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Alt  24.01.2016, 17:57   # 1
Darth Vader
genannt der Unflat.
 
Benutzerbild von Darth Vader
 
Mitglied seit 7. April 2002

Beiträge: 7.371


Darth Vader ist offline
AFD

Bild - anklicken und vergrößern
AfD-logo-567x410.jpg  
Man redet immer viel über diese Partei, aber hat schon mal einer das Parteiprogramm gelesen oder sich näher damit befasst?
Habe mir es mal zu Gemüte geführt und finde das die Punkte die dort stehen im großen und ganzen stimmig sind.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...5VgiGjI0PgeSfw

Und mal ehrlich gesagt die Parteien ( Politiker ) die wir jetzt im Bundestag haben sind nicht mehr das gelbe vom Ei.
Eine von Lobbyisten verseuchte Truppe, die von der Wirtschaft an Marionettenfäden geführt wird.
Es zählt zu viel die Partei und nicht mehr das Land. Wenn ich mir die letzten Parteitage so ansehe, kann von einer "freien" Meinungsäußerung nicht mehr die Rede sein.

PS
Der Rechtschreibteufel hat zugeschlagen.
Wäre natürlich ohne h.
__________________

Wer hinter meinem Rücken über mich lästert, befindet sich in einer guten Position um mich mal dezent am Arsch zu lecken.

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KOMMENTARE und ANTWORTEN dazu...
Alt  16.03.2017, 14:16   # 568
sar30
 
Mitglied seit 9. November 2011

Beiträge: 369


sar30 ist offline
ich stelle stützlis verlinkten artikel als ganzes ein.
ein excellenter beitrag.

https://www.nzz.ch/meinung/kommentar...uege-ld.150558

Zitat:
Trump, Le Pen und Co.
Populismus ist Lüge

Gastkommentar / von Boris Schumatsky / 13.3.2017, 05:30 Uhr

Der populistische Mythos, wonach der notorisch korrupten «Elite» das ewig unverbrauchte «Volk» gegenübersteht, treibt vielerorts sein Unwesen. Dabei funktioniert er inhaltlich desto besser, je weniger er für etwas Reales steht.

Populismus ist ein sinnloser Begriff, wenn man so die Politik nennt, die dem Willen des «populus» folgt. Denn dieses «Volk» existiert höchstens in den Parteinamen der Populisten. Es gibt kein einheitliches Volk mit einem einheitlichen Willen, und würde ein Populist wirklich nach diesem Volkswillen suchen, würde er rastlos und verzweifelt in der Welt herumirren wie einst das Gespenst des Kommunismus. Die real existierenden Populisten erinnern aber nun wirklich nicht an Spukgestalten wie den Geist von Hamlets Vater. Sie sind quietschfidel wie der real existierende Kommunismus, als er gerade aufhörte, ein Gespenst zu sein.

Populismus war lange ein politisches Schimpfwort. Die fröhliche Populistin Sahra Wagenknecht empfindet das immer noch so, aber andere, nicht weniger charmante Politiker wie Horst Seehofer oder Marine Le Pen, tragen ihren Populismus wie eine Monstranz vor sich her. Als «populists» hatte sich noch um 1890 die amerikanische Bauernbewegung bezeichnet. Später wurde der Senator Joseph McCarthy als Populist kritisiert, dann traf es die Umweltbewegung und zugleich Margaret Thatcher. Die Populismus-Keule schlug auf Linke und Rechte gleichermassen ein, bis endlich jemand kam, um den Populismus zu retten.

Von Lenin bis Laclau

Ein Politiktheoretiker an der University of Essex, Ernesto Laclau, hatte einst das ambitionierte Ziel, die politische Linke mit dem Populismus aufzurüsten. Das gelang vorzüglich. Immer mehr Linke satteln heute auf den Populismus um. Zugleich destillierte Laclau als Erster den wahren Kern dieser Politik. Heraus kam die Lüge.

Laclau macht nicht mehr den Fehler zu glauben, Populismus komme aus dem Volk. Es ist genau andersrum. Ernesto Laclaus Traktat «On Populist Reason» ist eine ausführliche Anleitung, wie man die eigene Politik zur «Plebs» bringt, um sie gegen die «Machthaber» aufzubringen. Diese Politik, und das ist wohl Laclaus wichtigste These, sollte so inhaltsleer wie nur möglich sein. Je unbestimmter sie ist, desto mehr Menschen können sich damit identifizieren und den Populisten zur «Hegemonie» verhelfen. Am besten eignen sich dafür «leere Signifikanten». Übersetzt heisst das: Lügen.

Laclau macht nicht mehr den Fehler zu glauben, Populismus komme aus dem Volk. Es ist genau andersrum.

