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Alt  31.01.2015, 12:46   # 1
SalonPatrice
anders als andere
 
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SalonPatrice ist gerade online
Ukrainekrise und Hintergründe

Es ist ein Thema, welches jeden Tag in den Mainstreammedien präsentiert wird.
Meine Meinung dazu möchte ich erst einmal aussen vor lassen. Ich möchte aber einen Clip, den ich gefunden habe, zur Kenntnis bringen.

Ich bin der Meinung, daß uns dieses Thema alle angeht, denn die Auswirkungen betreffen uns unmittelbar

Leider habe ich die Erfahrung gemacht, daß die vorgegebenen Informationen aus dem "Mainstream" sehr häufig ungeprüft übernommen und verinnerlicht werden.
Das ist ein Fehler!
Das Internet ermöglicht es uns (noch), anderslautende Informationen einzuholen. Dafür braucht man Zeit und Interesse. An beidem mangelt es häufig in unserer schnellen Zeit.

Der Mann, der hier interviewt wird, heißt Ray McGovern:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ray_McGovern


Das Interview kann und sollte man sich ansehen:





und ein offener Brief an Frau Merkel:

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42680/1.html

Ich wünsche uns allen ein entspanntes und friedliches Wochenende

LG Loreni

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KOMMENTARE und ANTWORTEN dazu...
Alt  22.04.2015, 10:00   # 220
yossarian
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Fuck the EU

Dieser obige Ausspruch stammt von dieser "Diplomatin". Dass sie beim Initiator des Irak-Krieges Cheney gelernt hat, spricht auch nicht gerade für sie. Was sie in Kiew getan hat, wäre allerdings interessant.
__________________
Wer glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, scheitert am Gelächter der Götter. (frei nach Albert Einstein)
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Alt  22.04.2015, 08:40   # 219
maexxx
 
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maexxx ist gerade online
ein Beispiel zur amerikanischen "Einmischungs"-Politik
http://www.berliner-umschau.de/news....=1001391586710

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Alt  22.04.2015, 00:01   # 218
yossarian
Pareidoliker & Oneironaut
 
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Kosaken in der Ukraine

Es kommen immer mehr Details ans Licht. Wie Putin in einem Fernsehinterview vor ein paar Tagen sagte, kämpfen in der Ukraine keine russischen Soldaten. Damit hat er vielleicht sogar Recht. Allerdings hörte ich haute im Deutschlandradio ein Interview mit einer Sprecherin der Kosaken, die bestätigte, dass in der Ukraine russische Kosaken kämpfen. Nun sind die Kosaken traditionelle Krieger, eine Art Söldner, aber keine regulären Soldaten. Unter Jelzin wurden sie offiziell mit Grenzschutzaufgaben betraut. Im 2. WK kämpften eine Reihe von ihnen für die Deutschen.
Tja, als gelernter Geheimdienstler hat Putin schon gelernt, sich mehrdeutig auszudrücken. Und man muss schon genau hinhören.
Die USA lassen ja inzwischen auch Söldner von z.B. Academi, ehemals Blackwater militärische Aufgaben im Irak und in Afghanistan erledigen. Das sind dann auch keine US-Soldaten.
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Alt  21.04.2015, 18:14   # 217
yossarian
Pareidoliker & Oneironaut
 
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US der Aggressor

Während ich mit keinem Wort die USA verteidigen will, muss ich schon Eines klarstellen:
Zitat:
Die Majdan-Bewegung ist durch nicht unerhebliche Summen aus den USA finanziert worden.
In Kanada und den USA leben gut 2 Millionen Ukrainer. Viele von ihnen haben Geld. Ich weiß auch, dass in München lebende Ukrainer ordentlich Geld nach Kiew schicken.
Wenn nun Geld aus den USA kommt, ist das nicht notwendigerweise Regierungsgeld Obamas. Die infame Verknüpfung Geld aus den USA unterstellt natürlich für einfache Gemüter, dass es sich hier um eine gezielte Unterwanderung seitens der amerikanischen Regierung handelt.
__________________
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Alt  21.04.2015, 12:41   # 216
sar30
 
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sar30 ist offline
beitrag 198
Zitat:
@yossarian
Zitat:
Was mir in diesem Thread unangenehm auffällt ist, dass die Putinversteher sich auf allerlei Nebensächlichkeiten konzentrieren und die Tatsache, dass Russland der Aggressor ist, völlig ignorieren.[/B]
maexxx
Zitat:
Aggressor = Angreifer

Die Majdan-Bewegung ist durch nicht unerhebliche Summen aus den USA finanziert worden.
Also könnte man argumentieren die USA sind der Aggressor und Russland wäre "nur" ein Verteidiger.
diese logik macht nur sinn, wenn die majdanbewegung in russland stattfinden würde.

