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Alt  03.08.2005, 18:22   # 1
tobi64
forever # 1
 
Benutzerbild von tobi64
 
Mitglied seit 24. March 2004

Beiträge: 9.631


tobi64 ist offline
Der Sport-Stammtisch

Hallo Leute,

auch wenn es schon einen Sportstammtisch gibt, glaub ich hat der Fußball doch einen eigenen verdient.

Hier könnt ihr alles loswerden, was euch bedrückt, was euch gefallen oder missfallen hat.

Ob Schiedsrichterentscheidungen, überraschende Ergebnisse, Kritik am Fernsehen oder den Reportern.

Ob Bundesliga, Nationalmannschaft, Champions-League, international oder bis runter zur C-Klasse.

Aussichten und Meinungen zu euren oder anderen Vereinen, was findet ihr toll, was nicht so.

Einfach alles hier rein, was mit Fussball zu tun hat.
__________________

Deutscher Meister 2018 FC BAYERN MÜNCHEN

wer schweigt,
stimmt nicht immer zu.
Er hat nur manchmal keine Lust
mit Idioten zu diskutieren


Lusthaus-Zyniker (wenns nicht anders geht)

Ein Tag, ein Jahr, zwölf Stunden
ein Tag nur zehn Sekunden
die Zeit ist ein Dieb, sie nimmt sich was sie kriegt.


wer einen Rechtschreibfehler findet darf ihn behalten

EUER HASS IST UNSER STOLZ
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KOMMENTARE und ANTWORTEN dazu...
Alt  15.07.2018, 12:08   # 3914
kuching
Immer auf der Jagd
 
Benutzerbild von kuching
 
Mitglied seit 25. September 2006

Beiträge: 3.934


kuching ist offline
Zitat:
ist das so?
Ja. Und wenn man das Spiel gesehen hat und mit Auftritten vor Ihrer Mutterpause vergleicht, schon. ich denke, sie war nicht der 100%igen körperlichen Verfassung...

Zitat:
muss ja, war finalistin.
Ja, okay...hätte schreiben sollen: "alles überragendes Tennis spielen kann"

Zitat:
wie auch, ist die turniersiegerin.
Ja, wenn auch sehr plattes Argument....

Allerdings wäre ja eine andere Vermutung nicht so weit hergeholt, bei 5 Mal so vielen unforced errors von Serena Williams...

Zitat:
durch zufall und mit glück, ab und zu, und eher selten, auf eurosport.
Wimbledon nicht

Zitat:
die langen tennisnachmittage mit ulrich potofski sind seit 20 jahren geschichte.
Danke für die Aufklärung... Sorry, war 15 Jahre im Eis...
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Danke von
Alt  15.07.2018, 11:01   # 3913
sar30
 
Mitglied seit 9. November 2011

Beiträge: 534


sar30 ist offline
Zitat:
Serena Williams ... der man die lange Pause auch anmerkte
ist das so?

Zitat:
obwohl - und das war dann doch hin und wieder zu sehen - sie immer noch ganz ausgezeichnetes Tennis kann
muss ja, war finalistin.

Zitat:
Das soll die Leistung von Kerber keineswegs schmälern
wie auch, ist die turniersiegerin.

Zitat:
und schade, dass davon so wenig im TV zusehen ist
durch zufall und mit glück, ab und zu, und eher selten, auf eurosport.

Zitat:
Schöne neue Welt
die langen tennisnachmittage mit ulrich potofski sind seit 20 jahren geschichte.


angelique kerber rulez!
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Alt  15.07.2018, 09:32   # 3912
kuching
Immer auf der Jagd
 
Benutzerbild von kuching
 
Mitglied seit 25. September 2006

Beiträge: 3.934


kuching ist offline
Angelique Kerber gewinnt Wimbledon 2018

Gestern spät am Abend - der ZDF Mediathek sei Dank - habe ich mir noch das Finale angeschaut.

Ein schöner Sieg für die ehemalige Nummer 1, die sich nach ihrem "Absturz" doch so einiges anhören musste. Souverän gegen Serena Williams gewonnen, der man die lange Pause auch anmerkte, obwohl - und das war dann doch hin und wieder zu sehen - sie immer noch ganz ausgezeichnetes Tennis kann.

Das soll die Leistung von Kerber keineswegs schmälern, die unheimlich fokussiert zum Teil Bälle zurück brachte, bei denen ich dachte: das geht jetzt gar nicht mehr... Mit einem Sieg in Wimbledon wird man ja gemeinhin "unsterblich" und das hat sie sich jetzt einfach auch verdient...Punkt!

