sich von halblegalem Stasi-Geld. Hat jede Menge Stasi-Verbrecher in ihren Reihen.
FDP deckt Steuersünder.
CSU ist ein einziger krimineller Haufen. Siehe die Bücher von Wilhelm Schlötterer.
AfD hat einen kriminellen Sympathisanten, den vielfach vorbestraften PEGIDA-Redner Lutz Bachmann.

Aber jetzt lenken wir nicht von diesem interessanten Thema ab. Ist ein Mensch in der Lage, eigene Entscheidungen für sich zu treffen, oder gibt es Ausnahmeregelungen für in Loverboys verliebte junge Frauen, die für ihr Versagen andere in's Gefängnis gehen lassen wollen?
__________________
Wer glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, scheitert am Gelächter der Götter. (frei nach Albert Einstein)
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Alt  14.08.2017, 00:18   # 113
wüstenwind
 
Mitglied seit 4. February 2015

Beiträge: 888


wüstenwind ist offline
oder mal so

DIE Un-ZEIT
Es gibt keine harmloses Emma-Zeitschriften-Kaufen: Euer Geld hilft einer Verbrecherin

Alice Schwarzer ist Geschäftsführerin und offenbar sei Juli 2016 vorbestraft wegen Steuerhinterziehung und sie wurde offenbar zu einer sechsstelligen Strafzahlung verurteilt

http://www.emma.de/impressum-306559
Zitat:
EMMA Frauenverlags GmbH
Bayenturm, 50678 Köln
T 0221/606060-0
Fax 0221/606060-29
E-Mail: info(at)emma.de
www.emma.de

Herausgeberin und Geschäftsführerin
Alice Schwarzer

Büro der Herausgeberin
Margitta Hösel

Redaktion
Alice Schwarzer, Alexandra Eul, Chantal Louis, Angelika Mallmann (Chefin vom Dienst)
DIE Un-ZEIT
Es gibt kein harmloses Autofahren: Euer Geld hilft Verbrechern

Dieselskandal, Preisabsprachen, ...

DIE Un-ZEIT
Es gibt kein harmloses Pizzaessen: Euer Geld hilft Verbrechern
Die Mafia verdient mit...

DIE Un-ZEIT
Es gibt kein harmloses Klamottenshopping: Euer Geld hilft Verbrechern
Unter teils menschenverachtenden Bedingungen müssen Menschen in armen Ländern für die reicheren Länder im Textilbereich arbeiten...

DIE Un-ZEIT
Es gibt kein harmloses Lebensmitteleinkaufen: Euer Geld hilft Verbrechern
Immer wieder Lebensmittelskandale, zuletzt das mit den Hühnereiern - und sogar Bio-Eier waren vereinzelt betroffen...

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Es gibt eigentlich überhaupt nichts, wo man sich 100% sicher sein kann, dass das ausschließlich guten Zwecken dient. Noch nicht einmal bei Spenden für einen guten Zweck weiß man das.
Sicher ist es auch so, dass durchaus noch zu differenzieren ist, welchen Einfluss die einzelnen Punkte auf die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Opfer haben aus Sicht eines einzelnen Käufers sowie aus Sicht der gesamten Käuferschar.


Damit will ich nicht zum Ausdruck bringen, dass man nicht mit offenen Augen durchs Leben gehen soll.
Man soll das offensichtliche Unrecht nach Möglichkeit nicht vergrößern, wo man es erkennt.
Im Hinblick auf die Prostitution: wenn ich z.B. denken würde "Das Mädel ist doch höchstens 14 Jahre alt" - dann sollte ich Abstand nehmen...

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Alt  13.08.2017, 23:57   # 112
Gulman
Genießer
 
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Mitglied seit 9. September 2013

Beiträge: 738


Gulman ist offline
@Wüstenwind

Zitat:
Ich hatte eine Nachbarin - hübsches Mädel in guten familiären Verhältnissen - ich hatte selbst ein gewisses Interesse an ihr. Aber auch wenn sie mich sehr nett fand und mochte - sie stand halt auf andere Kerle. Welche, die ihr durch körperliche Züchtigung ihre Zuneigung zeigten.
Das nennt sich BDSM (im weitesten Sinn) - und so ist es nunmal, jeder hat andere Vorlieben, genau, wie du es beschreibst. Und so seltsam das für manche klingt, auch im BDSM basiert es auf Freiwilligkeit - was viele den BDSMern absprechen wollen. Da sehe ich durchaus eine Parallele zum Beruf Prostituierte(r) - das basiert auch auf Freiwilligkeit, was viele absprechen wollen.