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Alt  21.04.2015, 12:28   # 215
sar30
 
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sar30 ist offline
es hat schon viel lustiges, wenn die hier üblichen verdächtigen, die für sich selbst ständig das hohe lied vom "freien mann im freien land" anstimmen, andererseits andauernd dem illiberalen putin nach dem mund reden. was muß der eigentlich noch alles anstellen, damit dem einen oder anderen ein licht aufgeht?
aber, und wie sollte es auch anders sein, natürlich im bösen dtl/westen leben, und nicht einmal im traum daran denken würden im ach so guten russland, gesegnet mit einem heiland wie dem guten alten onkel putin, zu leben. wieso wohl?
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Alt  17.04.2015, 17:31   # 214
yossarian
Pareidoliker & Oneironaut
 
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yossarian ist gerade online
Wahlen in Großbritannien und in Russland

Zitat:
die Schotten waren dumm genug darauf reinzufallen. Wird ihnen schön auf den Fuß fallen, weil a) von den ganzen schönen versprochenen Reformen die großbritannische Union betreffend ist bislang genau nullkommanichts auch nur in Angriff genommen, und b) reissen die Restbriten die Schotten nächstes Jahr beim Cameron'schen "Raus aus der EU"-Referendum mit in den Ausguss runter.
Man darf davon ausgehen, dass Wahlen in GB fair ablaufen. Thatcher wollte das ändern, indem sie das Wahlrecht mit einer Steuer verknüpfen wollte. Aber daraus wurde nichts.
Die Schotten stimmten wohl deswegen für den Verbleib, weil im letzten Augenblick der ehemalige Premier Gordon Brown leidenschaftlich gegen den Austritt argumentierte. Mit b) könntest Du Recht behalten. Die Schotten denken europäischer als die Engländer. Ich kenne meine Schotten, habe schließlich zwei Jahre unter denen gelebt und wurde von einer Schottin entjungfert.
In Russland wurden bei Wahlen immer wieder Verstöße gemeldet. Außerdem gehört zu einer ordentlichen Wahl eine ordentliche Informationsfreiheit. Die gibt es kaum mehr. Der Postillon kommentierte: Regelmäßigkeiten in Wahllokalen festgestellt. http://www.der-postillon.com/2012/03...iten.html#more
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Alt  16.04.2015, 01:20   # 213
E.B.
 
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E.B. ist offline
Zitat:
Die Meinungsbildung der Bevölkerung der Krim zum Anschluss an Russland hat sich aber bis heute nicht geändert. So erzwungen kann das Ergebnis wohl nicht gewesen sein.
Nun, was ich von Wahlen in Russland halte, kann man eins weiter unten lesen. Nicht dass das Wahlsystem bei uns recht viel besser wäre (Negatives Stimmgewicht / Überhangmandate), oder das in den USA (Wahlmaschinen, nicht nachvollziehbar, in mehreren Bundesstaaten mehrfach registrierte Voter, Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen wie Latinos und Schwarze).

Zum Zeitpunkt des Anschlusses konnte mal für die Renten in Rubel mehr kriegen als für die Renten in Griwna. Das relativiert sich gerade. Und auch jetzt gibt es einen Grund, als Krimbewohner gleich welcher Herkunft im Moment bei Russland bleiben zu wollen: Militärische Stabilität! In der Ukraine macht jeder was er will, der Reststaat, die Oligarchenarmeen, die kleinen feldgrünen Männchen mit dem Urlaubsscheinen der roten Armee, westliche Thinktanks und Großkonzerne mit ihren Schlägertrupps, die schon Claims abstecken (glaubt mal nicht dass die Multis da was anbrennen lassen, das läuft wie in Nigeria und Ruanda mit dem Öl vor 15 Jahren).

Trotzdem ist das alles eine auf Dauer schwärende Wunde: kein einziger GUS-Anrainerstaat wird die neue GUS-Republik anerkennen - er müsste befürchten, als nächstes mit einem Referendum beglückt zu werden. Der Westen wird das aus bekannten Gründen auch nicht machen, die GUS auf absehbare Zeit boykottiert und sanktioniert werden. Die jetzt westlichen Ex-Sovietrepubliken rüsten wie blöd und stellen Freikorps und Bürgerwehren auf - bin mal gespannt, ob es Putins Motorradrocker durch Polen nach Berlin zur Siegesfeier am 8 Mai schaffen .

Die Krim wird langsam verrotten, aus dem Norden ist Gas und Wasser aus der Dnjepr-Sperre abgestellt, von Russland rüber gehen keine Leitungen - die Krim wurde ja innerhalb der Sovietunion politisch an die Ukraine angeschlossen, weil sie aus Nordwesten besser zu versorgen war. Solange kein endgültiger Vertrag über den Status abgeschlossen ist, wird es da weder Investititonen aus dem In- noch aus den Ausland geben, also wird es da in 50 Jahren so edelverlottert wie in Kuba jetzt aussehen.

Und doch ist dieser verfahrene Zustand besser als die Alternativen:
- Hätte man nichts unternommen, nichts sanktioniert, dann würde die EU jetzt an die GUS-Republik Transnistrien grenzen und die Ukraine dazwischen wäre auch vereinnahmt. Der Griff nach der Krim war nur deswegen für die Russen denkbar, weil es für die "Übung" in Südossetien vor ein paar Jahren keinerlei Sanktionen gab.
- die andere "Lösung" wäre ein offener militärischer Konflikt. der lief schon an, aber dann haben kleine grüne Männchen mit Urlaubsschein und geliehenem Gerät eine MH-17 zu viel heruntergeholt… für die Passagiere katastrophal, für die beteiligten Staaten wohl die einzige Möglichkeit zur Besinnung zu kommen, deswegen ist auch die offizielle Untersuchung dieses Unglücks ein Eiertanz ohne gleichen.