Schade, dass das Turnier während dieses Fußball WM Einerleis doch weniger Beachtung fand und schade, dass davon so wenig im TV zusehen ist...Schöne neue Welt...
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Alt  17.05.2018, 09:14   # 3911
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.710


Epikureer69 ist offline
Ich habe

tatsächlich in der Presse Hinweise darauf gefunden, dass beide tatsächlich engere Verwandte haben, welche in der Türkei leben.

Ich denke nach wie vor, dass dieses eine Erklärung, für ihr diesbezügliches Verhalten sein könnte.

Aus den gleichen Gründen heraus können sie dieses dann ja auch nicht öffentlich zugeben, denn würde in den Medien stehen "wir mussten, im Interesse unserer Angehörigen, freundlich zu Herrn Erdogan sein", dann hätten sie ihm bei diesem Termin auch gleich ins Gesicht spucken können...

So gesehen werden wir wahrscheinlich nie wirklich erfahren, ob diese Hypothese zutrifft...
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"Sex, Fußball und Saufen", wobei im höheren Lebensalter die "Kardinaltugenden" zwei und drei, im Leben eines Mannes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

"Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber nicht den Balken im Eigenen."

Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.
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Alt  16.05.2018, 21:45   # 3910
DirtyDiddy
Saloon & Lounge CdC
 
Benutzerbild von DirtyDiddy
 
Mitglied seit 26. September 2015

Beiträge: 6.494


DirtyDiddy ist gerade online
"flach halten" ... ???

naaa ... wirklich ned !!!

Diese beiden werden immer wieder als "Beispiele für gelungene Integration" angeführt ...
mehr noch, sie seien "aktiv" an der Integration von Migranten beteiligt ... (haha ...)

WO DENN ??? Beide spielen (mittlerweile) nicht mehr im Land ihrer sogenannten "Vorbildfunktion" ..
und verhalten sich "ausserhalb des Platzes" alles andere als "vorbildlich" ...

... just my 2 cents ...
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Alt  16.05.2018, 09:15   # 3909
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.710


Epikureer69 ist offline
Özil, Gündogan und Erdogan...

Ein nettes "Fass" was die beiden Buben da aufgemacht haben...

Also Özil habe ich schon immer für kognitiv strikt limitiert gehalten, bei Gündogan überrascht es mich schon etwas mehr, da der nicht nur Abitur hat, sondern bisher in seinen Interviews auch gezeigt hat, dass er Selbiges wohl nicht im Lotto gewonnen hat...

Allerdings sollte man die ganze Geschichte auch nicht zu "teutschnational" hoch aufhängen, z.B. mit der Forderung die beiden deshalb aus dem WM-Kader zu streichen. Politik ist eine Sache und Fußball ist eine andere Sache.

Viele in unserer Republik haben, in meinen Augen zurecht, gewisse Vorbehalte gegen Frau Merkel. Und etliche hochdekorierte "bioteutsche" Nationalspieler (Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und etliche andere) rutschten stets fast in ihrer eigenen Schleimspur aus, wenn sie selbiger persönlich begegnet sind, obwohl sich Frau Merkel bekanntermaßen, im Gegensatz zu "Erdolf", weder für Fußball interessiert, noch sich damit auskennt. Das scheint jedoch keinen zu stören (mich schon)...Man könnte das ja auch als Wahlkampfhilfe interpretieren...

Dass "Birne" Kohl, nach dem WM-Sieg 1990, in der Kabine mitfeiern durfte, war für mich seinerzeit der einzige Wermutstropfen, bei diesem hervorragenden Turnier der deutschen Mannschaft...

Die beiden Spieler Özil und Gündogan haben letztlich doch nichts anderes gemacht, als bei einem PR-Termin mit Herrn Erdogan genauso zu verfahren wie Profifußballer sich halt auf solchen Terminen gegenüber Sponsorenvertretern und Fans üblichweise auch verhalten. Wahrscheinlich war ihnen die "politische" Tragweite dieses Tuns auch nicht bewußt und sie hätten sich gegenüber Frau Merkel in gleicher Situation genauso verhalten.

Es gäbe auch noch einen anderen Grund, welchen ich aber nicht belegen kann. Sollten die Herren Özil und Gündogan, über in der Türkei lebende Verwandte verfügen, wäre es beim derzeitigen politischen Klima in der Türkei für Selbige sicher nicht "gesund", wenn die beiden deutschen Nationalspieler dem türkischen Präsidenten gegenüber öffentlich ablehnend aufgetreten wären...