Wie man Menschen manipuliert und ihnen seine Politik aufzwingt – das hat natürlich nicht Laclau erfunden. Noch 1902 schrieb Wladimir Iljitsch Lenin, dass das Proletariat nur an «Brot und Butter» denke und «das politische Klassenbewusstsein dem Arbeiter nur von aussen gebracht werden kann». So würde die Partei zur Avantgarde der revolutionären Kräfte und könne dem «spontanen Aufschwung der Massen» ihre eigenen politischen Ziele vorgeben. Wie dieser Trick von Lenin und Laclau in der Praxis funktioniert, führen zahlreiche Linke vor, die heute mit rechtsnationalen Parolen die Massen mobilisieren wollen. Das tut die griechische Syriza-Regierung, in der Laclaus ehemalige Studenten sitzen, das tun die Linksparteien in Frankreich und in Deutschland genauso wie ihre Mitstreiter quer durch Europa bis hin zu Jeremy Corbyns Labour.

Die wichtigsten Lügen aller Populisten heissen «Elite» und «Volk». Eine aktuelle akademische Definition des Populismus bietet der Princeton-Politikwissenschafter Jan Werner Müller: eine «Politikvorstellung, laut der einem moralisch reinen, homogenen Volk stets unmoralische, korrupte und parasitäre Eliten gegenüberstehen». Um diese beiden Lügen herum sind Tausende kleinerer Betrüge wie Kletterpflanzen gewachsen. Etwa die Lüge der «Umvolkung» durch die «Volksverräter». Auf diesen Lügen gedeihen dann weitere. Wem «Umvolkung» zu heikel ist, sagt «Flutung». Statt «Lügenpresse» geht auch «Lügenäther». Das Einheitsvolk umschreibt man durch das gemeinsame kulturelle «Fundament» oder gar «Überlieferungszusammenhang». In den letzten Jahren hat sich eine neue Sprache etabliert, die beschreibt, wie die Eliten uns Menschen aus dem Volk mit «Redeverboten» belegen, uns die Klimaerwärmung vorgaukeln, «Flüchtlingsarmeen» gegen uns schicken, unsere Kinder sexuell verderben und uns sogar den Fleischkonsum verbieten.

M wie Minarette oder Migranten

Dieses Vokabular populistischer Lügen wächst ins Endlose. Wenn eines verbraucht ist, wandeln die Populisten es gekonnt ab oder setzen ein frisches ein. Als Feindbild können die Medien leicht durch ein anderes M wie Minarette oder Migranten ersetzt werden. Fast alles, was die Populisten ihrem Volk in den Mund legen, ist austauschbar und ändert sich bisweilen ins Gegenteil. Marine Le Pen klang einst fast neoliberal und sogar europafreundlich. Sahra Wagenknecht war eine bekennende Internationalistin, heute nutzt sie fachgerecht fremdenfeindliche Rhetorik, spricht über Flüchtlinge, die ihr «Gastrecht» verwirken.

Schwierig wird es erst, wenn die Populisten zu sehr an die eigenen Lügen glauben.

Oft muss man staunend bewundern, wie gekonnt die populistischen Massenlügen eingesetzt werden. Jedes Mal entsteht der Eindruck, dass sie schon immer da waren. Im Moment ist weltweit Fremdenfeindlichkeit en vogue, fast könnte man sie für den Kern des Populismus halten. Aber nicht alles, was heute weltbewegend erscheint, hat die Welt immer bewegt. Vor wenigen Jahren war etwa die AfD eine Anti-Euro-Partei und verbrachte noch keine schlaflosen Nächte wegen der Umvolkung der Deutschen. Der Lieblingsfeind waren damals die faulen Griechen und nicht die muslimischen Migranten.

Die Feindbilder verbrauchen sich schnell. Wird der Migrant einmal nicht mehr stark genug die Gemüter erhitzen, wird man einen neuen Volksfeind brauchen. Ansätze dafür gibt es heute schon. Man könnte auf die «Fahrradfahrer und Vegetarier» tippen, um es mit dem Aussenminister der rechtspopulistischen Regierung Polens, Witold Waszczykowski, zu sagen. Sie gäben einen ganz brauchbaren Feind für die völkische «Kultur» ab, und man dächte dann wohl, das Volk wäre nie einer schlimmeren Gefahr ausgesetzt gewesen als den Zweirädern.

Auch die russische Nato-Lüge scheint immer da gewesen zu sein. Doch Wladimir Putin, der heute von der Nato angeblich eingekreist wird, wollte einst selbst Mitglied des nordatlantischen Bündnisses werden. Wenn solch grundlegende Lügen austauschbar sind, gehen einem die kleineren Lügen wie von selbst über die Lippen. Etwa Putins grüne Männchen auf der Krim, die die Uniformen angeblich in einem Geschäft geklaut hätten, oder Donald Trumps Rekordzahlen bei seiner Inauguration. Gerade Trump legt eine wahrlich rekordverdächtige Geschwindigkeit im Umgang mit den nützlichen Lügen an den Tag, wenn er seinem Volk immer neue Volksfeinde vor die Füsse wirft: Journalisten, Richter, Akademiker und nun wieder die Medien, alles in nur wenigen Wochen seiner Amtszeit.

Die postmoderne Leichtigkeit, mit der die Populisten ihre Lügen wechseln, ist für ihre Unterstützer nie ein Problem, denn die Lügen sind auf sie zugeschnitten. Laclaus leere Hülsen funktionieren in der Tat am besten. Problematisch wird es nicht, wenn die Lügen zu unglaubwürdig werden. «Das Gesindel frisst alles», so das inoffizielle Motto des russischen Medienpopulismus. Es wird erst schwierig, wenn die Populisten zu sehr an die eigenen Lügen glauben.

