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Alt  03.03.2018, 16:40   # 1
mupfel
ich mag sie alle
 
Benutzerbild von mupfel
 
Mitglied seit 5. September 2012

Beiträge: 6.149


mupfel ist gerade online
Fußball !!!! Weltmeisterschafft 2018

Bild - anklicken und vergrößern
wm.jpg   010.jpg   006.jpg   003.jpg   001.jpg  

Große Ereignisse werfen ihre Schatten vorraus.
Wer wagt Prognosen
?

HIER ZUM SPIELPLAN UND INFOS RUND UM DIE WM 2018

Wie wird unsere Elf aufgestellt?
Was machen die Holländer in der Zeit?
Gegen wen spielen wir im Endspiel?
Was für einen Schal wird Yogi tragen?
.
.

dieser fred ist durchaus nicht ernst gemeint
__________________

Stirb mit Erinnerungen nicht mit Träumen.

Das Leben ist eigentlich wie ein Penis. Ruhig und relaxt rumhängen.
Es ist die Frau, die es hart macht.

member of "
Los Lisaficionados" & "Los Juliaficionados"


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Alt  24.07.2018, 09:35   # 362
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.839


Epikureer69 ist offline
@glücksbringer 1959

Super Analyse ! Das war mal wieder ein Beitrag, bei dem man es bedauert, dass man den "Danke-Click" nur einmal setzen kann.

Nur bezüglich einiger Marginalien hätte ich noch ein paar Anmerkungen. Ich fand es zwar auch schade, dass Leroy Sane "aussortiert" wurde, aber da muss man dem Bundestrainer zu Gute halten, das er in der Vorbereitung, in den Testspielen sowas von grottig gekickt hat, dass ich da als einer von hundertausend "heimlichen Bundestrainern" auch schon ins Grübeln kam, bevor die endgültige Kaderzusammenstellung bekanntgegeben wurde.

Erst im nachhinein, gebe ich zu, ist mir noch ein anderes wesentliches "Missmatch" der verantwortlichen Funktionärs - und Trainergilde aufgefallen, was das so wichtige "Teambuilding" im endgültigen Kader angeht:
genau an dem Tag, als Löw die vier gestrichenen Spieler bekannt gab, wurde im DFB-Trainingslager mit großem Getöse Frau Merkel empfangen.

Ein erfahrener Trainer wie Jogi Löw sollte wissen, dass diese endgültige Kaderbenennung, vor so einem Turnier, nicht nur das "Problem" der vier "Gestrichenen" ist, die halt mit der Entäuschung klar kommen müssen nicht dabei zu sein. Auch die 23 verbliebenen Spieler haben ihre eigene Meinung dazu und müssen Das erst mal verarbeiten und gegebenenfalls in der Gruppe diskutieren. Das ist der entscheidende Beginn für die Mentalitätsbildung für das wirkliche Turnier.

Und was ist stattdessen passiert ? Sie hatten ein Dinner mit Frau Merkel und anschließend "Einzelgespräche in Kleingruppen" mit der Kanzlerin. Im schlimmsten Fall noch mit Thematisierung der "Erdogate-Affäre". Frau Merkel als Mentalcoach und Co-Trainer ! Jawoll so bildet man ein erfolgreiches Team und spielt eine gute WM ! "Wir schaffen das !"

Dieser Event war, auch wenn ich Frau Merkel keinesfalls mit Erdogan vergleichen will, genauso überflüssig wie das besagte "Photo-shooting" der Herren Özil und Gündogan mit Erdogan, im Vorfeld.

Die veränderte Personalsituation, im Vergleich zu 2014, hätte nicht das "große Problem" sein müssen, wenn man die Mannschaft, entsprechend der personellen Alternativen aufgestellt hätte und Teambuilding und Mentalität gestimmt hätten.

Kollege glücksbringer1959 hat es ja sehr trefflich beschrieben, dass in der Vergangenheit sehr wohl Trainerschachzüge geeignet waren, Qualitätsmängel auf der einen oder anderen Position zu kompensieren.

Schließlich waren die Mannschaften, die es bei dieser WM, am Ende ins Halbfinale geschafft hatten, auch nicht auf jeder Position mit "Weltklasse" besetzt, da der liebe Fußballgott diese Talente halt zeitversetzt über den Globus verteilt. Nur haben es diese Teams verstanden ein dazu passendes System zu kreieren.

Auch finde ich, dass Löw 2014 nur bedingt "Alles richtig gemacht" hat. Er wurde nämlich, durch die Verletzung Mustafis, quasi zu seinem "Glück gezwungen", indem er Lahm wieder auf die Außenverteidigerposition beordern musste und jeder, mit etwas Ahnung vom Fußball, gesehen hat, dass durch diese Maßnahme die Balance in der Mannschaft deutlich stabiler wurde, was die Leistungssteigerung nach dem Algerienspiel erst möglich machte. Mit der Variante davor, nämlich Mustafi rechts hinten und Lahm im Mittelfeld, wäre nämlich wahrscheinlich bereits im Viertelfinale gegen Frankreich Schluss gewesen...

Abschliessend komme ich immer noch zu dem Resüme, dass auch mit dem aktuellen Kader von 2018, die Reise auch bei dieser WM hätte weit gehen können, wenn sonst wirklich Alles gepasst hätte...
__________________
"Sex, Fußball und Saufen", wobei im höheren Lebensalter die "Kardinaltugenden" zwei und drei, im Leben eines Mannes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

"Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber nicht den Balken im Eigenen."

Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.
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Alt  23.07.2018, 18:49   # 361
glücksbringer1959
 
Mitglied seit 18. November 2013

Beiträge: 900


glücksbringer1959 ist offline
To whom it may concern…

Ich bin zwar nicht Jogi Löw, aber hier mal ein paar Ansätze zu der „knallharten Analyse“ nach der WM.

Man vergleiche die Mannschaft von 2018 positionsgetreu mit der von 2014. Frage sich, ob die Nachfolger abgetretener oder nicht berücksichtigter Spieler das gleiche Niveau hatten, wie die Spieler von 2014. Bei den Weltmeistern vergleiche man das Leistungsniveau von 2018 mit dem von 2014. Dazu keine kurze Analyse des Spielsystems. Dabei kommen interessante Dinge zu Tage.

Manuel Neuer war der Torwart der WM 2014. Ob er im Verlauf dieses Turniers genauso viel und große Heldentaten vollbracht hätte, wie 2014, bleibt ungeklärt. Auch die Frage, ob ter Stegen das Niveau von Neuer 2014 erreicht hätte. Hier würde ich mal sagen: Niveau vermutlich gleichgeblieben, unabhängig davon, ob Neuer oder doch ter Stegen gespielt hätte. Auf der Position haben wir keine Sorgen und sie war auch nicht „kriegsentscheidend“.