Zitat:
Und zum Thema Schottland. Waren die wirtschaftspolitischen Drohungen aus London nicht ähnlich militärischer?
Klar waren sie das, und die Schotten waren dumm genug darauf reinzufallen. Wird ihnen schön auf den Fuß fallen, weil a) von den ganzen schönen versprochenen Reformen die großbritannische Union betreffend ist bislang genau nullkommanichts auch nur in Angriff genommen, und b) reissen die Restbriten die Schotten nächstes Jahr beim Cameron'schen "Raus aus der EU"-Referendum mit in den Ausguss runter.

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Alt  16.04.2015, 00:46   # 212
E.B.
 
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Bild - anklicken und vergrößern
wahlen-in-russland.jpeg  
Wenn ich assistieren darf (einfach mal die Spalte rechts aufsummieren)…
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Alt  15.04.2015, 12:19   # 211
yossarian
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Man braucht nur ...

... den Wikipediaartikel aufmerksam durchzulesen, um die Abstimmung als Farce zu entlarven.
Auszüge daraus:
Zitat:
Ob die Halbinsel bei einer Rückkehr zur Verfassung von 1992 unabhängig bliebe oder ob es nur um eine Ausweitung der Autonomierechte bei Verbleib im ukrainischen Staatsverband ginge, geht aus den Fragen des Referendums nicht hervor. Eine Optionsmöglichkeit für das Verbleiben in der Ukraine ohne Wiederherstellung der Verfassung von 1992 – also für den Status quo vor Beginn der Krise – gab es nicht.
Zitat:
Der Medschlis des krimtatarischen Volkes gab bekannt, er halte das Referendum für illegal, und rief die krimtatarische Bevölkerung zum Boykott auf.[14][15] Die ukrainische Regierung unter Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk (AVV) in Kiew erklärte den Machtwechsel in Simferopol für illegal.
Zitat:
Ausländische Journalisten wurden vor dem Referendum bedrängt. Die ganze Woche über kam es zu Zwischenfällen, bei denen Reporter von prorussischen Milizen angegriffen, geschlagen und ihrer Ausrüstung beraubt wurden. Am Abend vor der Abstimmung stürmten Bewaffnete das Hotel Moskva (in Simferopol) und durchsuchten Zimmer von Reportern.[
Die übrigen Informationen erhielt ich von Russen und Ukrainern. Mehr kann ich am Wochenende nachliefern, wenn ich die wieder treffe.
Von den UNO-Mitgliedern enthielten sich bei einer Abstimmung eine übergroße Mehrheit oder stimmten gegen eine Anerkennung des Anschlusses, trotz umfangreicher Lobbyarbeit Russlands:
Zitat:
Am 15. März sprach sich der Weltsicherheitsrat für die „Respektierung der Einheit, territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine“ aus und forderte die Aufnahme eines direkten Dialogs. Ein entsprechendes Votum erlangte bei 13:1 Stimmen (mit der einzigen Gegenstimme Russlands) und einer Enthaltung (China) keine Gültigkeit.

Am 27. März nahm die Generalversammlung der Vereinten Nationen auf Antrag von Kanada, Costa Rica, Deutschland, Litauen, Polen und der Ukraine eine Resolution an, in der das Referendum vom 16. März für ungültig erklärt wurde. Sie bestätigte die Einheit der Ukraine[179] und forderte alle Staaten, internationalen Organisationen und Sonderorganisationen auf, keine Änderung des Status der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol anzuerkennen und alle Handlungen oder Geschäfte zu unterlassen, die als Anerkennung eines solchen geänderten Status ausgelegt werden könnten. Die Resolution bezieht sich dabei ausdrücklich auf den Vorrang des in der UN-Charta festgeschriebenen Grundsatzes der territorialen Unversehrtheit aller Mitgliedsstaaten, das Budapester Memorandum von 1994 und den ukrainisch-russischen Freundschaftsvertrag vom Mai 1997. Resolutionen der UN-Generalversammlung sind allerdings generell nicht bindend.

100 von 169 abstimmenden Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen stimmten für die Resolution, 58 enthielten sich der Stimme.[182] Gegen die Resolution stimmten neben Russland auch Armenien, Bolivien, Kuba, Nicaragua, Nordkorea, Simbabwe, Sudan, Syrien, Venezuela und Weißrussland.
Im Sicherheitsrat unterlag Russland 13:1 und legte natürlich sein veto ein, klar. Sogar China enthielt sich der Stimme.
Aber ich wiederhole: Die Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine ist historisch gesehen problematisch. Aber diese Abstimmung war das auch.
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Alt  15.04.2015, 11:12   # 210
Lake of Sorrow
 
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Zitat:
Beim "Referendum" auf der Krim ...
... wurden laut zahlreichen Berichten fertige "Wahlurnen" mit ausgefüllten Zetteln angeliefert. Es fanden keine ordentlichen Wahlvorbereitungen statt. Viele Leute konnten gar nicht abstimmen. In vielen Bezirken wurden weit mehr Stimmen abgegeben, als dort Leute wohnen usw.
Da gibt es doch bestimmt auch Quellen dazu, hab auf die schnelle gerade nichts finden können.