Und bei beiden gilt: Wird es erzwungen, dann ist es ein Verbrechen. Basiert es auf Frewiliigkeit, ist es ein Grundrecht (beim BDSM) bzw. ein Recht (bei der Prostitution) - oder auch ein Grundrecht (freie Berufswahl? Bin kein Jurist)

Leider werden Fälle, bei denen ein Verbrechen vorliegt, auf alle gemünzt, weshalb auch BDSM bei vielen einen schlechten Ruf genießt. Leider...
__________________
Manch einer, der vor der Versuchung flieht, hofft doch heimlich, dass sie ihn einholt.

(Giovanni Guareschi)

Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat.

(Giovanni Boccaccio)
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Alt  13.08.2017, 23:45   # 111
vampirlady
 
Mitglied seit 6. March 2014

Beiträge: 230


vampirlady ist offline
ach und noch was...

bitte nicht immer so schwarz und böse denken...nicht jede hure hat einen zuhälter!!!!!!
ich liebe diesen job von herzen...erstmal gutes geld und dann die menschlichkeit erleben...nirgendwo anders
kommst du jemanden so nah...und damit meine ich nicht ficken!!!
frauen werden auch in "normalen" beziehungen verprügelt und ausgenutzt! genauso andersrum...wieviele
normale hausfrauenschlampen gibt es, die männer ausnehmen, eiskalt! also bitte...
die meissten ausländerinnen haben loverboys...aber auch die mädels werden irgendwann schlauer...das ist
das leben...jeder muss lernen!!!!!
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Alt  13.08.2017, 23:38   # 110
vampirlady
 
Mitglied seit 6. March 2014

Beiträge: 230


vampirlady ist offline
william masters ✌️

erstmal meinen respekt, sehr schön geschrieben ☺️ das mein ich ernst, auch wenn ich in vielen dingen anderer meinung bin 🙈
ich denke, wenn es uns huren nicht mehr gäbe, kämen ganz schön viele unschönere geschehnisse 🤢
klart man sagt immer so leicht daher, dann gibt es mehr vergewaltigungen...viele antworten dann...das ist ein
kriminelles argument "weil vergewaltigung strafbar ist" das darf es also nicht geben!!!
tja aber es geht hier nicht nur ums "ficken" oder "kuscheln" ...das ist der kleinste teil den wir haben 😉
zu uns kommen auch richtige psychos, pedophile "im rollenspiel", vergewaltiger "im rollenspiel" und noch
viiiiiieeeele andere schöne praktiken, wovon ein normaler mensch, nicht mal träumen will!! was denkst du was
passieren würde, wenn diese männer das alles nicht bei uns ausleben könnten???
erstmal schenken diese gäste uns unendlich viel vertrauen...ich denke nämlich es ist sehr schwer, jemand
fremden zu sagen "kannst du mir in den mund sch......" oder darf ich dein baby sein, oder willst du meine kleine tochter sein....! ich bin froh, dass ich dieses vertrauen bekomme....denn wenn wir nicht diese
fantasien mit ihnen lebendig werden lassen....kann es sein, dass diese fantasien irgendwann real ausgelebt
werden!
das ist meine meinung....
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Danke von
Alt  13.08.2017, 03:23   # 109
Don Loco
 
Mitglied seit 19. April 2015

Beiträge: 50


Don Loco ist offline
Liebe sar30,

bei den Beiträgen meiner geschätzten Kolleg*innen bzgl. Frau Norak ging es keineswegs um eine Verharmlosung, sondern um eine – dringend nötige - Richtigstellung.

Frau Norak hat sicher eine schlimme Zeit hinter sich, aber nicht wir sind hier die Blinden, sondern sie selber, denn sie überträgt unreflektiert ihre subjektiven Erfahrungen als Zwangsprostituierte auf praktisch alle SDL weltweit. Wir alle hier wissen aus Berichten von diversen SDL, dass diese These ebenso lächerlich wie falsch ist.

Diese Unterstellung konterkariert zudem ein Kernprinzip des Feminismus, nämlich das Selbstbestimmungsrecht der Frau. Dieses hat natürlich auch dann zu gelten, wenn es einer Frau Norak oder einer Frau Schwarzer nicht in den Kram passt!

Deswegen benutzt Frau Schwarzer ja auch den Trick, allen SDL, die angeben, diesen Job lieber zu machen als Sanifair oder Discounter oder Altenpflegerin (was ich übrigens durchaus nachvollziehen kann) zu unterstellen, sie seien schlicht irre oder von Männern „indoktriniert“. Wenn sie nämlich zugeben würde, dass es intelligente Frauen gibt, die diesen Job von sich aus machen wollen, hätte sie ein Riesen-Problem.

Nein, bei allem Respekt für Frau Noraks Leidensweg- sie war definitiv eine bedauernswerte echte Zwangsprostituierte und hat aus dieser Zeit sicher psychische Traumatas erlitten und sollte diese auch dringend aufarbeiten – will diese Dame nun Juristin und damit Akademikerin werden.