Rechter Außenverteidiger: Mustafi, später Lahm. Mustafi hat hinten dicht gemacht, war wichtig, um für Sicherheit zu sorgen. Lahm muss man nicht loben. Wäre Eulen nach Athen tragen. Prädikat: Weltklasse.

Kimmich: Ein klasse Spieler. Enormes Spielverständnis, ganz stark in der Offensive. Machte aber die rechte Abwehrseite völlig auf, da er einfach nicht vor Ort war, wenn der Gegner konterte. Bei aller individuellen Klasse, kann er das Niveau von Lahm nicht halten und erst mit mehr Erfahrung erreichen. Dazu wurde er jahrelang von Jogi Löw zu wenig auf die Defizite in der Defensive hingewiesen. Also ein Mix aus mangelnder Erfahrung und falschen taktischen Vorgaben.
In Summe deutlicher Abfall gegenüber 2014.

Linker Außenverteidiger: Höwedes. Machte hinten erstmal dicht. Im Verlauf des Turnieres immer sicherer und auch nach vorne gefährlich. Ich erinnere nur an seinen Pfostenkopfball im Finale gegen Argentinien. Ließ hinter nix anbrennen. Gute Leistung im gesamten Turnier. Zwar keine Weltklasse, aber eine sichere Bank.

Plattenhart. Seien wir höflich und schweigen. Seine Mitspieler ließen ihn schon kaum mitmachen. Lassen wir es dabei.
Jonas Hektor: Defensiv wesentlich schwächer als Höwedes. Nach vorne solide bis gut, aber weit davon entfernt, die von Jogi Löw geforderte Weltklasse zu verkörpern.

In Summe deutlich schwächer als 2014. Keine defensive Stabilität, nach vorne auch zu wenig.

Hummels/Boateng waren 2014 beide Weltklasse. Heute nicht mehr ganz so dominant, aber kaum schlechtes als 2014. Boateng immer noch unglaublich stark im Gegenpressing und mit noch besseren Diagonalpässen als 2014. Gleicht somit seine körperlich etwas schlechtere Verfassung gegenüber 2014 aus. Hummels nicht mehr so schnell und kopfballstark wie 2014. Aber noch erfahrener und besser im Stellungsspiel und ungemein wichtig im Spielaufbau.
Niveau in etwa gehalten.

Schweinsteiger: War absolute Weltklasse. Spielte im Endspiel das Spiel seines Lebens. Ein echter 6er und Leader. Der Kopf des Spiels, während Lahm der Kopf der Mannschaft war.

Kedira 2018: Verweigerte die Drecksarbeit, die Schweinsteiger verrichtete. Lief kopflos nach vorne, verlor viele Bälle. Gegenüber 2014 2 Klassen schlechter. Und es war kein Ersatz da, wie 2014 mit Christoph Kramer, der jedes defensive Loch zugelaufen hat. Sebastian Rudy ist ein anderer Spielertyp. Fazit: Kein Abräumer da, zu wenig Laufbereitschaft, zu wenig defensive Zweikämpfe geführt und vor allem gewonnen. Eine der Hauptursachen für das Ausscheiden.

Kroos war 2014 sehr gut, heute ist er als Spieler noch weiter gereift. Hatte aber keinen Schweinsteiger neben sich, der ihn absicherte. Wirkte auch nicht so fit nach der langen Saison bei Real und der für ihn sehr kurzen Vorbereitung. So wirkte er in vielen Szenen unglücklich. Wurde somit eher Opfer von Jogis Löws falscher Taktik und Aufstellung. Hätet sich im Verlauf des Turniers sicherlich weiter gesteigert.

Es hätte unter Umständen mehr Sinn gemacht, auf eine Dreierkette zu setzen und Kimmich sowie Hektor damit für ihr offensives Spiel besser abzusichern. Sühle hat seine Klasse bei Bayern dieses Jahr schon nachgewiesen und er ist sowohl mit Boateng als auch mit Hummels eingespielt. An guten Innenverteidigern mangelt es nicht. Wir haben nur 2x keinen Außenverteidiger.

Özil war 2014 auch nicht überragend. Seit er Real verlassen musste, wirkte er nicht mehr so sicher. Seit 2013 stagnierte seine Leistung. War 2018 nicht besser als 2014, aber auch nicht viel schlechter. Nur 2014 spielte er auf der Außenbahn. 2018 war er einer von 3 10ern.

Draxler spielte angeblich auf der linken Außenbahn. War er überhaupt mal an der Grundlinie? Ich kann mich nicht erinnern. Übersteiger, nach innen ziehen und dann: Rück- oder Querpass. Selten in die Tiefe.
2014 war auf der linken Außenbahn wesentlich mehr Musik. Draxler ist auch eher ein Spieler für das Zentrum als für Außen. Dasselbe gilt für Müller. Der war nie ein Rechtsaußen und wird auch keiner mehr werden. 2014 oft als Mittelstürmer eingesetzt. Konnte sich als Raumdeuter auszeichnen. Heute kann er damit niemanden mehr überraschen, wenn er außen spielen muss. Seine Spielweise ist bekannt. Gehört auf die 10 hinter die Spitze. Macht dort überraschende Dinge, weil nicht so ausrechenbar. Geht auch selbst in die Spitze. Wie bei seinen beiden EM-Auftritten: Trifft er nicht gleich am Anfang, trifft er gar nicht. Ich denke auch er ist eher ein Opfer von Jogis falscher Taktik. Aber er strahlte auch nicht das Selbstbewusstsein früherer Tage aus.

Timo Werner: Ein Klassespieler. Aber ganz anders als Klose. Kein Kopfballungeheuer. Kein Innenverteidiger hat Angst vor ihm. Man muss ihm nur den Raum nehmen. Was zugegebenermaßen schwer ist, aber eben nicht unmöglich. War auf Außen effektiver als im Zentrum. Brachte dort seine Schnelligkeit ein. Hätte dort eingesetzt werden müssen. Genauso wie auf der anderen Seite der Leverkusener Brandt. Auch er sehr schnell mit Ball am Fuß, suchte den Abschluss, hatte dabei Pech. Aber er hätte mehr bewirkt, als Müller auf falscher Position. Kimmich spielte ja unter anderen so hoch, weil Müller nicht der Spieler ist, der an 2 Verteidigern vorbei bis an die Grundlinie geht. Das war wohl nix Jogi. Ich nenne das klassisch vercoacht.