Doch halt, da war was:
Zitat:
Pew Research Center
Am 8. Mai 2014 veröffentlichte das Pew Research Center eine Umfrage, wonach sich 54 % der Krimbewohner für ein Recht der Regionen auf eine Abspaltung aussprachen. 12 % wollten, dass die Ukraine vereinigt bleibt und 34 % waren unentschieden. 88 % der Krimbewohner sagten, die Regierung in Kiew solle das Resultat des Referendums, den Beitritt der Krim zu Russland, anerkennen. 91 % waren der Meinung, das Referendum sei fair durchgeführt worden. Die Umfrage wurde nach dem Übertritt der Krim zu Russland, aber vor den Gewalttätigkeiten in Odessa während der Krise in der Ukraine 2014 (vom 4. bis zum 23. April) durchgeführt. Befragt wurden 1659 zufällig ausgewählte Erwachsene in der Ukraine sowie 1000 in Russland.[71][72]
http://de.wikipedia.org/wiki/Referen...tatus_der_Krim
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Alt  15.04.2015, 10:37   # 209
yossarian
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Alles schon mal dagewesen

Zitat:
Meine zahlreichen Bekannten von der Krim (eine sehr gute Freundin von mir ist von der Krim und ich war auch schon mehrmals dort) berichteten mir aber ganz anders... Fakt ist, dass die weitaus überwiegende Zahl der Menschen, die auf der Krim wohnen und leben in Zukunft bei Russland bleiben möchten. Eine Rückkehr zur Ukraine kann sich niemand von meinen Bekannten vorstellen.
Das mag schon sein, dass Du eine Freundin von der Krim hast. Aber war die auch während der Abstimmung dort?
Die Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine ist sicher umstritten, seit die Halbinsel vom Ukrainer Chruschtschow per Dekret der Ukraine zugeschlagen wurde. Die Anwesenheit der bewaffneten sog. Kleinen Grünen Männchen ohne Hoheitsabzeichen, vermutlich vom Mars, scheint wohl keinen Einfluss auf die zweifelhaften Umstände der "Abstimmung" gehabt zu haben, oder? Gegen dieses Referendum laufen ja Wahlen in Bayern noch demokratisch ab.
Die Russen stellen heute auf der Krim die Bevölkerungsmehrheit, nachdem Stalin die autochthone Bevölkerung der Krimtataren nach Zentralasien deportieren ließ. So kann man das auch machen. Und 1783 hatten die Russen schon einmal die Krim annektiert, so ganz einfach. Eine Handvoll ehrenwerter Staaten wie z.B. Nordkorea haben die Krim-Annexion anerkannt.
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Alt  15.04.2015, 10:00   # 208
DerInderInDerInderin
mag KF 30-32
 
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DerInderInDerInderin ist offline
Zitat:
Beim "Referendum" auf der Krim ...
... wurden laut zahlreichen Berichten fertige "Wahlurnen" mit ausgefüllten Zetteln angeliefert. Es fanden keine ordentlichen Wahlvorbereitungen statt. Viele Leute konnten gar nicht abstimmen. In vielen Bezirken wurden weit mehr Stimmen abgegeben, als dort Leute wohnen usw.

Meine zahlreichen Bekannten von der Krim (eine sehr gute Freundin von mir ist von der Krim und ich war auch schon mehrmals dort) berichteten mir aber ganz anders... Fakt ist, dass die weitaus überwiegende Zahl der Menschen, die auf der Krim wohnen und leben in Zukunft bei Russland bleiben möchten. Eine Rückkehr zur Ukraine kann sich niemand von meinen Bekannten vorstellen.


Derinderinderinderin
__________________
Der kürzeste Porno der Literatur:
Es steckte mit vergnügtem Sinn
DERINDERINDERINDERIN

Zitat:
Ab sofort (2009) werde ich in meinen Berichten grundsätzlich keine Kondome mehr erwähnen! Der Leser kann jedoch davon ausgehen, dass in allen Fällen die geltenden gesetzlichen Vorschriften eingehalten wurden. Dies gilt auch falls aus der Schilderung ein anderer Eindruck entstehen könnte. Es würde den Erzählfluss zu sehr stören jedes Auf – und Abziehen des Kondoms explizit zu erwähnen!
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Alt  15.04.2015, 09:41   # 207
yossarian
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Beim "Referendum" auf der Krim ...

... wurden laut zahlreichen Berichten fertige "Wahlurnen" mit ausgefüllten Zetteln angeliefert. Es fanden keine ordentlichen Wahlvorbereitungen statt. Viele Leute konnten gar nicht abstimmen. In vielen Bezirken wurden weit mehr Stimmen abgegeben, als dort Leute wohnen usw.
Das lief so ab wie in der Sowjetunion eingeübt und bei Honecker praktiziert. Mehr saftige Details kann ich gerne liefern. Und der gelernte Sowjetdiplomat Sergej Lawrow schämt sich nicht, mit diesem Fake hausieren zu gehen.
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Alt  15.04.2015, 04:55   # 206
maexxx
 
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@E.B.
Zitat:
Wenn das auf der Krim ein friedliches Referendum war ...
Die Meinungsbildung der Bevölkerung der Krim zum Anschluss an Russland hat sich aber bis heute nicht geändert. So erzwungen kann das Ergebnis wohl nicht gewesen sein.

Und zum Thema Schottland. Waren die wirtschaftspolitischen Drohungen aus London nicht ähnlich militärischer? Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Die Abspaltung des Kosovo 2008 von Serbien. War das nicht völkerrechtswidrig? Mit Unterstütung des Westens.
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Alt  15.04.2015, 00:16   # 205
E.B.
 
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Zitat:
SPIEGEL-Interview mit Gorbi
Bitte Herr Michail Gorbatschow - Rußland möchte mit Sie angesprochen werden!
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Alt  15.04.2015, 00:07   # 204
E.B.
 