Also, denke ich "Bälle flachhalten und Fußballspielen"...
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Alt  02.05.2018, 12:05   # 3908
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.710


Epikureer69 ist offline
Wer den Schaden hat

braucht sich um den Spott nicht zu kümmern...

Bereits kurz nach Ulreich's Patzer gestern im Halbfinalrückspiel war folgendes der "running gag" im Netz:

"Hätte sich der Sven Ulreich nicht besser einfach per Telefon bei Jogi Löw für die WM abgemeldet ?"
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Alt  25.04.2018, 09:45   # 3907
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.710


Epikureer69 ist offline
Der Schreiberling bezog sich auf "große" Namen, nicht die Körpergröße, ansonsten hättest Du mit "Fipsi" schon recht...
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Alt  25.04.2018, 04:40   # 3906
Richard Löwenherz
 
Mitglied seit 14. April 2018

Beiträge: 13


Richard Löwenherz ist offline
Zitat:
Dass Philipp Lahm auch dazu gehört ist ihm zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht bekannt gewesen
Eben. Der ist ja immerhin 1,50.
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Alt  23.04.2018, 20:09   # 3905
DirtyDiddy
Saloon & Lounge CdC
 
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Mitglied seit 26. September 2015

Beiträge: 6.494


DirtyDiddy ist gerade online
@"epi":
dem kann ich nur zustimmen ... obwohl ... "unterhaltsam" ist's durchaus manchmal ...

ich erinnere mich da (gerne) an ein internationales Turnier (WM - EM - woass i nimma), als nach (fast jedem Spiel damals JBK
(=Kerner) mit Urs "dingsbums aus der Schweiz" und einem damals noch ziemlich unbekannten Trainer namens Jürgen ... jawoll!
... "Kloppo" die einzelnen Spiele analisierten ...

Hat (damals) echt Spass gemacht!

... just my 5 cents ...
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Alt  23.04.2018, 16:16   # 3904
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.710


Epikureer69 ist offline
Habe gerade in BILD-Online

einen Kommentar von einem Redakteur gelesen, der sehr gut zum vorher diskutierten Thema passt ("Ohrenkrebs" und so...)

Beschwert sich doch dieser Schreiberling darüber, dass ihm die Namen der WM-Experten der ARD (Hitzlsberger, Wolff, Kuntz) zu "klein" seien...

Dass Philipp Lahm auch dazu gehört ist ihm zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht bekannt gewesen.

Offen gestanden mir ist es ziemlich schnuppe, wen unsere Fernsehsender, als "fachkundigen" Co-Kommentator nominieren.

1. das für mich wirklich Wichtige findet auf dem Platz statt und da bilde ich mir meine Meinung lieber selber, zumal ich im Fernsehen ja sogar noch eine Zeitlupe dafür zur Verfügung habe.

2. ist mal einer von diesen "fachkundigen" Co-Kommentatoren so mutig, dass er doch tatsächlich die Wahrheit sagt und dabei vielleicht dem "Bundes-Jogi", oder einem verdienten Spieler auf den "Schlips" tritt, wird am nächsten Tag mehr über ihn, als über das Spiel diskutiert und geschrieben.

Und da schließe ich mich der Meinung von Kuching und Buffallo Bill vollumfänglich an, dass im Fußball heutzutage viel zuviel kaputtanalysiert und zerredet wird, bis es wirklich keinen Spaß mehr macht.

Am Ende ist Fußball nämlich doch ein einfaches Spiel, in dem schon seit vielen Jahrzehnten Folgendes gilt:
Wer sowohl defensiv wie offensiv erfolgreich in Ballnähe Überzahl schafft, wird wahrscheinlich das Spiel gewinnen...