Klose war in Brasilien immer noch für ein entscheidendes Tor gut. Und die gegnerischen Abwehrreihen fürchteten ihn. Er band permanent 2 Gegenspieler. Lief im Endspiel, bis das Sauerstoffzelt rief. Wurde durch einen Joker ersetzt, der an diesem Tag zeigte, dass er vielleicht nicht besser ist als Messi, aber eben effektiver. Er hat die Bude gemacht, die Messi nicht gemacht hat, obwohl er zumindest eine ganz große Chance hatte.

Gomez hätte diese Rolle übernehmen können, wenn man das Spiel in der Offensive etwas anders angelegt hätte. Auch er ging permanent in den Infight, aber er wurde wesentlich schlechter in Szene gesetzt. Obs jetzt an ihm lag oder an der Taktik, kann ich nicht beantworten. Spielt auch keine Rolle, denn unterm Strich waren wir im Sturmzentrum wesentlich weniger gefährlich als noch 2014.

Bei Standards waren wir 2014 auch gefährlicher als 2018. Siehe Hummels Kopfball zum 1:0 gegen Frankreich oder Müllers 1:0 gegen Brasilien nach tollem Eckballtrick. Dergleichen hat man diesmal nicht gesehen.

Altersstruktur: Wir hatten gerade mal 2 Spieler in der Anfangsformation, die deutlich jünger waren als 25 (Kimmich und Werner). Der Rest war eher Ende 20 (Boateng/Hummels, Kroos) oder schon über 30 (Kedira). Zu wenig, um mehr Laufgeschwindigkeit ins Spiel zu bekommen, auch mal an einem Gegenspieler vorbeizukommen.

Jogi hat den Kader falsch zusammengestellt.
Er hat die falsche Taktik für diesen Kader gewählt.
Wir hatten keine Außenverteidiger.
Wir hatten keine Außenstürmer.
Wir hatten keinen 6er, der die Löcher zuläuft, Gegenangriffe antizipiert.
Im Sturmzentrum war auch zu wenig Musik drin.

Wundert es noch irgendjemanden, dass wir als Gruppenletzter in der Vorrunde ausgeschieden sind?

Löw hätte Sane mitnehmen sollen. Weil er Tempo auf der Außenbahn bringt. Werner hätte außen spielen müssen, weil er das Tempo hat, auch für 1gegen1-Situationen. Brandt hätte mehr spielen müssen, weil er das gleiche einbringt wie Werner: Tempo mit Ball am Fuß.

74 wurden wir mit den beiden zentralen Mittelfeldspielern von Eintracht Frankfurt als Flügelzange (Hölzenbein, Grabowski) Weltmeister. 72 mit dem klassischen Mittelstürmer Heynkes auf Rechtsaußen Europameister. Die Spieler stellten sich in den Dienst der Mannschaft.

2014 spielte Höwedes linker Außenverteidiger. Er hat alles gegeben. Müller spielte teilweise in der Spitze, obwohl es nicht seine Position ist. Warum hat Jogi diesmal solche Schachzüge, Spieler auf anderen Positionen einzusetzen, auf denen sie für die Mannschaft aber enorm wichtig sein können, diesmal unterlassen? Die Antwort weiß wohl nur er selbst.

Dass wir keine Außenverteidiger haben, dafür kann Löw nix. Aber auch das hätte man taktisch auffangen können mit z.B. einer Dreierkette.

Es beißt die Maus keinen Faden davon ab: 2014 hat Jogi alles richtig gemacht. Dieses Mal leider vieles falsch. Deshalb muss man jetzt nicht den Stab über ihm brechen. Er hat eine Chance verdient, in 2 Jahren die Scharte wieder auszuwetzen.

Ich wünsche ihm, mir und letztlich uns allen, dass ihm das gelingt.
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Alt  23.07.2018, 16:47   # 360
extremeSillis
 
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Beiträge: 370


extremeSillis ist offline
Ja so ist besser gesag. Glücksbringer.
Zitat:
nur aus der Not geboren, in die man sich selbst hineinmanövriert hat.
Die hatten in der Tat genug eigene und selbst geschaffene Probleme.
Mir wabert noch im Kopf so ein Gedanke rum, der was mit der Bedeutung und der Vermarktung des Fußballs weit über die sportliche Bedeutung zu tun hat.
Vielleicht ein wenig weit hergeholt, aber trotzdem mal so hin gestreut.
Der FC Bayern steht wegen der enormen Summen im internationalen Fußball ganz schön unter Druck. Wenn da jetzt ein Baustein der Vermarktung. die deutsche Nationalelf, wegbricht wird es noch schwieriger.
Die DFL Verantwortlichen haben anscheinend überhaupt noch nicht gecheckt, dass die DFb-Elf immer weniger Menschen interessiert.
Womit man wieder bei den angesprochenen Amateuren wäre.
Der für mich große Unterschied zwischen Vereinsfußball und Nationalelf ist doch , dass es im Vereinsfußball fast nur noch auf das gezahlte Geld ankommt (einige wenige Ausnahmen und die nur zeitlich begrenzt).
In einer funktionierenden Einheit als Nationalelf ist nicht das Geld die motivierende Kraft. Soviel Naivität erlaube ich mir auch heutzutage noch
Wie Grindel, Bierhoff und Co mit diesem Pfund umgehen, das treibt mir fast die Tränen in die Augen.
Vor der WM bis 20222 verlängern....was hab ich gestaunt. Was haben die sich dadurch erhofft?
Es gab keine laute Kritik daran. Weder in den Medien noch von anderen Verantwortlichen, aber Begeisterung habe ich darüber nirgends wahrgenommen. Das war echt alles Wahnsinn.
Ein immer noch mögliches Viertelfinale hätte das nur alles zugekleistert.
Insofern bin ich Löw fast dankbar, dass er sich zudem vercoacht hat.
Ihm danach ohne Einfluss von außen die Entscheidung über sein Verbleiben und die Analyse zu überlassen hat mich dann nicht gewundert, aber empört.
Glaubt eigentlich irgend jemand das da etwas anderes rauskommt als in dem erwähnten Artikel der SZ?
Echt krass was die sich gerade erlauben. Ach shit, viel zuviel geschrieben.
Ich liebe einfach Sport und Wettkampf und finde das wirklich schlimm was da gerade alles beim DFB passiert.
__________________
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Alt  23.07.2018, 16:11   # 359
glücksbringer1959
 