Als Akademiker und Wissenschaftler erfüllt es mich mit großer Sorge, wenn Personen, die sich (aus welchen Gründen auch immer) auf einem erkennbar emotionalem, hasserfüllten, intoleranten Kriegszug befinden, die unreflektiert verallgemeinern, nur die Seite hören, die sie hören wollen und die andere ignorieren, also grob unwissenschaftlich arbeiten, auf dem Weg zu verantwortungsvollen Positionen sind.

Könnt Ihr Euch noch an den Da Vinci Code erinnern? Man sieht nur, was man sehen will…

Aber gerade als Akademiker habe ich die Verpflichtung, auch das zu sehen, was ich nicht sehen will – auch und gerade auf die Gefahr hin, dass meine These dadurch falsifiziert wird. Desweiteren muss ich mit kühlem Kopf und klarem Verstand objektiv, reflektiert und differenziert analysieren. Da habe ich bei der Frau Norak so meine Zweifel...

Lg
Euer Don

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Alt  12.08.2017, 20:20   # 108
E.B.
 
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Beiträge: 1.037


E.B. ist offline
Und wo bleibt denn bitte die komplementäre Webseite, die www.no-golddiggers.de heisst und das Treiben von Frauen anprangert, die finanziell gut aufgestellte Männer mittels Vorspiegelung von Liebe&Freundschaft um ihr Erspartes/Ererbtes bringen, weil das Ziel von vornherein die lukrative Scheidung ist?
Fühlen sich diese Männer hinterher nicht benutzt, leer, ausgelaugt?

Und wo bleibt eigentlich www.no-shoes-and-garments-from-asia.de, die anprangert, dass die ganzen Wohlstandsb******n hier stündlich was anderes anziehen, wöchentlich zweimal shoppen, der Planet deswegen mit Polyesterfabriken, Chromgerbegruben und künstlich bewässerten Baumwollfeldern überzogen wird und die armen Asiaten*familien* vom Kind bis zum 45jährigen Greis trotzdem kaum von von ihrer Arbeit leben können?

Die Tusse in dem Schrieb von "Geneviève Hesse" hätte halt nur nein sagen müssen, und statt mit schnell verdientem Geld mit etwas langsamer verdientem Geld auskommen müssen. Sie hatte eine Wahl, aber war zu schwach/bequem/whatever... Wohlstandsproblem.

Die textil arbeitenden Asiaten haben *keine* Alternativen, ausser Verhungern.

Ich geh wieder in meine Gruft, weil ich bin gerade sooo betroffen bin wegen Frl. Hesses moralinsaueren Holzschnitt-Theater
__________________
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Alt  12.08.2017, 19:15   # 107
yossarian
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yossarian ist offline
Richtig. Was sie tut, ist ihre Sache, was andere tun ist deren Sache.
Aber ganz so einfach ist die Sache nicht. Wenn sich junge Mädchen und Frauen in Hörigkeiten begeben, geben sie ihre Autonomie als Individuen auf. Wenn sie was Sinnvolles tun will, soll sie junge Mädchen vor solchen Irrwegen warnen. Eigentlich auch eine Sache für das Familienministerium und die Schulen. Auch für den Feminismus.
Bestraft gehören die Loverboys, nicht die Freier. Die dummen Gören bestrafen sich selbst.
__________________
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Alt  12.08.2017, 18:47   # 106
francoise
 
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Beiträge: 301


francoise ist offline
Das tut hier keiner. Aber wir setzen uns gegen die Brutalität zu Wehr, mit denen der Autor Johannes Böhme gegen die Rechte der Individuen vorgeht. Und gegen solche Vereinfachungen wie die Gleichsetzung "Prostitution = Loverboys".

Zitat:
Zitat von Johannes Böhme
Weil es einen einfachen ökonomischen Mechanismus gibt: Je liberaler die Prostitutionsgesetzgebung, desto mehr Menschen werden von kriminellen Banden ins Land geschmuggelt.
Ein rhetorischer Taschenspielertrick der übelsten Sorte. Das ist das totalitäre Denkmuster, gegen das man sich wehren muss.
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Alt  12.08.2017, 14:32   # 105
sar30
 
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Beiträge: 415


sar30 ist offline
könnt ihr bitte anderes als loverboys und ihre opfer (minderjährige und junge frauen mit kindern) verharmlosen.

http://www.no-loverboys.de/
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Alt  12.08.2017, 13:33   # 104
yossarian
Pareidoliker & Oneironaut
 
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Beiträge: 5.918


yossarian ist offline
Diese Frau ist immer noch nicht erwachsen ...