Bei den "Fachjournalisten" spielt diese Mannschaft dann den "modernsten" Fußball. Bei dieser Worthülse könnte ich dann jedesmal fast kotzen...
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Alt  14.04.2018, 00:42   # 3903
Buffalo Bill
Einmal Löwe - immer Löwe
 
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Beiträge: 29.966


Buffalo Bill ist offline
gut gebrüllt, Löwe ...
Zitat:
Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser, einer der berühmtesten Momente im Fußball, sich niemals so in die Köpfe, in die Herzen der Menschen eingebrannt hätte, hätten damals Sky, Sport1, DAZN oder wer auch immer die Geschichte verwurschtet. Denn heute wird beinahe alles zu Tode geredet, zu Tode gezeigt, zu Tode analysiert…gerne eingeleitet mit dem Satz: „Das müssen wir noch aufarbeiten…“. Da kannst doch nur noch Ohrenkrebs kriegen!
der besagte Moment wird einem ewig in die Gehirnwindungen eingebrannt bleiben, auch wenn man noch gar ned auf der Welt war ...

andererseits tu` ich mich schon schwer, zu rekapitulieren, wer eigentlich 2010 Weltmeiser wurde ...

diese maßlose Überfrachtung mit vermeintlich wichtigen und gnadenlos hochgejubelten Pseudo-Events und Wettbewerben ist es, die einen so wahllos gleichgültig werden lässt ...

morgen, nein, heute um halb eins spielt Sechzig gegen Eichstätt ...

Football`s stayin` home ...
__________________
BB
Willywirt
Dichterfürst
Comte De la Voile


Da Preiß` redt sein` ganzn Denkvorgang mit,
da Bayer gibt bloß as Ergebnis bekannt ...

Da Bayer hoit liaba as Mai, bevor à`an Schmarrn redt,
da Preiß` redt liaba an Schmarrn, bevor à`as Mai hoit ...

À g`wamperter Bayer is à gstand`ns Mannsbuid,
à g`wamperter Preiß` is à fette Sau ...
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Alt  14.04.2018, 00:12   # 3902
kuching
Immer auf der Jagd
 
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Beiträge: 3.934


kuching ist offline
Die amerikanische Ausgeglichenheit und ihre Ursprünge durch geregeltes Draft und Salary Cup, das ist tatsächlich ein interessanter Punkt. Serienmeister sind seltener in den amerikanischen Profiligen. Aber umsetzbar im Fußball, in Deutschland, in Europa? Kann ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen…

Es ist schon so wie Buffalo Bill sagt, dass der Besuch eines Spiels in den USA einen ganz anderen Ansatz verfolgt. Ein kleiner oder großer Familienausflug ist das mit Popcorn, Hot Dogs und Bud light und nicht zu selten wird lange vorher angereist und auf den Parkplätzen werden Grillfeste und ähnliches veranstaltet. Hooligans, von Fans selbst gestaltete Stadionchoreografien, die „Kurve“? Das alles gibt es doch nicht wirklich…



Etwas holzschnittartig, gewiss…aber der geneigte Leser möge sich doch gegenwärtig machen, wo denn der Fußball wirklich herkommt:

http://www.20min.ch/sport/fussball/s...hburg-25268788

Auch wenn das ein extremes Beispiel ist und ich ausdrücklich betonen möchte, dass ich das in keinster Weise für gut halte, was die Millwall Bushwickers da so veranstaltet haben, so ist es doch evident, dass der Besuch eines Spiels in USA mit dem Besuch eines Spiels in Europa wenig gemein hat. Auch das soll nicht verschwiegen werden: leider ist die Ultra- oder Hooligan-Szene auch von nicht wenigen extremen Rechten unterwandert….die Kehrseite eben….

Zu meinen jungen Jahren haben wir uns auf dem Schulhof noch geprügelt wegen 60 und Bayern. Das ist lange vorbei und wenn auch eine gewisse Altersmilde Einzug gehalten hat, so ist die Entscheidung für einen, für seinen Verein in der Jugend doch so prägend, dass lebenslange Anhängerschaft nicht nur normal sondern quasi ein „must“ ist.

Das ganze Drumherum, das mittlerweile zum Event Fußball gehören soll, ist doch für viele nur befremdend…zu Recht! Kein Wunder, dass die arme Helene Fischer ausgebuht wird. Das war einfach wohl ein bisserl zu viel des beschissenen „Guten“.

Wenn ein Fußballspiel letztendlich durch eine gigantische Eventmaschinerie begleitet wird, die auch nur dazu dienen soll den Anhängern oder Besuchern mehr Geld zu entlocken, noch mehr Werbung zu schalten, noch mehr Superstars zu präsentieren und dazu jedes Drecksspiel zu einem Kampf der Giganten auszuruft, dann…ja dann, ist dann eine gewisse Distanz, Abwendung oder auch Protest nicht zu erwarten oder sogar erforderlich?