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glücksbringer1959 ist offline
Stimme Dir vollkommen zu. Die Nominierung von Neuer war problematisch. Auch wenn er nicht die Schuld am Ausscheiden zu tragen hat, war es ein falsches Signal, nicht auf seinen Stellvertreter zu setzen, der ja auch ein Weltklassetorwart ist. Neuer hat immerhin ein 3/4-Jahr nicht gespielt. Ich hätte ihn nicht mitgenommen, oder nur zusätzlich in das Betreuerteam aufgenommen. Er ist ja immerhin der Kapitän der Mannschaft.
Bei Boateng war zwar auch eine Verletzung vorhanden, aber er hat viele Spiele in der Saison gemacht. Kann man also nicht vergleichen. Aber ter Stegen nicht als Nummer 1 mitzunehmen war ein fatales Signal: Erst kommen die Weltmeister und dann lange Zeit nix...
Die Kommentare der Bayernführung zu Boateng (Er kann gehen, wenn ein Verein unsere Ablösevostellungen erfüllt) waren so überflüssig wie ein Kropf. Ist Boateng gesund und fit, ist er einer der besten Innenverteidiger der Welt. Dazu eingespielt mit Mats Hummels. Diese Kommentare waren keine Heldentat.
Das hochgelobte Management der Bayern ist auch nicht frei von Fehlern. Bei der Trainerwahl in der Nachfolge von Pep Gardiola waren sie auch nicht nicht wirklich treffsicher. Jupp zu reaktivieren war gut und richtig. Aber auch nur aus der Not geboren, in die man sich selbst hineinmanövriert hat. Nur das hat nix mit der Nationalmannschaft zu tun. Soll nur zeigen, dass Hoeness und Rummenigge auch keine Superhelden sind, wie sie es als aktive Spieler z.T. ja wirklich waren.

@kuching
By the way, Overath und Breitner (vielleicht waren es auch noch mehr, aber von denen weiß ich das halt noch) sangen bei der WM 1974 die Hymne auch nicht mit. Beide haben maßgeblich zum Titelgewinn beigetragen. Das Thema ist viel älter als das Thema "Spieler mit Migrationshintergrund" in der Nationalmannschaft. Das im Zusammenhang mit Özil immer wieder hervorzuholen, finde ich mindestens kleinkariert. Lieber nicht mitsingen, als auf der Tribüne die 1. Strophe zum Besten geben...

My 2 Cent

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Alt  23.07.2018, 15:57   # 358
extremeSillis
 
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extremeSillis ist offline
Rummenigge seine Amateur Kritik hatte ich vergessen.

Ich glaube die Bayern Verantwortlichen saßen da in einer Klemme.
Wenn man an dem Punkt der nachgewiesenen Leistungsfähigkeit und diesen als einen der Hauptkritikpunkte bei der Kader Auswahl und der hieraus folgenden Motivationsprobleme ansetzt, ist die Sonderolle von Manuel Neuer ein Problem.
Wenn sie da auch nur leise Kritik dran geäußert hätten, ich weiß nicht, ob Manuel Neuer so souverän gewesen wäre das weg zustecken oder sich einen anderen Verein gesucht hätte. (Liverpool hätte ihn schon genommen ).
Boateng ungefähr the same.
Da hätten die ein ganz schönes Theater in München gehabt.
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Alt  23.07.2018, 15:26   # 357
kuching
Immer auf der Jagd
 
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kuching ist offline
@michael120

Auf den Punkt gebracht!

@extremeSillies

Zitat:
Ich finde es ebenso ein Armutszeugnis, dass sich kaum einer von der DFL oder einem Bundesligaklub dazu meldet. Die überlassen ja dem DFB geradezu sich selber.
K-H Rummenigge hat wohl was dazu gesagt in der Art: schlechtes Management bzgl. der Affaire und die einseitige Schuldzuweisung am Ausscheiden ginge ja gar nicht. Ansonsten aber volle Zustimmung!

Das Thema wird den DFB noch länger begleiten, vielleicht nicht so bemerkt von der Öffentlichkeit, aber in den ganzen U-Mannschaften, sei es DFB oder Klub-Mannschaften spielen ne Menge junger Menschen mit Migrationshintergrund. Ein freundliches Zeichen gegenüber denen war die Behandlung der Affaire des DFB bis jetzt ganz sicher nicht.

Der DFB-Präsident wird aber an seinem Stuhl kleben wie ein Kaugummi am Schuh, leider...

Wie sagte der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet:

„Auf die Idee, dass ein Foto mit Erdogan an der Niederlage gegen den Fußball-Giganten Südkorea Schuld sein soll, können auch nur DFB-Funktionäre nach 3 Wochen Nachdenken kommen.“

Ebenso auf den Punkt gebracht!

Ich teile den gesamten Rundumschlag von Mesut Özil sicher nicht. Aber, auch hier stecken halt doch ein paar unangenehme Wahrheiten dahinter. Er hat sicher das Beste gemacht, was er jetzt noch tun kann: der Rücktritt von sich aus.

Bin mal gespannt, ob sich einige andere Herren im DFB daran ein Beispiel nehmen...

@glücksbringer1959

Zitat:
Mesut Özil hat einen Schlussstrich unter sein Kapitel in der Nationalmannschaft gezogen. Auch wenn es letztes Endes so kommen musste, ist es einfach nur schade, dass ein so großartiger Fußballer es geschafft hat, sich selbst so ins Abseits zu manövrieren.
Ja, das ist wirklich schade, vor allem, dass er für die Situation so einen Scheiß-Berater hat(te).

Und leider wird uns jetzt der ganze "Sing-die-Hymne-mit!"-Scheiß auch noch länger begleiten...

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Alt  23.07.2018, 15:21   # 356
glücksbringer1959
 
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glücksbringer1959 ist offline
@extremSillies

Danke für die Ergänzung. Die DFL ist mitverantwortlich, nicht zuletzt, weil sie auch nicht in ausreichende Zahl Talente hervorgerabcht hat, die der Mannschaft das gleiche hohe Niveau gesichert hätten, wie es 2014 der Fall war.
Aber: Warum äußert sich Hoeness erst jetzt? Wenn Özil schon seit Jahren wirklich so schlecht war, wie ihm jetzt attestiert wird, warum hat niemand vor der WM darauf hingewiesen? Hoeness hat doch sonst genug Mumm, sich auch mal unbeliebt zu machen. Hat für mich auch einen faden Beigeschmack. Und das, obwohl ich selbst Bayernfan bin. Und Rummenigges Kritk am DFB (Nur Amateure) hätte ich mir auch vor der WM gewünscht.