Das ist Putin vor zwei Jahren passiert. Bis dahin hatten vor allem immer wechselnde Fernsehlügen sein Regime getragen. Dann kam der Schock der ukrainischen Revolution, und vor lauter Erschütterung glaubte plötzlich der Kreml an eine der eigenen Lügen. Vielleicht war es auch Putin höchstpersönlich, der den fatalen Fehler machte und im Namen der «russischen Landsleute», die er als die «grösste geteilte Nation der Welt» bezeichnete, in einen echten Krieg zog, in dem Russland heute feststeckt. Auch Trump scheint in seine Lügen verliebt zu sein. Er ist kein guter Populist, weil er selbst zu leichtgläubig ist und an die eigene Unfehlbarkeit fester glaubt als der Papst. Sollte er als Lügen-Artist durchfallen, dann wohl deswegen, weil er sich zu fest an seine Lügen klammert. Ein guter Jongleur lässt die Bälle gleich wieder los, sonst stürzt ihm das ganze Luftgebilde auf die Nase.

Kampf um die Hegemonie

Das passiert den Populisten immer wieder, sobald sie an die Macht kommen oder wenn ihre Macht wackelt. Wie Erdogan vor seiner jüngsten Wende zur verschärften Repression wollen oder können sie sich nicht mehr aufs Lügen allein verlassen und greifen hart durch. Das wiederholte sich von Maduros Venezuela bis zu Kaczynskis Polen. Der Populismus, dem es in Wahrheit nur um die eigene «Hegemonie» geht, durchbricht letztlich alle «checks and balances» und führt zu Unterdrückung, Gewalt und dann Krieg.

Der Populismus ist unser kleiner Fundamentalismus ohne Fundament.

Aber solange der Populismus allein auf die Lügen setzt, kann er echte Fundamentalisten und Fanatiker zur Verzweiflung treiben. Die russischen Nationalisten haben Wladimir Putin lange gehasst, einige kämpften gegen das Regime im Untergrund. Als er aber für die «russische Welt» in den Krieg zog, feierten die Rechtsradikalen Putin, nur um heute wieder ernüchtert zu sein. Ihrer Meinung nach hat der Präsident die selbsternannten russischen Volksrepubliken in der Ukraine verraten. Auch die westeuropäischen Hardcore-Nationalisten, die den Populisten zum Erfolg verholfen haben, werden oft bitter enttäuscht. Marine Le Pen säuberte den eigenen Vater weg, Frauke Petry versucht gerade, den geschichtsvergessenen Geschichtslehrer Björn Höcke aus der AfD zu werfen, und in Trumps Weissem Haus gerät selbst Steve Bannon unter Beschuss.

Die politische Technik des modernen Populismus ist natürlich nicht neu. Es hat genug Herrschaftsmodelle gegeben, die auf Betrug und Manipulation setzten. Neu ist allein die der Postmoderne entliehene Inhaltsleere ihrer Politik, der Einsatz immer neuer Lügen. Die Populisten haben es so viel besser als etwa die Stalinisten und Faschisten vor ihnen, die an ihre Ideologie gefesselt waren, besser auch als die heutigen Islamisten, die von einem neuen Kalifat träumen. Populisten beschwören zwar auch das kulturelle oder religiöse Fundament ihrer Völker, aber sie können jederzeit etwas anderes aus dem Hut zaubern. Der Populismus ist unser kleiner Fundamentalismus ohne Fundament.

Boris Schumatsky, in Moskau geboren, lebt als Schriftsteller und Publizist in Berlin. 2016 erschienen bei Residenz «Der neue Untertan. Populismus, Postmoderne, Putin» und bei Blumenbar der Roman «Die Trotzigen».
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Alt  15.03.2017, 04:27   # 567
stützli
 
Mitglied seit 22. December 2015

Beiträge: 224


stützli ist offline
Treffender kann man das Phänomen "Populismus" nicht charakterisieren:

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare...uege-ld.150558
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Alt  09.03.2017, 17:55   # 566
Yannik
Rastafari
 
Benutzerbild von Yannik
 
Mitglied seit 22. November 2012

Beiträge: 562


Yannik ist offline
Zitat:
Ein Arschloch kann sich waschen, pudern, mit Duftwässerchen besprühen was auch immer. Es ist immer stinkende Scheiße was aus ihm rauskommt. Seine Pupse stinken trotzdem noch übel, auch wenn Höckes Anhänger immer noch glauben, dass dies der Duft der großen weiten Welt ist
Gratulation zu dieser geilen Metapher, sensationell!

Ich will jetzt hier auch kein weiteres Fass aufmachen, aber klar, dass Höcke nun versucht mit seiner geheuchelten Entschuldigung seinen Kopf aus der Parteiausslussverfahrensschlinge (geiles Wort...) zu ziehen. Die AfD hat sicher auch gemerkt, dass der Kurs, alle Strömungen von ganz rechts bis hin zur konservativen Mitte unter einen Hut zu bringen, nicht zu halten ist. Die Quittung in Form von prognostizierten Stimmenverlusten liegt auf dem Tisch, die AfD ist gezwungen zu handeln.