Fußballromantik? Okay, wenn ihr es so sehen wollt…

Zu einem Fußballspiel im Stadion braucht es nicht mehr als eine Karte und die 90-93 Minuten Spiel auf dem Rasen. Jedenfalls keine Show davor oder danach. Zu einem Fußballspiel im TV braucht es nicht mehr als ein Bier oder ein Glas Wein oder eine Cola und 90-93 Minuten Übertragung. Jedenfalls braucht es keine Experten, die meinen einem alles erklären zu müssen und keine Reporter, die alle 2 Minuten wie waidwund geschossenes Wild in die Mikros röhren. Hinterher gibt es dann noch einen Fußball-Club im TV und Markus Lanz hat Gäste ausm Fußball da.

Es gab mal Zeiten im Fußball, da war ein mit leicht erhöhter Stimme getätigter Ausruf wie „Schnellinger, ausgerechnet Schnellinger!“ das höchste der Gefühle und wenn heute ein Wembley-Tor fiele, würden alle nachfolgenden Sendungen um Stunden verschoben, schließlich müsste es 150 Wiederholungen aus jedem Blickwinkel geben - und lang wird es nicht mehr dauern, dann ist in der Hosennaht der Spieler auch noch ´ne Kamera - etliche Sondersendungen und Talkshows am Tag danach müssten(!) folgen und Sky würde seine Werbung im 20 Minutentakt raushämmern: „Kein Wembley-Tor mehr verpassen, jetzt Sky-Abo buchen!“ 2 Hubschrauber würden mit Nachtbildkameras die Torlnie abgrasen(), um die Delle zu suchen, die der Ball hinterlassen haben könnte. Das gab es damals nicht, überhaupt nicht und doch haben ALLE, wirklich ALLE... AUF der Straße, IN den Höfen, IN den Wohnungen, IN den Kneipen über das Spiel gesprochen und diskutiert.



Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser, einer der berühmtesten Momente im Fußball, sich niemals so in die Köpfe, in die Herzen der Menschen eingebrannt hätte, hätten damals Sky, Sport1, DAZN oder wer auch immer die Geschichte verwurschtet. Denn heute wird beinahe alles zu Tode geredet, zu Tode gezeigt, zu Tode analysiert…gerne eingeleitet mit dem Satz: „Das müssen wir noch aufarbeiten…“. Da kannst doch nur noch Ohrenkrebs kriegen!

Nein, ich bin nicht gegen den Videobeweis, ganz gewiss nicht. Und doch, es geht ein Stück der Seele, der ungefilterten Emotion verloren. Das wäre von untergeordneter Bedeutung, wenn denn die Seele des Fußballs nicht schon beinahe gänzlich verkauft worden wäre: mehr Show, mehr Geld, noch mehr künstlich überhöhte Bedeutung.

Es sind, meiner bescheidenen Meinung nach, im Übrigen nicht die Fußballer selbst, die das zu verantworten haben. Der Brandbeschleuniger sind die Leute, die es schick finden in den Logen zu hocken und auf die Bildschirme zu schauen, schließlich kann man da noch einen Blick auf die Arena-Hostess werfen, während sich andere Zuschauer auf den Rängen damit brüsten nun schon in der Rangliste der Vereinsmitglieder auf einem vierstelligen Platz zu sein, während die TV-Zuschauer einerseits angewidert, andererseits fasziniert auf in Großaufnahme rotzende Spieler starren.

Der Fußball verliert anscheinend mehr und mehr sein Ur-Publikum, den klassischen Proleten oder den, dem das Leben trotz Maloche nicht immer nur die schönen Seiten zeigt, der am Samstag (gibt es den überhaupt noch als Spieltag? ) im Stadion die Sau raus lässt und somit das kleine Vergnügen, die kleine persönliche Anarchie auslebt. Erst durch die Erschließung anderer Schichten wurde der Fußball zu dem, was er heute ist: ein riesiger Wirtschaftszweig, in dem das Eigentliche, nämlich der Kampf der Systeme, der Kampf Mann gegen Mann, der Kampf um Blut, Schweiß und Tränen zu einer Show verkommt. Manchmal erinnert mich an das an die Harlem Globetrotters…l´art pour l´art…

Da kann es, wie michael120 so überaus treffend schreibt,

Zitat:
….Da beneide ich manchmal Bill & Co und die 60er. Die zurückgekehrte Freude am Fußball kann ich - wenn der Wind richtig steht - in Giesing von meiner Dachterrasse deutlich hören…
durchaus eine Katharsis sein zu den absolut nicht glamourösen und nicht schönen Momenten des Fußballs in der 4. Liga zurückzukehren… Ob das die Lösung ist? Mei, wahrscheinlich oder sicher nicht…und doch…es ist ein Schritt zurück, der sich wie ein Schritt nach vorne anfühlt…