@michael120

Sehe ich nicht so. Politiker müssen mit Erdogan irgendwie umgehen, wenn sie nicht auf ihn schießen oder sich von ihm beschießen lassen wollen. Das nennt man Realpolitik. Niemand verurteilt den ehemaligen britischen Premierminister Chamberlain dafür, das sich sich 1938 mit dem Führer und Reichskanzler in Berchtesgaden getroffen hat, sondern nur dafür, dass er vor ihm eingeknickt ist. Die Türkei ist nicht Bielefeld, die Stadt von der man nicht weiß, ob sie überhaupt existiert. Die Türkei ist NATO-Mitglied, ein souveräner Staat in Europa (wenn auch zum Teil in Asien gelegen), beliebtes Reiseland, Wirtschaftspartner, etc. Sie können den Kontakt nicht komplett ablehnen. ABER: Sie machen auch keine Wahlkampfhilfe für ihn. Da sollte man schon genau zwischen Politik und der Rolle eines bekannten Profifußballers unterscheiden. Özil hatte die Wahl, ob er sich mit Erogan trifft. Staatschefs haben das nicht. Es gehört einfach zu ihren Aufgaben.

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Alt  23.07.2018, 14:36   # 355
michael120
 
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Beiträge: 740


michael120 ist offline
Gute Analysen

Eine letzte Anmerkung zum Erdogate.

Die Politik weiß doch selbst nicht, wie sie mit Erdogan umgehen soll: Aktuell in der medialen Aussendarstellung der Buhmann. Aber hinter verschlossenen Türen aufgrund des Flüchtlingsproblems und seiner aus NATO Sicht strategisch wichtigen Lage bis zur Schulter in seinem Arsch stecken. Wenn dieser Penner nach wie vor von der scheinheiligen Politik hofiert wird, kann man dem Özil (politisch vielleicht nicht die hellste Kerze auf der Torte) doch nicht ernsthaft vorwerfen, er hätte sich so oder aber auch so verhalten müssen.
__________________
Wer immer auf dem Teppich bleibt, hat sicher einiges darunter gekehrt.
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Alt  23.07.2018, 14:01   # 354
extremeSillis
 
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Beiträge: 370


extremeSillis ist offline
Meine volle Zustimmung. Genauso hätte ich es geschrieben, wenn ich es gekonnt hätte

Zitat:
Es ist an der Zeit, dass sich die Herren in verantwortlicher Position mal selbst grundsätzlich in Frage stellen.
Nur hiermit nicht so ganz. Ich finde es ebenso ein Armutszeugnis, dass sich kaum einer von der DFL oder einem Bundesligaklub dazu meldet. Die überlassen ja dem DFB geradezu sich selber.
Da muss dann wieder mal Herr Höneß mit einer, meiner Ansicht nach, bewußt etwas übertriebenen Rede den Provokateur machen, damit andere sich so langsam aus der Deckung trauen.
Die Dortmunder, auch in dieser Hinsicht wieder mal enttäuschend. Mich hat es schon gewundert, dass Herr Rauball sich gar nicht geäußert hat.
__________________
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Alt  23.07.2018, 11:57   # 353
glücksbringer1959
 
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Beiträge: 900


glücksbringer1959 ist offline
Mir wird das Ausscheiden der deutschen Mannschaft viel zu sehr auf das Thema Mesut Özil reduziert und gleichzeitig viel zu Wirbel um seine Person veranstaltet. Aber der Reihe nach:

Grindel war als Präsident nur eine Notlösung und er hat mit mindestens 3 Aktionen nachgewiesen, dass er allenfalls als Notnagel taugt:
1. Völlig unnötige Vertragsverlängerung mit Löw vor der WM bis 2022. Hätte man besser nach einer erfolgreichen WM gemacht oder eben doch nicht.
2. Kein Krisenmanagement vor der WM zu Erdogate
3. Heuchlerisches Nachtreten gegen Özil nach der WM: Er muss sich erklären! Hat er das im internen Kreis vor der WM nicht getan? Oder doch? Dann kann er ja im Grundsatz nur dasselbe zu dem Treffen gesagt haben, wie jetzt in seiner Erklärung seines Rücktrittes. Wenn dem so war, hätte er nicht mitfahren dürfen. Und ohne inhaltliche interne Klärung auch nicht.
Auch der smarte Bierhoff kommt nach der WM genauso scheinheilig daher.
Für beide gilt gleichermaßen: Führungsstärke zeigt man in der jeweiligen Situation und nicht durch späteres Nachtreten.

Jogi Löw hat sich schlicht und einfach vercoacht. Das gilt sowohl für die Zusammenstellung des Kaders als auch für die Mannschaftstaktik. Völlig naives Verhalten der Mannschaft, die sich ein ums andere Mal auskontern ließ. Dazu kein Plan B, wie man reagiert, wenn der Gegner anders spielt als erwartet. Da muss mir erst mal einer erklären, dass dafür nicht der Trainer verantwortlich ist.

In der Mannschaft hat die Balance gefehlt. Keine Außenverteidiger, keine Außenstürmer, dazu 3 Zehner auf dem Platz, kein Mittelstürmer klassischer Prägung. Kein 6er, 1 8er (Kroos) und ein weiterer 8er (Kedira, der sich statt aufs Bälleerobern aufs Bälleverlieren konzentriert hat). Das kann man bei einer WM weder durch erhöhte Laufbereitschaft noch durch besonderen Einsatz kompensieren.

Die Verantwortung für diese falsche Kaderzusammenstellung trägt nun mal der Trainer. Und dem wird zugestanden, selbst zu entscheiden, wie es weitergeht. Ob er sich also selbst entlässt oder lieber doch nicht. Geht´s noch?

Um nicht falsch verstanden zu werden:
Ich fordere keineswegs die Entlassung von Jogi Löw. Mir geht es ausschließlich um die Art und Weise, wie der DFB mit so einer Personalie umgeht. Die ist unterirdisch.
Özil war weder ganz besonders schlecht noch besonders gut. Er hat sich mit seiner Leistung dem Niveau der Mannschaft „angepasst“. Ihn nachträglich zum Sündenbock zu machen, ist feige und zeugt von mangelnder Selbstkritik. Ich fordere weder seinen Rausschmiss noch seine Rehabilitierung. Hat man ihn vor der WM wegen Erdogate nicht aus dem Kader genommen, darf man es hinterher auch nicht. Nur: Özil ist ein in Gelsenkirchen geborenen deutscher Staatbürger. Wenn er mit Despoten wie Erdogan zum Bildershooting vor der Wahl antritt, hat das nichts mit Respekt vom dem Amt des türkischen Präsidenten zu tun, sondern zeugt im besten Fall von grenzenloser Naivität. Wer sich in einer derart exponierten Stellung befindet wie ein Fußballprofi, der immerhin Fußballweltmeister ist, darf sich für so etwas nicht hergeben. Damit nimmt er dessen politische Ausrichtung zumindest billigend in Kauf. Die ist aber mit unserem Grundgesetz nun mal nicht vereinbar. Bei Staatsdienern verhindert es eine Verbeamtung. In der Nationalmannschaft kann das nur zum Ausschluss führen. Egal, ob er türkische, russische, französische oder welche Wurzeln auch immer hat, neben seinen deutschen.
Klar ist, dass Özil nach dieser Vorgeschichte nur noch zurücktreten konnte. Konsequent, aber in der Begründung grenzwertig. Er spricht von mangelndem Respekt ihm gegenüber. Damit hat er Recht, denn von bestimmter Seite wurde das Thema instrumentalisiert. Genauso abstoßend wie das Treffen mit Erdogan. Aber mangelnder Respekt gegenüber diesem türkischen Präsidenten? Soll man dem Despoten auch noch Respekt zollen? Wofür denn? Für die Abschaffung der Grundrechte und der Gewaltenteilung, also für die Abschaffung der Demokratie in der Türkei? Da wird uns doch ein wenig zu viel abverlangt.