... und man kann nur hoffen, dass sie nie Richterin oder Staatsanwältin wird.
Anstatt zuzugeben, dass ihre Tätigkeit als Prostituierte aufgrund fehlender Fähigkeit zu einem selbstbestimmten Leben geschah, geht sie nun wieder den falschen Weg. Mit dem Verbot will sie wohl nur ihre unbewusste Neigung zur Promiskuität konterkarieren. Mit Verboten erreicht man gar nichts, sondern nur damit, dass man möglichst früh im Leben lernt, sein eigenes Leben reflektiert in die eigene Hand zu nehmen und verantwortungsvoll zu gestalten.
Wenn sie sich von einem Loverboy zu einer Tätigkeit verleiten lässt, die sie im Nachhinein vehement ablehnt, zähle ich sie nicht zur Gattung homo sapiens. Dazu zähle ich nicht Menschen, die von einem Extrem ins andere fallen. Erst Prostituierte, dann vehemente Gegnerin, solche Menschen halte ich für gefährlich.
Sie erinnert mich an Magda Goebbels. Die wollte erst mit einem orthodoxen Juden nach Palästina auswandern, dann wurde sie zur fanatischen N*zifrau. Ihr Ende dürfte bekannt sein.
__________________
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Alt  12.08.2017, 13:04   # 103
Professor_Ritze
 
Mitglied seit 2. August 2017

Beiträge: 24


Professor_Ritze ist offline
Also ich geh so 1 bis 2 mal die Woche in FKK Clubs und gönne mir dann meistens eine halbe Stunde mit einer SDL. Was bei den Huren im Hirn vorgeht würde ich auch gerne wissen.

Was mir auffällt ist die Tatsache, dass die Huren mit so viel Einsatz bei der Sache sind. Die holen sich regelmässig ihren eigenen Orgasmus bei mir ab. Würde es ihnen keinen Spass machen oder wäre größerer Zwang dahinter würde das sicher nicht so ablaufen.
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Alt  12.08.2017, 11:30   # 102
Stiller Zecher
 
Mitglied seit 24. May 2017

Beiträge: 14


Stiller Zecher ist offline
Gut(es) geschrieben, macht mich echt nachdenklich.
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Alt  07.08.2017, 12:11   # 101
mikeuk
 
Mitglied seit 20. June 2003

Beiträge: 372


mikeuk ist offline
So einen Fall kenn ich auch, ähnlich ist es wohl mit den Frauen, die in den Frauenhäusern landen und immer wieder zu den Typen zurückkehren, die sie verprügeln.
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Danke von
Alt  07.08.2017, 11:14   # 100
francoise
 
Benutzerbild von francoise
 
Mitglied seit 19. August 2012

Beiträge: 301


francoise ist offline
So funktionieren diese Mechanismen eben. Manche Frauen werden von diesem Typ Mann angezogen.

Wenn so einer dann Prostitution verlangt, bekommen sie die in vielen Fällen - und zwar freiwillig!

Passt natürlich vielen nicht ins Weltbild.
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Alt  07.08.2017, 09:52   # 99
wüstenwind
 
Mitglied seit 4. February 2015

Beiträge: 888


wüstenwind ist offline
Ich wollte übrigens keinesfalls kleinreden, dass die Loverboy-Masche eine perfide Geschichte ist.
Aber auch die hat als solche a priori rein überhaupt nichts mit der Prostitution zu tun.

Ich hatte eine Nachbarin - hübsches Mädel in guten familiären Verhältnissen - ich hatte selbst ein gewisses Interesse an ihr. Aber auch wenn sie mich sehr nett fand und mochte - sie stand halt auf andere Kerle. Welche, die ihr durch körperliche Züchtigung ihre Zuneigung zeigten.
Genau dieselbe Geschichte ist bei der Tochter eines Freundes, die in guten Verhältnissen aufgewachsen ist. Familie intakt, keine finanziellen Sorgen, kein Alkoholismus, ... und die sucht und findet ein Früchtchen von einem Freund. Der buttert sie unter ohne Ende. Und alle Interventionen der Eltern führen nur dazu, dass sie ihn mehr verteidigt und dass es letztlich zu einem Bruch mit den Eltern und der Schwester kommt.
Nix mit Prostitution wohlgemerkt.
Aber ihr Schicksal hat sie doch selbst gesucht und gefunden.
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Alt  07.08.2017, 09:41   # 98
francoise
 
Benutzerbild von francoise
 
Mitglied seit 19. August 2012

Beiträge: 301


francoise ist offline
@Wüstenwind,

sehr treffender Kommentar!

Diese Schmonzetten (Huschke Mau ...) haben alle das gleiche Grundmuster und sind austauschbar. Sie ließen sich auf praktisch alle anderen Berufe übertragen. Ich halte sie für Fakes - möglicherweise aufgepfropft auf die Geschichte eines Scheiterns.
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Alt  07.08.2017, 09:34   # 97
wüstenwind
 
Mitglied seit 4. February 2015

Beiträge: 888


wüstenwind ist offline
Meine Meinung:
Mal wieder eine, die ihr Leben nicht in den Griff bekam und dafür nicht die Schuld bei sich suchen mag.
Und da es da genügend Beifall von manchen gibt weil das ja quasi auf der Hand liegt ist die Prostitution die Schuldige.
Ironischerweise sind es dabei dann u.a. Prostituierte und im Bereich der Prostitution Tätige, die ihr halfen, ihr Leben in den Griff zu bekommen.