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E.B. ist offline
Zitat:
Zunächst wurde auf der Krim ein Referendum abgehalten. Aufgrund des Ergebnisses hat das unabhängige Parlament der autonomen Repulibk Krim um einen Anschluss an Russland gebeten, welcher von Russland angenommen wurde.
was heutzutage alles Referendum heisst…

Das in Schottland, *das* war ein Referendum.
Leute gingen zur Wahl und hinterher ins Pub, weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg kamen die an Panzern und Truppen an Checkpoints vorbei, und die Englische Marine hatte auch nicht vorher die Schottische Marine dadurch handlungsunfähig gemacht, dass man ein paar ihrer Schiffe in der Mündung des Hafenbeckens versenkte, so dass der Rest drinbleiben musste.

Wenn das auf der Krim ein friedliches Referendum war, dann hat sich Böhmen und Mähren damals auch friedlich zur Aufnahme im Reich entschlossen. (*)


* damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich lebe gut mit den jetzigen deutschen Grenzen und hätte auch gut mit den alten westdeutschen Grenzen leben können. Ich hab auch schon ein paar Jahre in ganz anderen Grenzen gelebt. Mit geht es nur darum dass die zwei dicken (USA und GUS) und das winzige (Das Ding im Ostmittelmeer) immer mit sehr unterschiedlichen Maßstäben messen.

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Alt  14.04.2015, 12:29   # 203
yossarian
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Na, das klingt ja versöhnlich. Respekt vor Deiner Kriegsdienstverweigerung. Ich hatte mich dank einer Gesetzeslücke gedrückt, was mir auch den Ersatzdienst ersparte.
Wie Du sicher gelesen hast, bin ich alles Andere als ein Fan der USA. Die haben hier auch wieder viel Mist gebaut. Obamas Bemerkung: Russland ist eine Regionalmacht war taktlos.
Die USA nutzten die Schwäche Russlands unter und nach Jelzin (bei Norma gibt´s übrigens einen gleichnamigen Wodka) gnadenlos aus. Da sehe ich eine Parallele zur Erniedrigung Deutschlands nach dem 1. WK.
Das Problem der USA ist halt die Unkenntnis der Verhältnisse anderer Länder. Was die für außenolitische Fehler gemacht haben. Das liegt auch zum Teil an ihrem Fehlen von echten politischen Parteien, weil sich die Politik auf Persönlichkeiten konzentriert.
Wie ich in einem anderen Thread schrieb, kenne ich auch (ältere) Ukrainer, gestandene Ukrainer übrigens, die voll für Putin sind. Dann kenne ich russische Russen, die auf Seiten Poroschenkos stehen. Es ist Alles nicht so einfach, wenn Imperien zerfallen. Siehe Rom. Am besten erst gar keine Imperien aufbauen.
Ich sehe in Putin den Repräsentanten des verletzten russischen Stolzes, was sich auch in seiner Popularität ausdrückt. Eine Art Heiland, wie viele Deutsche vor 1933 H*itler sahen.
Übergang von Diktatur zur Demokratie ging nie einfach, wenn es keine Schutzmacht gibt, wie sie Westdeutschland nach 1945 hatte.
Frankreich hatte von 1789 bis 1871 fünf Revolutionen. Man kennt gemeinhinn nur die erste. Und die amerikanische Revolution von 1776 wurde erst 1965 vollendet, als alle Amerikaner das aktive und passive Wahlrecht bekamen.
Der Westen hätte sich viel mehr um Russland kümmern müssen, aber was will man mit einem debilen Bush jr.. Sein Vorgänger Clinton war intelligent, aber außenpolitisch unerfahren, und Hillary ist Scientology-Sympathisantin.
Eines der Strukturprobleme der parlamentarischen Demokratie ist der Wunsch von Politikern, an der Macht zu bleiben. Deswegen müssen sie oft Dinge entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben, und sie entscheiden meistens nur mit Blick auf die nächste Wahl und nicht auf die Zukunft. Ich wünschte es gäbe in der Politik mehr Leute wie Egon Bahr, den ich für den erfolgreichsten Strategen des 20. Jahrhunderts halte. Steinmeier ist von seinem Schlage. Ihn halte ich noch am ehesten für fähig, die Situation zu bereinigen. Sonst gibt es in Europa gegenwärtig kaum Talente, nur Buchhalter.
Juncker als EU-Kommissionspräsident ist ein korrupter Kleinbürger und kapiert vermutlich nicht einmal, worum es geht. Von dem ist auch nichts zu erwarten.

Ergänzung:
Mir ist gerade als Parallele Holland eingefallen. Sind uns auch nahe verwandt, aber niemand käme (mehr) auf die Idee, die als Teil der BRD zu beanspruchen. Es gäbe da noch mehrere Beispiele.
Wer sich ein bisschen in die russische Seele einlesen will, sehe sich das SPIEGEL-Interview mit Gorbi an, das im Januarheft Nr. 3 vom 10.1.15 steht. Gorbi kann als Zeuge für und gegen Putin angeführt werden.
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Alt  14.04.2015, 12:04   # 202
maexxx
 
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maexxx ist gerade online
@yossarian
Zitat:
Wenn jemand den Frieden gebrochen hat, dann war es Putin mit der Annexion der Krim.
Annexion der Krim? Bruch des Friedens?