Mesut Özil hat einen Schlussstrich unter sein Kapitel in der Nationalmannschaft gezogen. Auch wenn es letztes Endes so kommen musste, ist es einfach nur schade, dass ein so großartiger Fußballer es geschafft hat, sich selbst so ins Abseits zu manövrieren.

Auch das ein Armutszeugnis für den DFB und seine Führungsriege. Es ist an der Zeit, dass sich die Herren in verantwortlicher Position mal selbst grundsätzlich in Frage stellen.
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Alt  23.07.2018, 10:22   # 352
DarthSidious
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Benutzerbild von DarthSidious
 
Mitglied seit 22. July 2018

Beiträge: 20


DarthSidious ist offline
Zitat:
Faustformel müsste jetzt sein, dass der DFB endlich begreift, dass es nicht darauf ankommt, ob auf dem "Firmenbus" die MANNSCHAFT steht, sonder darauf, ob sich in Selbigem eine solche befindet...
Ganz genau richtig! Denn da war alles andere drin als eine Weltmeisterliche Nationalelf. Ein Sauhaufen saß da drin! Wenn man sich zu Gemüte führt, was vor der WM und bei deren Vorbereitung abgegangen ist kann man nur nochmal sagen: Sau Haufen...NULL MOTIVATION!
Erst ist einer nach dem anderen Krank (wenn es ne richtige Leckage ist sagt ja keiner was), dann Beschäftigt sich ein Weltmeisterteam tatsächlich mit so Sachen wie mit dem vom Özil und wenn dann der Bundes Jogi als Krönung den feinen Herren auch noch das Internet abschalten muss, weil die Herren meinen am Computer zocken zu müssen anstatt für die Titelverteidigung alles zu geben, dann ist es nur gerecht zugegangen, das sie in der Vorrunde im Hohen Bogen per Arschtrittblamage rausgeflogen sind.
Das war alles andere als Weltmeisterlich. Kreisliga würde da perfekt passen.
Da haben wohl ein paar gedacht, wenn Deutschland, der Weltmeister auf den Platz aufläuft, dann zittert jede andere Mannschaft...wie Infantil. Da war die von 2014 schon ganz anderst drauf.
Wenn man nur an den Schweini zurück denkt, gekämpft wortwörtlich bis auf's Blut

https://www.bild.de/sport/fussball/n...7550.bild.html
Wenn es hier in Deutschland sooo schlecht ist, warum geht er nicht in die schön Türkei zurück? Man kann sich denken warum. Aber motzen!
Falls er doch noch nach hause geht und auf dem Weg dahin hin zu fallen droht, kann er sich ja immer noch mit seinen Augen absützen
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Alt  23.07.2018, 08:48   # 351
Epikureer69
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Epikureer69 ist offline
Immerhin hat

der vielgescholtene Özil, mit seiner Rücktrittsbegründung (egal wer sie ihm verfasst hat), sogar eine politische Debatte losgetreten, wie ich heute in den Frühnachrichten hören konnte.

Daran stört mich wiederum diese Vermengung von Leistungssport und Politik. Özil war unmittelbar vor der WM längere Zeit verletzt. Früher hieß es aus Bundestrainerkreisen immer man "nehme nur 100%ig fitte Spieler, mit entsprechender Spielpraxis, mit auf ein WM-Turnier".

Das heißt für eine Nichtnominierung hätte es keine politische Begründung (Erdogan-Bilder) gebraucht, sondern lediglich den Querverweis auf "alte Gepflogenheiten". Das gleiche gilt im Grunde auch für Boateng und Neuer, wobei letzterem zugute kommt, dass er im Turnier nicht versagt hat sowie sich über etliche Jahre in der Torwartzunft eine Ausnahmestellung erarbeitet (!) hat, wie sie bei den Feldspielern in etwa einem Messi oder Christiano Ronaldo entspricht. Und solche Spieler wären von anderen Verbänden, hier Argentinien und Portugal, wahrscheinlich auch im angeschlagenen Zustand, zumindest nominiert worden.

Dass Özil und Boateng, trotz guter Alternativen, dann zunächst sogar als Stammspieler gesetzt waren, ist wohl ein wesentlicher Teil des abgelaufenen Debakels, deshalb sehe ich jetzt die Gefahr, dass sich die Aufarbeitung dieser betriebsinternen Fehlleistungen, hinter der öffentlichen Debatte um Özils Rücktritt, ins Nirwana verschleiert.

Faustformel müsste jetzt sein, dass der DFB endlich begreift, dass es nicht darauf ankommt, ob auf dem "Firmenbus" die MANNSCHAFT steht, sonder darauf, ob sich in Selbigem eine solche befindet...
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"Sex, Fußball und Saufen", wobei im höheren Lebensalter die "Kardinaltugenden" zwei und drei, im Leben eines Mannes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

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Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.
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Alt  22.07.2018, 22:31   # 350
michael120
 
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michael120 ist offline
Wobei er mit der bemängelten Doppelmoral bei Presse und DFB gar nicht so unrecht hat. Frage mich allerdings, wer ihm das geschrieben hat. Denn so rein intellektuell passt das nicht zu dem Ösil, der sich in meiner Vorstellung festgebannt hat.
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Wer immer auf dem Teppich bleibt, hat sicher einiges darunter gekehrt.
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Alt  22.07.2018, 21:55   # 349
DirtyDiddy
 
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DirtyDiddy ist offline
Wink

endlich !!! ... s' war aba sowas "von Zeit" ...

da "ösogan" is' z'ruck'tretn ... !!!
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weil's wurschd is ...

aber ... ich will ja "ned so (oarg) sein" ... :
Tipps zum Bilder einfügen (klick) und weitere Tipps (klick) ...
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Alt  22.07.2018, 21:38   # 348
Jaguarn
 
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Jaguarn ist gerade online
Die WM ist zwar vorbei,

aber jetzt ist der Löw aufgetaucht und hat festgestellt, dass bei es bei einigen Spielern an der Einstellung gemangelt hat... Das hat er vielleicht sogar hier nachgelesen.

und

der Özil tritt um sich, zeigt mit dem Finger auf andere, vergleicht sich mit der Queen und weil ihn keiner lieb hat, sind wir alle Rassisten.