Nehmen wir mal an, es hätte nie Prostitution gegeben. Dann wäre das Mädel durch die gleiche Familiengeschichte durchgegangen und wäre demselben Loverboy hörig geworden. Der hätte sie dann aber in irgendeine andere "wirklich ehrbare" Tätigkeit gezwungen, die sie aber nicht gewollt hätte - und hätte ihr den Lohn dafür abgenommen. Und die Dissoziation hätte sie auch gemacht.
"Er zwang mich dazu, dass ich in einem Call Center Leuten etwas verkaufen sollte, womit ich mich nicht identifizieren konnte."
"Er zwang mich dazu, dass ich im Theater auf der Bühne vor Publikum aufspielte obwohl mir das so zuwider war."
"Er zwang mich in ein Medizinstudium und die Ausübung des Berufs einer Medizinerin obwohl ich da völlig überfordert war und sowieso kein Blut sehen kann - und jede Nacht wachte ich auf mit Panikattacken mit Gesichtern von Leuten, die ich möglicherweise falsch behandelt habe"
"Er zwang mich, auf einer Bohrinsel zu arbeiten obwohl mir diese harte Arbeit überhaupt nicht liegt und obwohl ich panische Angst vor Wasser und vor allem vor dem Hin- und Zurückflug mit dem Hubschrauber hatte"
"Er zwang mich dazu, im Kindergarten zu arbeiten obwohl ich einen Schreikrampf kriegen könnte wenn ich mit solch einer Horde lauter Kinder zu tun habe"

Die Liste lässt sich lange fortsetzen mit Jobs, die man nicht machen möchte. Und wenn man in die reingezwungen wird, dann nimmt die Seele Schaden.


Auch in sehr vielen Jobs, die einem Freude bereiten und die man freiwillig ausübt verändert sich die Seele im Laufe der Zeit. Wie kommt es wohl, dass u.a. Polizisten oder Pfarrer besonders von Alkoholismus bedroht sind. Dürfte mit dem Job zu tun haben - und das sind zwei Berufsgruppen, die ansonsten ja wohl über jeden Zweifel erhaben sein dürften.


Ich kann mir kein Urteil anmaßen, wie sehr oder wie wenig die Prostitution einen belastet - das hängt aber ziemlich sicher davon ab, wie gerne man einerseits körperliche/sexuelle Kontakte hat und andererseits in welchem "Kundensegment" man unterwegs ist bzw. mit welchen Freiern man zu tun hat (und das erkennt man wohl nicht immer im Vorfeld, dass da ein Normalo plötzlich austicken wird).
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Alt  05.08.2017, 21:05   # 96
William Masters
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William Masters ist offline
Weiter im Einsatz, die veröffentlichte Meinung für euch zu dokumentieren: Es herrscht zur Zeit das Sommerloch, da wird ein bisschen Abgrund aus dem Sexgewerbe immer gerne genommen.

SPIEGEL-ONLINE, 5. August 2017 als "Aufmacher"

Frühere Prostituierte
"Es war Seelenmord"

Ein Loverboy machte sie gefügig, sechs Jahre lang schaffte Sandra Norak an. Dann kämpfte sie sich frei. Heute studiert sie Jura und hat ein großes Ziel: die Abschaffung der Prostitution.

Von Geneviève Hesse


In ihren zarten Gesichtszügen deutet nichts darauf hin, was die blonde, zierliche 27-Jährige von 2008 bis 2014 durchgemacht hat. Sechs Jahre als Escort-Mädchen, als Prostituierte in verschiedenen Bordellen, Flatrate-Sex, freundliche Familienväter, die "zum Monster wurden", wie sie sagt, Panikattacken, Atemnot, nur mit viel Alkohol ließ sich das ertragen.

Jetzt sitzt Sandra Norak* in Jeans und weitem Pulli in einem Park irgendwo in Süddeutschland. Ihr Wohnort soll nicht genannt werden, ebenso wie ihr echter Name, das war die Bedingung für ein Treffen. Sie will sich schützen vor ihrem alten Leben, aber sie will auch nicht länger darüber schweigen.

Zu ihren Füßen ruht ihr Jagdhund, über die ganze Zeit des Gesprächs. Die Belege über ihr altes und ihr neues Leben hält Sandra Norak fest in ihren Händen: alte Steuererklärungen aus der Zeit als Escort, aktuelle Bescheinigungen aus dem Jura-Studium. Sie lächelt viel, sehr viel. "Soll ich lieber weinen?", sagt sie scherzhaft und schaut mit forschen, grün-grauen Augen.

Unter ihrem Pseudonym schreibt Sandra Norak seit März 2016 den Blog "My Life in Prostitution". Eigentlich wollte sie erst nach dem Ende ihres Studiums an die Öffentlichkeit. Aber sie hielt die Darstellung der Prostitution als gesetzlich geregelte Sexarbeit nicht mehr aus. In ihren Augen ist das eine schlimme Verharmlosung.