Es ist längst nicht mehr so, als würde die AfD die politischen Themen dieses Landes vorgeben, so wie es im Laufe des vergangenen Jahres der Fall war. Die etablierten Parteien befinden sich nun auch im Wahlkampf-Modus, bei der CSU und der SPD merkt man es schon deutlich, die CDU wird sicher auch nicht mehr lange brauchen. Man darf jetzt schon mal gespannt sein, wie oft das Pendel in den kommenden Monaten bis zur Wahl noch die Richtung ändert. Nur glaube ich, dass es schon noch deutlich mehr braucht für die AfD, als eine Entschuldigung Höckes, um wieder an die Zustimmungswerte des vergangenen Jahres heranzukommen.
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Alt  09.03.2017, 12:24   # 565
Bomba
bombastisch
 
Mitglied seit 29. January 2002

Beiträge: 3.943


Bomba ist offline
Zitat:
Er gab nun offen und ehrlich zu, dass er einen Fehler gemacht hat, und damit sollte es jetzt auch gut sein mit "diesem Thema", gibt ja schliesslich wirklich wichtigere, oder nicht?
Ein Arschloch kann sich waschen, pudern, mit Duftwässerchen besprühen was auch immer. Es ist immer stinkende Scheiße was aus ihm rauskommt. Seine Pupse stinken trotzdem noch übel, auch wenn Höckes Anhänger immer noch glauben, dass dies der Duft der großen weiten Welt ist.
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Alt  09.03.2017, 11:40   # 564
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.213


Epikureer69 ist offline
Höcke und der "Fehler"

den er eingestanden hat.

Gut vergessen wir's, gibt schließlich Wichtigeres hat hier ein Kollege gepostet.

Nur habe ich gerade erst gelesen, dass der gute Herr Höcke, in einem englischsprachlichen Interview, sinngemäß die Ansicht vertreten habe, das historische Bild von Adolf H. sei viel zu negativ und man dürfe in der Geschichte nicht alles "schwarz-weiß" - Malen.

Was sollen wir nur damit anfangen ? Sicher hat Herr Höcke nur gemeint, dass es unfair sei zu verschweigen, dass Adolf H. ja nur Politiker wurde, weil seine Malerei nicht so gut ankam.......................
__________________
"Sex, Fußball und Saufen", wobei im höheren Lebensalter die "Kardinaltugenden" zwei und drei, im Leben eines Mannes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

"Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber nicht den Balken im Eigenen."

Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.
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Alt  08.03.2017, 22:47   # 563
el_coyote
 
Benutzerbild von el_coyote
 
Mitglied seit 20. April 2009

Beiträge: 707


el_coyote ist offline
Thumbs up trump effekt, anders rum

aus "der tagesspiegel":

Die AfD liegt laut Forsa nur noch bei 8 Prozent....
...Nach unten geht die Tendenz auch bei der „Alternative für Deutschland“ (AfD). „Forsa" sieht die Partei nur noch bei 8 Prozent, „Allensbach“ bei 8,5. Im Durchschnitt aller maßgeblichen Umfrageinstitute liegt sie bei 9,6 Prozent. Das sind deutlich weniger als die knapp 14 Prozent aus dem vergangenen Herbst.

Nationale Besonderheiten allein – wie in Deutschland etwa die Aufregung um die Dresdner Rede von Björn Höcke – können die nachlassende Anziehungskraft der europäischen Rechtspopulisten nicht erklären. Wenn selbst eine Mehrheit der AfD-Anhänger meint, der gewählte US-Präsident Trump sei charakterlich ungeeignet für das neue Amt, wird schnell klar, dass dessen Erfolg selbst auf viele rechtsgesinnte Europäer abschreckend wirkt. Und wenn Trump triumphierend herausposaunt, er stünde an der Spitze einer globalen Bewegung, die auch Europas Nationen umfasse, dann kommen auf dem alten Kontinent wohl die allermeisten Menschen zum Ergebnis: Danke, ohne mich!
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Alt  04.03.2017, 18:15   # 562
sar30
 
Mitglied seit 9. November 2011

Beiträge: 369


sar30 ist offline
jetzt aber bitte nicht pauschalisieren.

und natürlich bin ich der oberschecker, ich weiß nur noch nicht ob papst oder ungeneralsekretär das angemessene amt für mich ist.
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Alt  04.03.2017, 17:46   # 561
Aligator
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Mitglied seit 6. September 2009

Beiträge: 1.767


Aligator ist gerade online
Zitat:
Zitat von sar30 Beitrag anzeigen

...höcke & co...
...für die bist du im besten fall ein polake...
...deren vorstellung von polen kannst du dir auf einer karte von 1943 anschauen.
na wenn du das schon sagst, dann muss es ja stimmen,
genauso wie alle flüchtlinge arme schutzbedürftige syrer sind und der islam auch wirklich nur für frieden steht,
du bist wirklich der oberchecker
__________________
You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time