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Alt  22.07.2018, 10:45   # 347
kuching
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kuching ist offline
Ein letztes Mal noch...

...was zur vergangenen WM: ein zweiteiliger Artikel in der SZ von gestern zur Analyse des deutschen Abschneidens...

Teil 1

Teil 2
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Alt  18.07.2018, 14:13   # 346
mupfel
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mupfel ist gerade online
grad noch auf firefox gesehen
artikel in der süddeutschen zum wm-desaster

Der DFB hat die Mannschaft, die er verdient

http://www.sueddeutsche.de/sport/fus...ient-1.4047014
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Alt  18.07.2018, 08:40   # 345
mupfel
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mupfel ist gerade online
Thumbs up alles hat ein ende

Bild - anklicken und vergrößern
37303481_1555091167970279_4927847541862563840_n.jpg  
leider, aber jetzt mal ganz ehrlich, wenn ihr euch das anschaut,
da kann ein lederball nicht mithalten,
ein dank an alle, die sich an diesem fred beteiligt haben,
es hat spaß gemacht, trotz der erbärmlichen leistung unserer kicker,
nach der wm ist vor der em, und bis dahin beschäftigen wir uns
wieder mit forumsrelevanten bällen



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Alt  17.07.2018, 13:10   # 344
michael120
 
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michael120 ist offline
Unser Mupfel hat's auf den Punkt gebracht. In diesem Sinne: Peace out

Meine Kritik an den "Experten" bezog sich übrigens nicht die Leute im Fred. Deshalb hab ich auch bewusst von Experten in den Medien, Bild, Ton und Text gesprochen. Also alles fein. Und sollte ich dir oder anderen auf den Schlips getreten haben, dann
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Alt  17.07.2018, 12:11   # 343
mupfel
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mupfel ist gerade online
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Alt  17.07.2018, 11:02   # 342
Epikureer69
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Epikureer69 ist offline
@michael120

Den aggressiven Unterton, mit dem Du Dein letztes Posting begonnen hast, braucht's hier eigentlich nicht.

Ich habe mich mit meiner Analyse des Finales und der WM, nicht ausschließlich auf Deinen Beitrag bezogen, wenngleich es mir bei diesem schon mißfallen hat, dass Du gleich am Anfang über die gelästert hast, die eben schon gewisse Tendenzen zu "hässlichem Effizienzfußball, auch beim neuen Weltmeister, festgestellt haben.

Du kannst ja die Franzosen toll finden und ich finde sie halt nicht so toll...

Übrigens hatten die Kroaten sehr wohl auch noch Torchancen, nur haben sie die leider nicht genutzt, ist eben auch Fußball...

Wenn Du schon vergangene Weltmeisterschaften zitierst, dann ziehe ich mal einen passenden Vergleich:

2018 trafen mit Belgien und Frankreich, im Halbfinale, zwei Mannschaften mit hoher individueller Offensivqualität aufeinander. Das Ergebnis war ein 1:0, da die Franzosen, nach dem Führungstor (durch einen Standard) das Spiel "verklebt" hatten, wie Kollege Kuching es so treffend formuliert hat.

2014 trafen im Halbfinale ebenfalls zwei Mannschaften mit hohem Offensivpotential aufeinander, nämlich Brasilien und Deutschland. Bekanntlich fielen in diesem Spiel 8(!) Tore.

Also, Du siehst, man kann Alles so und so sehen. Wie ich schon sagte, Das ist auch das Schöne am Fußball, da muss man Andere, die es eben anders sehen, nicht unbedingt gleich von der Seite her schräg anmachen...
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Alt  17.07.2018, 10:36   # 341
michael120
 
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michael120 ist offline
Solltest Du damit auf meinen Beitrag abstellen, dann kannst nicht lesen Epi:

Zitat:
Nach meiner Sichtweise handelte es sich, trotz der insgesamt sechs gefallenen Tore, eben NICHT um ein Offensivspektakel...
Ich habe nicht das Finale mit sechs Toren als Offensivspektakel gekürt, sondern eigentlich zum Ausdruck bringen wollen, dass diejenigen, die von einem vermeintlichen Angriffsfussball bei den letzten großen Turnieren sprechen, womöglich eine etwas verklärte Sicht auf die Dinge haben. Denn die torarmen Finalspiele bei den letzten Turnieren und das regelmäßige Erfordernis einer Verlängerung oder gar eines Elfmeterschießens sprechen doch dafür, dass es dieses Angriffsfussball jedenfalls nicht in dem Maß gegeben hat, wie manch einer heute rückblickend meint.

Und deine Analyse des Finalsspiels geht insoweit an der Realität vorbei, als dass man Fehler der gegnerischen Mannschaft und Kuriositäten beim Fußball eben nicht einfach ausblenden kann. Etwas überspitzt könnte man sagen, dass jedes Tor im modernen Fußball Ergebnis eines Fehlers oder einer Kuriosität ist. Denn auch einem herausgespielten Tor geht der Fehler eines Ballverlustes, oder eines nicht unterbundenen entscheidenden Passes, oder ein Foulspiel, oder eine eigene vergeigte Torchance oder... voraus. Das Herausspielen von Toren oder Torchancen setzt voraus, dass der Gegner das zulässt. Und das hat Frankreich im Turnier nur sehr selten getan. Kroatien war (vor allem in der ersten Halbzeit) zwar die aktivere Mannschaft und vielleicht sogar mit mehr Herz und Einstellung dabei. Aber wirkliche Torchancen konnten sie sich nicht herausspielen. In der Zeugnissprache würde man vermutlich sagen: er war stets bemüht. Was bekanntlich ja soviel heißt wie: er wollte zwar, kanns aber einfach nicht. Frankreich würde man vermutlich Effizienz bescheinigen und gleichzeitig kritisieren, dass mit etwas mehr Einsatz noch wesentlich mehr rausgesprungen wäre.
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Alt  17.07.2018, 09:56   # 340
kuching
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kuching ist offline
Zumindest was das Finale betrifft, finde ich die Sichtweise von Epikureer69 legitim.

Ich hatte vor dem Endspiel befürchtet, dass bei einer frühen Führung der Franzosen genau das passiert, was sie so oft gezeigt haben: sie "verkleben" das Spiel, sind höchst ökonomisch und effektiv und können (wegen meiner auch könnten) noch mal hochschalten.