Zunächst wurde auf der Krim ein Referendum abgehalten. Aufgrund des Ergebnisses hat das unabhängige Parlament der autonomen Repulibk Krim um einen Anschluss an Russland gebeten, welcher von Russland angenommen wurde.

Man kann sich jetzt über das Ergebniss und die Umsetzung des Referendums streiten.
Auf der Krim leben etwa 60% Russen und 25% Ukrainer. So ganz falsch wird das Ergebniss des Referendums wohl nicht gewesen sein. Die Renten sowie die Beamtenbesoldungen haben sich für die Bevölkerung fast verdreifacht.

Die Ukraine hat seit längerem die Wasserversorung der Bevölkerung auf der Krim ziemlich eingeschränkt. Fließendes Wasser gibt es nur noch rationiert für etwa 6 Stunden täglich. Durch solche und andere Schikanen wendet sich auch inzwischen die ukrainische Bevölkerung auf der Krim immer mehr von Kiew ab - und das sind z.B. Aussagen von auf der Krim lebenden Personen.

Zitat:
Nochmals: Ich plädiere für eine von der UNO überwachte Volksabstimmung in der Ostukraine.
Und dann? Kann sich die Ostukraine ganz offiziell von der Restukraine abtrennen? Der Hass der Menschen untereinander aufgrund verlorener Familienmitglieder oder anderer persönlicher Dinge sitzt in den einzelnen Regionen inzwischen sehr tief. Die Zustimmung zu Kiew ist dort auf dem Tiefpunkt.

Es gibt nur eins. Eine schnelle Beendigung des Konfliktes, damit für die Bevölkerung in den Konfliktregionen wieder ein normales Leben eintreten kann.
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Alt  14.04.2015, 11:27   # 201
Epikureer69
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Epikureer69 ist gerade online
@yossarian

ich kann Dir ebenfalls nur teilweise zustimmen. Eines aber vorweg, ich schätze Deine durchdachten und auch von wohl fundierter Allgemeinbildung geprägten Beiträge sehr. Was ja nicht heißt, dass wir zu bestimmten Themen nicht auch teilweise unterschiedliche Meinungen haben können.

Deshalb solltest gerade Du Dich von meinem Querverweis auf die Springerpresse definitiv nicht angesprochen fühlen, genausowenig wie ich mich als "Kremlpropagandist" verstanden wissen will.

Ich denke, dass es den Querverweis auf Epikur als Pazifisten, für mich nicht gebraucht hätte, da ich mich ebenfalls als solchen definiere (ich war auch Wehrdienstverweigerer, in den frühen 80iger Jahren, als selbiges wegen des "kalten Krieges" nicht so einfach war). Ich habe in meinen Beiträgen zu diesem Thema, eben auch aus diesem Grund immer für die Einstellung dieser sinnlosen Kampfhandlungen plädiert und nicht für die Verschärfung der Selbigen z.B. durch Waffenlieferungen an die Ukraine.

Auch unter Russen und Ukrainern dürfte es zu diesem Konflikt unterschiedliche Meinungen geben, je nachdem mit wem man gerade spricht.

Lassen wir es einfach so stehen: Du siehst in Putin und Russland als Aggressor das Hauptproblem, ich sehe einen großen Teil des Problems halt bei der Ukraine selber sowie im Verhalten von EU und USA, was diesen Konflikt angeht. Da wir beide nicht direkt davon betroffen sind, im Gegensatz zur Zivilbevölkerung der Ukraine, sollte es damit auch gut sein.
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"Sex, Fußball und Saufen", wobei im höheren Lebensalter die "Kardinaltugenden" zwei und drei, im Leben eines Mannes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

"Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber nicht den Balken im Eigenen."

Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.
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Alt  14.04.2015, 11:00   # 200
yossarian
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@ Epikureer