<°)))o><
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Danke von
Alt  04.03.2017, 15:25   # 560
sar30
 
Mitglied seit 9. November 2011

Beiträge: 369


sar30 ist offline
beim besten willen, im fall von höcke & co versteh ich dich nicht.
für die bist du im besten fall ein polake.
und deren vorstellung von polen kannst du dir auf einer karte von 1943 anschauen.
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Alt  04.03.2017, 13:33   # 559
Aligator
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Mitglied seit 6. September 2009

Beiträge: 1.767


Aligator ist gerade online
Kurze Anmerkung noch zum letzten Shitstorm

Zitat:
Zitat von Aligator Beitrag anzeigen

...erstmal gespannt, was nun aus den gross angekündigten Strafanzeigen (>klick<&>klack<) wird
Natürlich nyx
Zitat:
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Höcke ein

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sind die Aussagen vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt. Der "objektive Sinn" von Höckes Rede sei eine "radikale Kritik an der Art und Weise der Vergangenheitsbewältigung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft". Dabei handle es sich nicht um Volksverhetzung.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1136897.html

Zitat:
Der vom Parteiausschluss bedrohte AfD-Politiker Björn Höcke hat die Parteibasis für seine umstrittene Rede zur deutschen Erinnerungskultur um Entschuldigung gebeten. "Ich habe ein großes, ein wichtiges Thema leider in einer Bierzeltrede vergeigt", sagte der Thüringer AfD-Chef auf dem Landesparteitag in Arnstadt.

Er sei in eine falsche Tonlage gefallen, habe Interpretationsspielräume zugelassen. "Das war ein Fehler. Dafür möchte ich mich hier entschuldigen." Der 44-Jährige, der als Rechtsaußen in der AfD gilt, bekräftigte zugleich, er habe nicht gegen das Parteistatut verstoßen. Unter dem Beifall der Delegierten und Höcke-Rufen sagte er: "Ich verspreche euch, ich habe nicht vor, die AfD zu verlassen."

Im aktuellen SPIEGEL räumt Höcke ein, dass seine Dresdner Rede, in der Höcke vor vier Wochen das Berliner Holocaust-Mahnmal als "Denkmal der Schande" bezeichnet hatte, eine Fehler war. "Da habe ich das falsche Thema zum falschen Zeitpunkt mit dem falschen Pathos vorgetragen", so Höcke...
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1135230.html
Er gab nun offen und ehrlich zu, dass er einen Fehler gemacht hat, und damit sollte es jetzt auch gut sein mit "diesem Thema", gibt ja schliesslich wirklich wichtigere, oder nicht?
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Alt  04.03.2017, 12:23   # 558
el_coyote
 
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Beiträge: 707


el_coyote ist offline
die immunitätsaufhebung von marine le pen ist für den wahlausgang in frankreich irrelevant. ausser ner geldstrafe, die aus der fn- kasse bezahlt wird, kommt nix raus. ihre anhänger werden sagen, das sei lanciert gewesen (isses wohl auch) und ihr erst recht die treue halten, die andern wern sagen, das ist ein baustein mehr, sie nicht zu wählen.

nicht anders als die pussygrabschenthüllung beim trampeldonald.
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Alt  04.03.2017, 12:12   # 557
el_coyote
 
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Mitglied seit 20. April 2009

Beiträge: 707


el_coyote ist offline
ob nun die nachtwölfe

mit dem tätowierten ehemaligen türsteher vorndran, malofeew, kriegslüsterne popen, schirinowski oder wie die dumpfbacken sonst noch heißen: die alle lässt putin an der langen leine agitieren und intrigieren. solang ihm das halt in den kram passt.
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Alt  03.03.2017, 11:33   # 556
sar30
 
Mitglied seit 9. November 2011

Beiträge: 369


sar30 ist offline
hintergrund, deutschlandfunk, 02.03.17, 18:40uhr

http://www.deutschlandfunk.de/bundes...icle_id=380314

Zitat:
Bundestagswahl 2017
Angst vor Fake News, Lügen und Verleumdungen

Die US-Präsidentenwahl soll Russland mit Hackerangriffen beeinflusst haben, auch aus Frankreich, wo Wahlen anstehen, kamen jüngst derartige Anschuldigungen. Da wächst in Deutschland die Sorge, dass auch die Bundestagswahl Ende September Ziel von Störmanövern aus Moskau werden könnte.