"Dein Spaß ist mein Horrortrip"

Norak unterstützt die Kampagne "Rotlichtaus", die der Beratungsverein Sisters e.V. im Juni vorstellte. Mottos der Kampagne lauten: "Dein Spaß ist mein Horrortrip" oder "Du kommst und ich verkomme". Norak reiht sich ein in eine wachsende, internationale Bewegung von Aussteigerinnen. Ihr Ziel: die Abschaffung der Prostitution. Die Mittel, mit denen das gelingen soll: Strafen gegen Freier, Ausstiegshilfen für Prostituierte.

"Ich mische jetzt mit", sagt Norak mit sanfter, aber klarer Stimme. "Damit Deutschland aufhört, blind zu sein. Denn es gibt keine gute Prostitution, auch wenn viele Frauen sich ihre Probleme nicht anmerken lassen."

Norak hat es selbst erlebt: Sie war zu schwach Hilfe anzunehmen, obwohl sie dringend welche gebraucht hätte. Zu Hause hatte sie Probleme mit ihrer Mutter, der Vater hatte die Familie längst verlassen, da lernte sie im Internet einen 20 Jahre älteren Mann kennen, der ihr versprach, dass alles besser werde. Er täuschte ihr Liebe vor, es war die typische Loverboy-Masche. Norak wurde so emotional abhängig von ihm, dass sie noch als Schülerin in den Ferien in einem Flatrate-Bordell anschaffen ging, weil er es von ihr verlangte. Schließlich zog sie zu ihm und zwei Ex-Prostituierten in eine Wohnung.

"Ich hatte damals kein Opferbewusstsein", sagt Norak. Und sie hatte keine Freunde, denn sie hatte sich abgekapselt, war isoliert und der Loverboy ihre einzige Bezugsperson. "Er hatte mich so programmiert, dass sein Umgang mir zuerst als normal vorkam. Als ich merkte, dass alles Lug und Betrug war, steckte ich schon zu tief drin."

Etwas in ihr ist zerbrochen

Jahrelang floss alles Geld, das sie verdiente, an ihren Zuhälter. Die Abhängigkeit ging so weit, dass Norak selbst dann nicht gegen ihn aussagte, als sie die Chance hatte. Eines Tages holte die Polizei sie aus der Wohnung - jemand hatte einen anonymen Hinweis gegeben, um sie zu retten. Bis heute weiß sie nicht, wer es war. "Drei Stunden lang habe ich auf der Polizeiwache erzählt, dass alles in Ordnung ist. Ich glaubte nicht an ein anderes Leben, in dem ich wertgeschätzt werde", sagt Norak. "Ich sah nicht, in welche Gewaltspirale ich hineinrutschte."

Heute sagt sie: Solange die Polizei von der Aussage der Prostituierten abhängig ist, um zu intervenieren, hat sie kaum Handhabe. Die Frauen reden nicht über ihr Leid - vor allem, wenn sie kein Deutsch können. "Prostituierte versuchen, sich der Gewalt anzupassen, um zu überleben. Sie nehmen es hin, ein Fußabtreter zu sein - aber es bleibt trotzdem schwere Gewalt."

"So gut wie keine Frau kommt da heil raus", sagt Norak und meint auch sich selbst: "Die Prostitution hat etwas in mir zerbrochen. Es war Seelenmord."

Sandra Norak schaffte es langsam, sich aus der Prostitution freizukämpfen. Der erste Schritt war der Auszug aus der Wohnung ihres Zuhälters. Eine Bordellbetreiberin gab ihr ein kleines Zimmer im Keller des Klubs. Norak gab ihr Geld noch immer bei ihm ab, aber jetzt musste er es sich holen. Mit der Zeit lernte sie dort andere Prostituierte näher kennen, wurde selbstsicherer, gewann neue Ansprechpartnerinnen und Bezugspersonen. Sie halfen ihr, sich weiter von ihrem Zuhälter zu distanzieren.

Sie suchte nach Alternativen, es war ein Kraftakt. Tagsüber schippte sie in einem unbezahlten Zoo-Praktikum Mist, nachts bediente sie Freier im Bordell und lernte für ihr Fernabitur. Sie zog in eine eigene kleine Wohnung. Norak wollte sich etwas aufbauen, sie wollte mehr als nur die abgebrochene 12. Klasse im Lebenslauf haben. Das Jobcenter sei keine Option gewesen: "Ich fühlte mich gesellschaftsunwürdig".

Norak bekam einen Mini-Job als Pferdepflegerin. "Es waren täglich um die 40 Pferdeboxen auszumisten. Ich litt an Fersensporn und Sehnenscheidenentzündungen. Aber es war alles besser, als mich in der Prostitution weiter zerstören zu lassen."