Kann Dir nur teilweise zustimmen.
Die USA reagierten erst dann hysterisch, als auf Kuba russische Atomraketen stationiert wurden. Auf die Machtübernahme durch Castro reagierten die Amis noch mit Embargo und Boykott. Dass die USA in der Osttürkei selbst Atomraketen aufgestellt hatten, vergaßen sie geflissentlich.
"Die Ukraine" wollte keine engeren Beziehungen zu Russland, sondern Janukowytsch, der als Pro-Westler zur Wahl angetreten war. Daher der Majdan-Aufstand. Sowas Ähnliches hatte es übrigens schon vorher in der orangenen Revolution gegeben.
Ich lese keines der Springer-Blätter, sondern beziehe meine Informationen von Ukrainern und dort lebenden Russen. (Macht sich immer gut, jemanden als BILD-Leser zu verunglimpfen)
Putin hat im Norden mit Norwegen auch einen direkten NATO-Nachbarn. Gibt es dort Probleme? Ich bin mal an der Grenze entlanggelaufen und sogar ein paar hundert Meter nach Russland hineingelaufen. Alles ruhig.
Ich möchte nochmal betonen, dass das Geld aus den USA von dort lebenden Ukrainern kommt, die vor dem Kommunismus flohen, dem 20 Mio Ukrainer zum Opfer fielen.
Sicher steht die Ukraine historisch den Russen nahe, aber die Russen spielten sich dort jahrhundertelang als Imperialisten auf. Das tun sie heute wieder. Ich hörte schon von mehreren Russen: Die gehören uns!
Dass Russland über die NATO-Osterweiterung beunruhigt ist, kann ich verstehen. Dass es dafür die Krim annektiert und einen bewaffneten Konflikt in der Ostukraine mit bisher über 6000 Toten provoziert, kann ich nicht verstehen. Soll er doch die USA angreifen und nicht die von innerer Agonie und Korruption geschwächte Ukraine.
Es gibt bzw. gab doch die NATO-Russland-Kontaktgruppe, in der Probleme diskutiert wurden. Dass von den USA unter Bush und auch Obama Fehler gemacht wurden, ist unbestritten. Aber deswegen muss man doch nicht unbeteiligte Zivilisten sterben lassen.
Dieses Massensterben hat alleine Putin zu verantworten. Er hat gar keine anderen Lösungsmöglichkeiten gesucht.
Nochmals: Ich plädiere für eine von der UNO überwachte Volksabstimmung in der Ostukraine.
Im Gegenzug sollte die NATO ihre Raketen aus Polen abziehen.
Raketen hat man schon mal abgezogen. Das Ergebnis waren das Ende des Kalten Krieges und die friedliche Wiedervereinigung.
Warum viele Ukrainer in die NATO wollen ist auch verständlich. Sie wurden jahrhundertelang von den imperialistischen Russen unterdrückt. Und das heutige Russland schert sich einen Dreck um völkerrechtliche Verträge, z.B. das Budapester Abkommen. Die Ukrainer haben einfach Angst vor den Russen, wie die Polen, die Balten, die Ungarn, die Tschechen usw.
Das Gerede von der Kriegsgefahr kann ich nicht mehr hören. Wenn jemand den Frieden gebrochen hat, dann war es Putin mit der Annexion der Krim. Nachdem man ihm die durchgehen ließ, wurde er noch frecher.
Übrigens: Epikur lebte vor ca. 2500 Jahren und war ausgesprochener Pazifist. Er plädierte für Vernunft in allen Dingen, war Atheist und forderte: Lathe biosas. Lebe im Verborgenen.
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Alt  14.04.2015, 09:40   # 199
Epikureer69
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Epikureer69 ist gerade online
Nochmals

möchte ich klarstellen, dass es für mich hier nicht um "Putinversteher" gegen "Putinverteufler" geht, sondern um einen Konflikt, der sich bedrohlich ausweiten könnte und das "Tauwetter" zwischen Russland und Westeuropa, welches in den letzten Jahrzehnten nach dem kalten Krieg allmählich entstand, nachhaltig gefährden könnte, mit negativen Auswirkungen auf ALLE Beteiligten.

Gleichzeitig möchte ich mich nicht als verlängerter Arm der "Kremlpropaganda" verstanden wissen, wenn ich meine Meinungsbildung nicht ausschließlich durch die Springerpresse und artverwandte Publikationen konfigurieren lasse.

Fakt ist, dass die Medien sämtlicher Konfliktparteien alles andere als "objektiv" berichten. Deshalb sollte sich jeder nach Sichtung sämtlicher Meinungsbilder möglichst differenziert seine eigene Meinung bilden.

Jetzt nochmals ein paar Punkte, die ich eigentlich, zum Teil bereits erwähnt habe, die aber scheinbar von der "pro Ukraine" und "anti Russland" - Fraktion wohl gerne überlesen wurden.

1. warum ist die Ukraine nur dann ein souveräner Staat, wenn sie sich der EU enger anschließen möchte und kein souveräner Staat, wenn sie sich für engere Handelsbeziehungen mit Russland entscheidet ?

2. jede sogenannte Großmacht reagiert hysterisch, wenn durch politische Verschiebungen, ihre vermeintlichen oder tatsächlichen Sicherheitsinteressen gefährdet erscheinen. Zum Vergleich zu Putins Verhalten bezüglich "seines" Schwarzmeerhafens auf der Krim, empfehle ich das Verhalten der "demokratischen Urmutter" USA, als Kuba kommunistisch wurde (auch eine freie Entscheidung eines souveränen Staates) und die Sowjetunion dort Raketenbasen errichtete.

3. Frage: steht die Ukraine sozio-historisch und ethnokulturell eher Weißrussland und Russland nahe, oder Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den Beneluxländern, Skandinavien oder gar Italien, Griechenland, Spanien und Portugal bzw. den USA ?

4. das "Putinthema" ist für mich "ausgelutscht". In der derzeitigen Konstellation, geht es wohl einzig und allein um die russische Reaktion auf eine "NATO-Osterweiterung" und die würde egal wie demokratisch und sympathisch der jeweilige russische Regierungschef bei uns "rüberkäme", negativ ausfallen. Siehe einschlägige Versprechungen der westlichen Hemisphäre im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung..............

5. das meine Solidarität in diesem Konflikt, der unschuldig betroffenen ukrainischen Zivilbevölkerung gilt, die derzeit unter dem "status quo" am meisten zu leiden hat, habe ich bereits mehrfach betont. Deshalb plädiere ich auch für eine schnellstmögliche vernünftige Lösung. Die konsequente Umsetzung der Beschlüsse von Minsk II, gerade auch durch die ukrainische Regierung, wäre da ein erster konstruktiver Schritt (wurde hier ja auch bereits erwähnt).
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Alt  14.04.2015, 08:12   # 198
maexxx
 
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@yossarian
Zitat:
Was mir in diesem Thread unangenehm auffällt ist, dass die Putinversteher sich auf allerlei Nebensächlichkeiten konzentrieren und die Tatsache, dass Russland der Aggressor ist, völlig ignorieren.
Aggressor = Angreifer

Die Majdan-Bewegung ist durch nicht unerhebliche Summen aus den USA finanziert worden.
Also könnte man argumentieren die USA sind der Aggressor und Russland wäre "nur" ein Verteidiger.