Von Sabine Adler
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Alt  02.03.2017, 14:30   # 555
maexxx
 
Benutzerbild von maexxx
 
Mitglied seit 23. August 2011

Beiträge: 1.980


maexxx ist gerade online
Das ist die Bühne der europäischen Nationalbewegung.
Der oder ein Kopf - Konstantin Malofeew

Zitat:
Zur selben Zeit aber berieten nur wenige Meter entfernt, im Stadtpalais des Fürsten Liechtenstein, Nationalisten und christliche Fundamentalisten aus Russland und dem Westen, wie sie Europa vor Liberalismus und der «satanischen» Schwulenlobby retten und wie sie die alte, gottgegebene Ordnung wiederherstellen könnten. Die Versammlung fand unter strengster Geheimhaltung hinter verschlossenen Türen und zugezogenen Gardinen statt.
Zitat:
Presse und Öffentlichkeit wurden von dem Treffen nicht informiert, die Teilnehmer zu absoluter Geheimhaltung verpflichtet. Ein privater Wachdienst kontrollierte die Eingänge des barocken Palais. Selbst die Teilnehmer durften nicht fotografieren. Als FPÖ-Chef *Strache am Konferenztisch ein Handyfoto schoss, wurde er von Tagungsleiter *Malofeew sofort abgemahnt.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/...story/30542701
http://www.bbc.com/russian/internati...eyev_interview

Zitat:
@coyote
wenn die afd mit ihrer chefin wirklich schirinowski besucht hat ...
Das wäre Peanuts


Ergänzung:
Jetzt dürfen "die Spezialisten im LH" wieder spekulieren, inwieweit Putin seine Finger mit im Spiel hat.

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Alt  01.03.2017, 22:10   # 554
stützli
 
Mitglied seit 22. December 2015

Beiträge: 224


stützli ist offline
@Schnappi:

Deine schwachsinnige Unterstellung, ich würde mich schon auf Untergang #3 "freuen", kannst Du dir sonstwo hineinstecken !

Andersrum wird ein Schuh daraus:

Wie dumm und/oder naiv muß man eigentlich sein, um zu glauben, dass ausgerechnet die heutigen politischen Nachfahren der Brandstifter des 20. Jahrhunderts (Trump, Putin, Erdogan, Orban, Kaczyński, Le Pen, Wilders etc. pp.) diejenigen seien, die besonders dazu prädestiniert wären, die Entstehung derartiger Katastrophen einzudämmen oder zu verhindern?


Ergänzung:

Zur offenbar erforderlichen Auffrischung der Geschichtskenntnisse etlicher Lusthäusler hier ein Auszug aus einem sehr interessanten und lesenswerten Interview in der SZ vom 1. März 2017 mit dem Historiker Robert Gerwarth über dessen neues Buch "Die Besiegten. Das blutige Erbe des Ersten Weltkriegs, München 2017":

Zitat:
'Beim Lesen Ihres Buches fühlt man sich häufig an heutige Entwicklungen erinnert, gerade was das Aufkommen nationalistischer oder extrem rechter Strömungen angeht.

Geschichte wiederholt sich nie eins zu eins. Allerdings lassen sich viele der Konflikte, mit denen wir heute konfrontiert sind, bis in die Zeit unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zurückverfolgen.

Welche zum Beispiel?

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" etwa hat als Ziel die Wiederherstellung des nach dem Ersten Weltkrieg abgeschafften Kalifats und die Revision der territorialen Neuordnung des Nahen Ostens, die in Paris 1919 beschlossen wurde. Beim Krieg in der Ostukraine wird im politischen Diskurs stets auf den kurzen Moment staatlicher Unabhängigkeit von 1918 verwiesen. Rechtsextreme Bewegungen tragen das Erbe jener Zeit immer mit sich.

Lässt sich aus der Geschichte von damals für die heutige Politik lernen?

Ob wir daraus Lehren ziehen können, zum Beispiel für die Bekämpfung rechtspopulistischer Bewegungen, das weiß ich nicht. Demokratien in Europa sind heute sehr viel stabiler als jene fragilen Ordnungen der Zwischenkriegszeit: Trotzdem: Schon 1918 - wie übrigens auch nach 1990 - schien der Triumph der Demokratie in Europa perfekt. 1934 waren von diesen Demokratien nur noch wenige übrig. Das sollte uns zu denken geben.

So desolat wie nach dem Ersten Weltkrieg ist die Lage ja in den westlichen Staaten heute nicht. Warum wenden sich trotzdem so viele Menschen rechtsgerichteten Bewegungen und Parteien zu?

Ich bin der Meinung, dass Geschichtsvergessenheit relativ viel damit zu tun hat. Nach 1945 haben die Eliten, aber auch breite Bevölkerungsschichten gesagt, so etwas wie die beiden Weltkriege dürfe nie wieder passieren. Es kam zu einem historisch einzigartigen Friedensprojekt innerhalb Europas. Doch das Friedens-Argument scheint heute bei vielen nicht mehr zu ziehen. Das beunruhigt mich sehr. Für Leute, die ein Verständnis für die Ereignisse in Europa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben, ist die Vorstellung einer Rückkehr zu Nationalismus und Protektionismus und den daraus potenziell erwachsenden Konflikten nicht nur ein Problem. Diese Vorstellung ist ein absoluter Albtraum.'

(vgl. http://www.sueddeutsche.de/politik/h...-hat-1.3392179)

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Alt  01.03.2017, 10:23   # 553
Aligator
---
 
Benutzerbild von Aligator
 
Mitglied seit 6. September 2009

Beiträge: 1.767


Aligator ist gerade online
Alle guten Dinge sind halt drei!