Mit der Zeit trat sie selbstbewusster gegenüber ihrem Zuhälter auf und löste sich letztlich ganz von ihm. Es war ein langer Prozess, zwischendurch habe es auch Druck gegeben, sagt Norak. Aber am Ende habe sie als Prostituierte ohnehin kein Geld mehr verdienen können, es ging nicht mehr, und schließlich habe der Zuhälter sie in Ruhe gelassen.

Anfang 2014 folgte eine qualifiziertere Vollzeit-Stelle auf einer Reitanlage - ihr Türöffner zu einem Leben ohne Freier. Sie schaffte das Abitur und begann mit dem Studium.

Innerlich auf der Flucht


Direkt nach dem Ausstieg war ihr Körper wie taub, ihr war ständig schwindelig, sie stotterte und konnte keinen Gedanken zu Ende bringen. "Es war alles durch die Prostitution bedingt", sagt sie. Norak hatte mit posttraumatischem Stress zu kämpfen. "Sich von fremden Menschen tagtäglich penetrieren zu lassen, erfordert einen Schutzmechanismus des Gehirns, um dabei abschalten zu können. Diesen Mechanismus wurde ich lange Zeit nicht los. Ich hatte verlernt, im Augenblick zu bleiben." Sie blieb weiterhin innerlich auf der Flucht, auch wenn die aggressive Umgebung nicht mehr da war.

Für die Abspaltung des Empfindens, die "Unerträgliches erträglich macht", kennt sie jetzt den Fachbegriff: Dissoziation. Aus der Literatur über Trauma und Prostitution lernte sie über sich: "Als Kind dissoziierte ich schon im Umgang mit meiner psychisch kranken Mutter. Ich fing auch an, mich selbst zu verletzen. Der Schritt zur Prostitution ist dann kein großer mehr. Dort schaltete ich weiter automatisch ab, um die Worte und die Handlungen der Freier ertragen zu können. Später brauchte ich Alkohol, um meine Panikattacken mit Atemnot vor jedem Zimmergang zu stoppen."

Ihre Rettung war die Arbeit auf der Reitanlage. Von kranken Pferden lernte Norak, ihre verlorene Identität wiederzufinden: "Die Pferde haben mich erst angenommen, als ich meine authentischen Gefühle von Trauer und Verzweiflung nicht mehr verbarg. In ihrer Sprache machten sie mich darauf aufmerksam, wer ich bin - wenn ich es vergessen hatte. Sie lehrten mich, dem Augenblick nicht mehr zu entfliehen, sondern ihn zu leben und dabei glücklich zu sein." Stück für Stück übertrug sie diese positive Erfahrung auf den Umgang mit Menschen.

Eine Beziehung kann sie sich nicht mehr vorstellen

"Dunkle Phasen" erlebt sie heute noch. Wird in ihrem Leben eine Bekanntschaft tiefgründiger, geht sie auf Distanz. Männer verurteilt sie nicht per se, aber eine Beziehung mit ihnen kann sie sich nicht mehr vorstellen.

Trotz der schlimmen Erlebnisse könne sie ihr neues Leben genießen, sagt Norak: "Meine kleine Wohnung, das Lernen an der Uni, die Natur, die Tiere, die Begegnung mit engagierten Menschen, die Gespräche mit meinen Kommilitonen." Und sie ist erfolgreich, die Jura-Zwischenprüfung hat sie bereits abgelegt.

Das Jura-Studium ist kein Zufall: Mit ihrer neuen Lebenskraft will Sandra Norak vor allem "den 90 Prozent Frauen aus Osteuropa helfen, die keine Stimme in der Prostitution haben". Sie habe gesehen, wie viele von ihnen zugrunde gingen. Ohne die deutsche Sprache hätten sie "kaum eine Chance auszusteigen".
__________________
Im Dienst der Wissenschaft

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Alt  10.04.2017, 23:34   # 95
wüstenwind
 
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Beiträge: 888


wüstenwind ist offline
So langsam reicht es wohl...

Das ist der Beginn des von mir verlinkten Artikels
Zitat:
Moderne Sklaverei ist ein weiter Begriff. Mit schweren Ketten und Peitschenhieben hat er in den meisten Fällen nichts zu tun - sondern vor allem mit Abhängigkeitsverhältnissen und Menschen, die ausgenutzt werden. Die australische Organisation "Walk Free Foundation" definiert in ihrem Index als moderne Sklaverei alle Situationen, in denen Menschen die Kontrolle über ihren Körper oder über die Art ihrer Arbeit entzogen wird.
und die Definition trifft ganz sicher auch auf den einen oder anderen Angestelltenjob zu - trotz der sozialen Errungenschaften, die Du aufgeführt hast. Die Tatsache, dass Du nicht betroffen bist heißt nicht, dass es das nicht gibt. Und ich kann Dir aus meiner beruflichen Erfahrung sagen, dass Du sogar in namhaften Großunternehmen Fälle finden wirst, die diese Definition erfüllen. Bis in Akademikerkreise hinein. Das steht und fällt mit den jeweiligen Leuten und dem Arschlochfaktor.