Also das mit der Tatsache würde ich so nicht stehen lassen.

Unabhängig davon wird der Konflikt nicht durch Schuldzuweisungen gelöst werden.

Wie auch der @DerInderInDerInderin schreibt, Kiew trägt derzeit zur Lösung des Konfliktes nicht sehr viel bei. Warum gibt es bis heute keine Klärung bzgl. der Majdan-Scharfschützen? Russland steht der Aufklärung wohl eher nicht im Wege, oder?

Und wenn man die Punkte von Minsk II einmal genau betrachtet, sind diese doch eine praktikable Grundlage - gerade im Bezug auf die Alternative - viele weitere Menschenleben.

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Alt  14.04.2015, 06:55   # 197
yossarian
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yossarian ist gerade online
Zitat:
Nach ukrainischen Vorgaben sollen die Bürger dort ihre Meinung äußern dürfen und die Vorgabe lautet, dass keine Parteien zugelassen sind, die eine Unabhängigkeit befürworten.
Das ist leider international üblich. Italien erlaubt den Südtirolern keine echte Autonomie, schon gleich gar keine Volksabstimmung. Ebenso Spanien nicht den Basken und Katalanen und schon gleich gar keine Volksabstimmung. Der Beispiele gäbe es viele.
Wie hält es denn Putin mit einer Volskabstimmung in Tschetschenien? Sogar die Bewohner der Exklave Königsberg würden mit großer Mehrheit für eine Verenigung mit Deutschland stimmen, wenn sie denn dürften.
Wenn es im Donbas und in Luchansk eine echte Volksabstimmung gäbe (und keine getürkte wie auf der Krim), fände sich dort nach Allem, was ich erfuhr, maximal ein Drittel der Bewohner, die für einen Anschluss an Russland stimmen würden. Ich kenne Russen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft, die auf keinen Fall zu Russland wollen. Einige gibt es sicher, z.B. den Separatistenführer.
Sogar die Mehrheit der Bayern würde nicht für einen Austritt aus der BRD stimmen.

Was mir in diesem Thread unangenehm auffällt ist, dass die Putinversteher sich auf allerlei Nebensächlichkeiten konzentrieren und die Tatsache, dass Russland der Aggressor ist, völlig ignorieren. Wie Lawrow auf der Münchner Sicherheitskonferenz sagte, interessieren ihn die Toten nicht. Einige Foristen scheinen das ähnlich zu sehen. Das finde ich zynisch und erschreckend.
Auch kommt immer wieder das Argument von amerikanischer Einmischung, für die es keinen nachprüfbaren Beleg gibt. Allerdings leben in den USA und Kanada gut 2 Millionen Ukrainer bzw. deren Nachkommen. Die unterstützen natürlich massiv die vom großen Nachbar bedrängte Heimat. Würde ich auch tun.
In Russland leben ca. 2 Mio Ukrainer. Mal schaun, wann die einen Anschluss an die Ukraine fordern.
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Alt  13.04.2015, 16:10   # 196
DerInderInDerInderin
mag KF 30-32
 
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DerInderInDerInderin ist offline
Kiew hat ganz konkret die Vereinbarungen von Minsk II gebrochen! Es soll keine freien Wahlen im Donbas geben.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44637/1.html

Nach ukrainischen Vorgaben sollen die Bürger dort ihre Meinung äußern dürfen und die Vorgabe lautet, dass keine Parteien zugelassen sind, die eine Unabhängigkeit befürworten. Minsk II ist kurz vor dem Ende. Und verantwortlich dafür ist - wieder einmal - Kiew. Und wieder sieht die EU zu und unseren Medien verschweigen die Fakten.

Sollten es Steinmeier und Co nicht unverzüglich schaffen, der Regierung in Kiew klar zu machen, dass sie Minks II einhalten müssen, wird es in den nächsten Monaten weiter gehen mit dem Bürgerkrieg.
Ach ja und nebenbei - was man auch nicht in den deutschen Medien lesen konnte - der französische Geheimdienst widersprach vor kurzen den Behauptungen der NATO, dass in der Ukraine russische Truppen eingegriffen hätten.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44629/1.html

Tatsache ist, dass die OSZE in diesem Fall einmal ziemlich klar Verantwortliche für das weitergehende Morden benennt: Zu Ostern haben die ukrainischen Truppen die Bevölkerung des Donbass mit Panzern angegriffen! siehe http://www.osce.org/ukraine-smm/150686

Fazit: Kiew hat keinerlei Interesse an einer friedlichen Lösung und gehört deutlich sanktioniert!


Derinderinderinerin
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Der kürzeste Porno der Literatur:
Es steckte mit vergnügtem Sinn
DERINDERINDERINDERIN

Zitat:
Ab sofort (2009) werde ich in meinen Berichten grundsätzlich keine Kondome mehr erwähnen! Der Leser kann jedoch davon ausgehen, dass in allen Fällen die geltenden gesetzlichen Vorschriften eingehalten wurden. Dies gilt auch falls aus der Schilderung ein anderer Eindruck entstehen könnte. Es würde den Erzählfluss zu sehr stören jedes Auf – und Abziehen des Kondoms explizit zu erwähnen!

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