@zwei reale Untergänge:

Haben den 85% wohl noch nicht gereicht, denn dank dem alternativlosen Merkelismus gepaart mit einer ordentlichen Überportion Friedensreligion steuern "wir" schurstracks auf #3 zu
Schön, dass du dich auch schon so darauf freust!
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Alt  01.03.2017, 09:54   # 552
maexxx
 
Benutzerbild von maexxx
 
Mitglied seit 23. August 2011

Beiträge: 1.980


maexxx ist gerade online
Rechtsruck in Europa ?

Marine Le Pen wird ja gerade wohl abgesägt - nachdem wahrscheinlich ihre Immunität vom EU-Parlament aufgehoben wird bzw. dies empfohlen wird.
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Alt  01.03.2017, 04:16   # 551
stützli
 
Mitglied seit 22. December 2015

Beiträge: 224


stützli ist offline
Zitat:
Ja, anscheinend sind ca.85% "reif für den Untergang" und schaffen sich vorsorglich lieber selber ab
@Schnappi*:

Dein Echsenhirn hat offensichtlich schon vergessen oder (schlimmer!) verdrängt ganz bewußt, welche politischen Strömungen insbes. im Europa des 20. Jahrhunderts (extremer Nationalismus, Revanchismus, Populismus etc. [jeweils gepaart mit dem Größenwahn einzelner politischer Akteure]) bereits zweimal einen realen Untergang herbeigeführt haben!

Es ist wirklich erschreckend , wie geschichtsvergessen und unbelehrbar viele heutzutage wieder sind .

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* bayr. Synonym für hirnlos agierendes Politkrokodil
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Alt  28.02.2017, 19:49   # 550
Gemmazimma
A bissl wos geht imma
 
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Gemmazimma ist offline
Wen wundert es ?

Zitat:
von yossarian: Dass arbeitslos gewordene langjährige Beitragszahler der Rentenversicherung in Hartz IV abrutschten, ist bekannt und soll jetzt korrigiert werden. Dass solche Opfer sich vielleicht denken: Für die Flüchtlinge ist Geld da, für mich nicht, kann ich mir vorstellen. Solche Argumente bringt die AfD auch vor.
https://www.merkur.de/lokales/garmis...u-6932730.html

Mich nicht

So werden nicht nur ehemalige CSU/FDP/SPD/Nicht-Wähler in die Hände der AfD getrieben.
Bei den Kommentaren dazu waren sogar 100% gegen die Zulassung des Flüchtlingszustroms.

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Danke von
Alt  28.02.2017, 16:50   # 549
Aligator
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Aligator ist gerade online
@yoss:

@"Es spricht auch für die Reife der Deutschen, dass sich die Sympathien der Deutschen für die AfD mit max. 15% immer in Grenzen hielten und die AfD nach neuesten Umfragen sogar wieder abnimmt":

Ja, anscheinend sind ca.85% "reif für den Untergang" und schaffen sich vorsorglich lieber selber ab
__________________
You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time

<°)))o><
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Alt  28.02.2017, 14:45   # 548
yossarian
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@ Ralf

Dabei ist die AfD die Partei des weiteren Sozialabbaus. Wären die an der Macht, würden die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer.
Was die AfD auch stark macht, ist ein allgemeiner Überdruss am Gebaren der politischen Klasse, der sich am Flüchtlingsproblem kristallisierte und sich nun auch anderen Themen zugewandt hat.
Ab Herbst 2015 stellte sich heraus, dass 80% der Bevölkerung gegen den Flüchtlingszustrom waren, aber 100% der Bundestagsparteien dafür. Da kann sich die große Mehrheit nur außerhalb des traditionellen Parteienspektrums vertreten fühlen.
Es spricht auch für die Reife der Deutschen, dass sich die Sympathien der Deutschen für die AfD mit max. 15% immer in Grenzen hielten und die AfD nach neuesten Umfragen sogar wieder abnimmt. Inzwischen, nach eineinhalb Jahren, haben nämlich einige der Bundestagsparteien diese Diskrepanz bemerkt und verhalten reagiert.
__________________
Wer glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, scheitert am Gelächter der Götter. (frei nach Albert Einstein)
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Alt  28.02.2017, 01:48   # 547
ralf1912
 
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ralf1912 ist offline
Zitat:
Aber generell Hartz IV für die AfD verantwortlich zu machen, halte ich für abwegig.
Ja. Allerdings bereitet die Agenda 2010, die ja nicht nur aus den Hartz-Gesetzen besteht, einen Nährboden, der zunehmend bei der so genannten Mittelschicht für Verdruß sorgt. Euphemismen wie Modernisierung, Eigenverantwortung, Privatrente, ... werden inzwischen als zynisch wahrgenommen, und die wenigsten Politiker und Medienvertreter können in fünf klaren Sätzen darlegen, warum all dies der Globalisierung geschuldet sein soll. Ist halt zu komplex (für wen?). Dass zum Beispiel jeder zweite Erwerbstätige (!) Altersarmut befürchten muss, hat die Qualität eines Paradigmenwechsels und kann zu Recht als Erosion von Verfassungsvoraussetzungen bezeichnet werden. Ich fürchte, diese Zeitbomben wird so schnell niemand entschärfen.
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Alt  27.02.2017, 01:28   # 546
yossarian
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yossarian ist gerade online
Hartz-Gesetze schuld an AfD?