By the way: die ökonomische Effektivität bezeichnete man früher oft als Rumpelfußball und da haben die Deutschen sich ja lange Jahre hervorgetan... Wobei die Franzosen keine Rumpler sind...auch klar!

Dass das - bei allem Bauchgrimmen meinerseits - weltmeisterlich ist, kann man imho nicht bestreiten. Die Frage darf sich aber trotzdem jeder selbst stellen, ob er das toll findet. Die WM findet alle 4 Jahre statt und da erwartet der gemeine Fußballfan halt ein bisserl mehr als reine "Ökonomie". Vielleicht liegt es auch nur daran, dass man bei dem Spielerpotenzial der Franzosen einfach mehr Spektakel erwartet hat. Also war das "kühler Kopf" gegen "Herzblut" und meinereiner ist dann halt gerne mal beim "Herzblut".

Nun gewinnt aber viel öfter derjenige mit dem kühlen Kopf bei so einem Turnier. Darum geht es, ich weiß... Die Franzosen haben nur ein Unentschieden gehabt (das einzige 0:0 im Turnier) und sonst alles gewonnen, passt schon...

Wenn man denn etwas von der WM mitnehmen möchte, das vielleicht künftig "stilbildend" sein könnte, dann sind das die vielen Tore aus Standards. Das wiederum spricht in meinen Augen schon für die These, dass spielerische Defizite kompensiert werden sollen und können. Verteidigen war immer schon leichter als angreifen.
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Alt  17.07.2018, 08:45   # 339
Epikureer69
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Epikureer69 ist offline
Das Schöne am Fußball

ist unter anderem, dass er jedem auch seine eigene Betrachtungsweise des Geschehens gestattet.

So auch beim WM-Finale am Sonntag.

Nach meiner Sichtweise handelte es sich, trotz der insgesamt sechs gefallenen Tore, eben NICHT um ein Offensivspektakel...

Warum ?

Nehmen wir mal jedes einzelne Tor unter die Lupe:

Das 1:0 für Frankreich war nicht nur ein Eigentor der Kroaten, sondern wäre eigentlich gar nicht gefallen, da die Freistosssituation, die dem vorrausging, auf einer Schwalbe von Griezman beruhte.

Das 1:1 der Kroaten war aus dem Spiel heraus, also ein normales Tor.

Der Elfmeter zum 2:1 für Frankreich war, für mich, einer den man zwar nicht als "Skandalelfmeter" brandmarken kann, aber wenn er ihn nicht gibt wäre es genau sowenig ein "Skandal" gewesen. Handelfmeter sind darüber hinaus kein wesentliches Kennzeichen von offensiver Fußballkultur.

Das 3:1 für Frankreich war zwar ein schöner Schuss, aber in der Entstehung eher zufällig, da der abgewehrte erste Schussversuch, in neun von zehn Fällen halt dem Pogba nicht einschussgerecht vor den Fuß fällt.

Das 4:1 der Franzosen war wiederum ein regulär herausgespieltes Tor, allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass die Kroaten, nach einem Zweitorerückstand, einfach offener stehen mussten, außerdem war der Ball imho nicht wirklich unhaltbar.

Das zweite Tor der Kroaten fiel ebenso auch nur, weil Lloris den Karius gab, was ihm wohl auch eher selten passiert.

Summa summarum heißt das für mich, dass wenn man die Kuriositäten herausrechnet, nach 90 Minuten ein leistungsgerechtes 1:1 und damit eine Verlängerung gestanden wäre.

Also soviel zum Thema "Spektakel"...

Der "Deschampsmodus" hat ja schließlich auch dazu geführt, dass die Franzosen auch den biederen Australiern, im ersten Gruppenspiel, unnötig viele Spielanteile überließen, genau wie den Dänen im letzten Gruppenspiel.

Viele schreien ja auch immer, dass uns halt ein echter Knipser, wie zum Beispiel Giroud, fehlen würde.
Nur was für eine Rolle spielte der im Team Frankreich ? Ein Mittelstürmer der ein ganzes Turnier ohne Torabschluss "übersteht" und taktisch als erster zentraler Verteidiger agiert...

Ja, ja ich weiß, Alles "Spektakel" oder so...
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Alt  17.07.2018, 00:35   # 338
michael120
 
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michael120 ist offline
Sind diese ganzen Fußballexperten in den Medien (haha, der war gut), die jetzt meinen, eine Wende im Weltfussball hin zu defensiven Gemauere stehe allen bevor, nicht auch diejenigen, welche die deutsche Mannschaft schon vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels zum einzigen ernsthaften Titelaspiranten gekürt haben?!

Es wird noch immer sehr viel Geld für offensive Fußballer und Schönspieler ausgegeben. Das lockt Leute in die Stadien und bringt Geld. Juve & Co zahlen sicher nicht Unmengen an Summen für die Ronaldos dieser Welt, bloß um denen dann Fussfesseln anzulegen und das Überschreiten der Mittellinie bei Androhung körperlicher Genwalt zu verbieten.

Auf der Ebene der Nationalmannschaften haben die Uhren schon immer etwas anders getickt, als im Klubfussball.

Ich kann auch die Kritik an dem gestrigen Spiel bei einigen der selbst ernannten Experten in Wort, Bild und Ton nicht so ganz verstehen. Ist ja nicht so, dass wir beim Titelgewinn vor vier Jahren gegen Argentinien im Finale ein Offensivfeuerwerk abgeliefert hätten. Da hat es wie bei fast allen der letzten großen Turniere zumindest eine Verlängerung gebraucht, um eine Entscheidung herbeizuführen. Gestern sind in der regulären Spielzeit 6 Tore gefallen. Wenn die 0:0 nach der regulären Spielzeit bei den letzten Turnieren Zeichen eines vermeintlich attraktiven Angriffsfussballs gewesen sind, und das 4:2 von gestern für den "neuen" Defensivfussball steht, dann habe ich - was den Unterhaltungswert angeht - nicht wirklich Angst vor der angeblich trostlosen Zukunft, die so manch einer der selbst ernannten Experte jetzt prophezeit.

Und was die Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft angeht, bin ich eigentlich ganz locker. Nach dieser "Leistung" kann es ja nur besser werden. Als Titelverteidiger oder Titelanwärter starten wir ja nicht in das nächste Turnier. Das bringt dann vielleicht auch wieder die Lockerheit, Spielfreude und Unverkrampftheit zurück, die uns in diesem Jahr gefehlt hat. Denn sind wir mal ehrlich: Gefühlt sind sowohl Mannschaft als auch Trainerstab zu dieser WM alle mit 'nem riesen Stock im Arsch angereist.
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