Aber jetzt lieber wieder zurück zu den Freiern...
Der böse Freier Rene geht möglicherweise auch zum Textildiscounter zum Einkaufen und fördert mit seinem Geld also auch das Böse in der Welt der Textilproduktion, insbesondere in der Gegend in und um Indien. Vielleicht hat der Freier Rene es dann doch irgendwie geschafft, Nachwuchs zu zeugen - wie viele Freier hier im LH auch (die sind dann wohl doch nicht alle so hässlich wie der Rene, dass sie keine abbekommen würden) - und dann kauft er möglicherweise Kinderspielzeug aus chinesischer Fertigung - und fördert so das Leid in China.

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Alt  09.04.2017, 19:38   # 94
Gemmazimma
A bissl wos geht imma
 
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Gemmazimma ist offline
Zitat:
von wüstenwind: Was ist denn los mit Dir? Du bist doch sonst ganz "normal". Weshalb versuchst Du mir da irgendwelches Zeugs unterzuschieben? Ich habe kein Problem mit Dir und will Dir auch nicht am Zeugs flicken
@ wüstenwind: Normal bin ich auch jetzt, schiebe gar nichts unter und hoffe, auch Du flickst nur ohne 'l'
Aber manchmal muss man sich einfach aufregen über diese ewige Jammerei hierzulande.

Im post 67 ist ein Beitrag verlinkt, in dem verschiedene Arten von moderner Sklaverei zurecht angeprangert werden und im folgenden Absatz behauptet, dass es für viele andere Angestellte nicht viel besser ist. Die Mehrzahl davon aber genießt m.E. mindestens 8 von 10 der von mir aufgezählten Privilegien und dazu noch einige andere mehr.

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Alt  09.04.2017, 19:34   # 93
Gemmazimma
A bissl wos geht imma
 
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Gemmazimma ist offline
Geschrieben oder nicht geschrieben

Zitat:
von Gemmazimma: aber dass Zwangsprostituierte eher in FKK-Clubs zu finden sind, glaube ich keinesfalls
Zitat:
von wüstenwind: Ich auch nicht. Habe ich ja auch nicht geschrieben
@Wüstenwind: Hast Du wohl, nur unwesentlich anders formuliert und von allen möglichen Prostitutionsformen als einziges explizit FKK-Clubs genannt:
Zitat:
von wüstenwind: In einem FKK findet man (wie ich mittlerweile annehme) bisweilen Zwangsprostituierte (gehört wohl zu "moderne Sklaven") neben angestellten oder selbstständig oder scheinselbstständig agierenden Prostituierten.
Zitat:
von Gemmazimma: Der gängige Vorwurf der Scheinselbstständigkeit in diesem Zusammenhang ist absurd
Zitat:
von wüstenwind: Diesen "gängigen Vorwurf" habe ich auch nicht gemacht
Weshalb dann bitte 'scheinselbstständig' im gleichen Satz? Ob man es Unterstellung oder Vorwurf nennt, spielt mbMn keine Rolle. Dass man militanten Prostitutionsgegnern ausgerechnet hier auch noch das Wort redet, kann ich nicht nachvollziehen.

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Alt  09.04.2017, 11:47   # 92
wüstenwind
 
Mitglied seit 4. February 2015

Beiträge: 888


wüstenwind ist offline
@stb99
Ich kann mir vorstellen, dass da noch gar nicht einmal Geld fließen muss, dass man als Polizist ein grundsätzliches persönliches Interesse daran hat, dass der Umgang mit Zuhältern von vorneherein mit möglichst wenig Gewalt einhergeht.

@LoneleyJoe
Zitat:
oder wie letztens in HH, einfach die Türen der Zimmer eingetreten.
Da muss man dann als Betroffener vielleicht auch noch Glück haben, dass man nicht wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses belangt wird - weil man vor Zeugen (Kollegen!) in der durch Türeintreten geschaffenen Öffentlichkeit schließlich Sex hatte.
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Alt  09.04.2017, 11:23   # 91
stb99
Ruheständler
 
Mitglied seit 15. May 2002

Beiträge: 2.558


stb99 ist offline
@LonelyJoe

Zitat:
Wenn die Behörden etwas überprüfen wollten, könnten sie das ja mal bei diesen "Taxifahrern" tun.
Man kann auch gezielt wegschauen. Vor allem, wenn man irgendwo auf der Gehaltsliste steht.

Es ist bekannt, dass es zwischen Zuhältern und Behörden teilweise beste Zusammenarbeit gibt. Hochgenommen werden nur die, die sich nicht daran "beteiligen". Die anderen bekommen rechtzeitig ihre Hinweise.
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