Im heutigen Presseclub trat eine Redakteurin der taz auf, Mitglied der Grünen, namens Ulrike Herrmann.
Sie behauptete, die Hartz-Gesetze seien schuld an der AfD. Die Frau ist offensichltich nicht immer ganz bei Trost. Weder zeitlich noch sachlich lässt sich da ein Zusammenhang herstellen. Die Hartz-IV-Gesetze stammen aus dem Jahr 2002. Damals gab es keine AfD, und verwandte Parteien wie NPD und DVU wuchsen nicht an.
Die AfD 1.0 wandte sich hauptsächlich gegen den Euro, und die AfD 2.0 gegen den Flüchtlingsimport. Ich bin ja für Meinungsfreiheit, aber dass wir Zwangsgebührenzahler die Verbreitung eines solchen Unsinns bezahlen sollen, finde ich empörend. Der Moderator Volker Herre widersprach ihr nicht.
Übrigens: die taz stand schon mehrfach vor der Pleite, und die Auflage sinkt. Kein Wunder, wenn solche Leute für diese Zeitung schreiben.
Ich habe versucht, die Gedankengänge dieser Dame nachzuvollziehen. Dass arbeitslos gewordene langjährige Beitragszahler der Rentenversicherung in Hartz IV abrutschten, ist bekannt und soll jetzt korrigiert werden. Dass solche Opfer sich vielleicht denken: Für die Flüchtlinge ist Geld da, für mich nicht, kann ich mir vorstellen. Solche Argumente bringt die AfD auch vor. Aber generell Hartz IV für die AfD verantwortlich zu machen, halte ich für abwegig.
Sowohl Linke wie auch Grüne leugnen einen Zusammenhang zwischen der Flüchtlingswelle und der Radikalisierung und dem Anstieg der AfD. Da kann ich mir nur wünschen, dass die Wähler die Konsequenzen ziehen.
__________________
Wer glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, scheitert am Gelächter der Götter. (frei nach Albert Einstein)
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Alt  23.02.2017, 23:42   # 545
hansschmidt
 
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hansschmidt ist offline
Zitat:
Hoffentlich versuchen sie nicht nochmal den Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester als neue (Energiespar-LED-)Lichtgestalt und Ersatzkaiser zurückzuholen, getarnt als "Flucht" vor Trump
Nein, das glaube ich nicht.
Das ist der Job von Gottvater "Horst - wir lieben dich alle".
Er hat es ja schließlich vor nicht allzulanger Zeit schonmal (erfolglos) probiert.

Aber Vorsicht :
Die politisch (nicht juristisch) reingewaschene Queen der Modellautos ist wieder im Landeanflug.
Persönlich gesalbt von unseren Gottvater ...
Ziel : Die fetten Tröge der Steuerzahler...
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Alt  23.02.2017, 23:33   # 544
E.B.
 
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Beiträge: 928


E.B. ist offline
Zitat:
die jüngsten verluste der afd jedenfalls schreib ich eher dem negativen trumpeffekt als einer schulzfreundlichkeit zu.
das waren auch meine Gedanken dazu.

Klar ist (für mich), dass die Begeisterung für Schulz eigentlich eine Begeisterung für Nicht-Merkel ist.

Diese hätte die AfD ausnutzen können, wenn Höcke letzte Woche *öffentlich* hart auf dem Pflaster vor der Parteizentrale aufgeschlagen wäre - denn gefühlt suchen die Leute *irgendwas* wo man sein Kreuz machen kann, was *irgendwie* wählbar ist. Mittlerweile ist aber wohl klar, dass die AfD sich weder von Höcke noch von dern anderen hauptsächlich neufünfländischen Quertreibern trennen wird - NPD zwonull, vielleicht mit Mutterkreuz-Bonus durch die Petry (hat ja auch Cameron im UK bei der zweiten Wahl mehrere Prozentpunkte mehr gebracht).

Dass die Grünen sich wieder an die Martin-Schulz-SPD hinwanzen versuchen - geschenkt. Die überholen langsam die CSU beim gelebten brutalst möglichen Opportunismus. Ob mit oder ohne Bauchschmerzen ist mir egal. Ein neoliberaler-konzernfreundlicher trockener Alki als Kanzler und ein Atlantiker und Gender- und PC-Fetischistendompteur einer offen männerdiskriminierenden Partei als Vizekanzler..? - nein danke.

Ich bin gespannt, ob bei einem guten Abschneiden von Macron (der "Trudeau von Frankreich") auch hier in der C*U nochmal die Spitzen ausgewechselt werden (zumindest es versucht wird). Leider hat die Kampf-Raute des Grauens in den letzten paar Wahlperioden alles weggebissen was ihr irgendwie gefährlich hätte werden können, das rächt sich jetzt.

Hoffentlich versuchen sie nicht nochmal den Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester als neue (Energiespar-LED-)Lichtgestalt und Ersatzkaiser zurückzuholen, getarnt als "Flucht" vor Trump.
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