Dennoch, trotz all dieser Zeilen, freue ich mich auf die WM im Sommer. Dazu liebe ich den Fußball viel zu sehr, um in schnöde Ignoranz zu verfallen…


Gestern ist dann auch die letzte deutsche Mannschaft in der EL ausgeschieden… Hat trotzdem Spaß gemacht beim Zuschauen. Es war aufregend und so gar nicht taktisch, einfach nur – wenn auch teilweise wildes – Kicken. Die Unerfahrenheit hat verloren und Hasenhüttl und seine Jungs müssen noch lernen, viel lernen. Eines hat aber das Spiel und die Begeisterung auf den Rängen gezeigt: KO-Spiele sind nun mal das Nonplusultra…

Zum Abschluss noch eine kleine Sequenz, die gefährlich und bei uns natürlich verboten ist, aber da die kleinen Kinder schon im Bett sind…


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Alt  12.04.2018, 14:19   # 3901
Epikureer69
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Beiträge: 1.710


Epikureer69 ist offline
@michael120

Das mit der "Kabinenumfrage" finde ich eine gute Idee, mir fielen da allerdings, auch in jüngerer Vergangenheit ein paar Spieler ein, denen ich diesbezüglich durchaus erfreuliche Kenntnisse zutrauen würde.

Ich nenne stellvertretend drei Namen: Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller.

Und ein gewisser Kevin Großkreutz funktionierte eigentlich bei seinem Heimat - und Herzensverein, als Profi, noch am Besten...
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Alt  12.04.2018, 11:32   # 3900
michael120
 
Mitglied seit 12. February 2014

Beiträge: 647


michael120 ist offline
Zitat:
Was würde der dazu wohl sagen, wenn das System ihn also quasi dazu zwingen würde seinen ersten Profivertrag ausgerechnet beim Erzrivalen "seines" Vereins zu unterschreiben ?
Wäre für die charakterliche Entwicklung des Jungen vielleicht gar nicht so schlecht weil er:

A) merken könnte, dass die Erzrivalität ein gepushtes Überbleibserl vergangener Tage ist, welches von zeitlich Stehengeblieben künstlich oder zu medialen Zwecken am Leben erhalten wird. (Der Fan auf der Tribüne hat vielleicht noch ein "Recht" von Rivalität zu sprechen. Die 22 Kasperl auf dem Rasen spielen für "ihren" Verein, weil sie dafür bezahlt werden. Ich möchte gerne mal mit nem Mikro durch die Kabine bei Schalke oder Dortmund (oder jeden anderen Club der BL) laufen und bei den Spielern die Vereinsgeschichte "ihres" Clubs abfragen. Die Ergbnisse würde vermutlich erschreckend ernüchternd und deckungsgleich zu einer allgemeinen Bildungsumfrage im Rest des Landes ausfallen.)

B) lernen könnte, dass das Leben kein Wunschkonzert ist (eine Lektion, die die meisten Profis erst nach dem Ende ihrer in der Regel eher mittelprächtigen Karriere lernen).

Welche Entwicklung die richtige ist vermag ich nicht einzuschätzen. Hätte die Pfeife von Schiri die Königlichen gestern nicht ins Halbfinale gepfiffen, hätte zumindest für dieses Jahr auf europäischer Ebene mal eine kleine "Gesundung" des europäischen Fussballwahnsinns stattfinden können, weil die "Königlichen" und ganzen One-Men-Show-Vereine das Finale von zu Hause hätten anschauen dürfen. Was hätte ich mich (als Roter) über ein Finale der alten Dame gegen Liverpool gefreut. So bleibt alles beim Alten: denn auch in Europa hat sich inzwischen eine kleine Club"elite" vom Rest der CL abgesetzt. Das würde sich auch durch Einführung einer Europäischen Liga vermutlich nicht ändern. Von dem Aussterben des normalen Fans ganz zu schweigen - denn der könnte sich die permanenten Städtereisen nach England, Italien, Spanien etc. sicherlich nicht leisten. Da beineide ich manchmal Bill & Co und die 60er. Die zurückgekehrte Freude am Fußball kann ich - wenn der Wind richtig steht - in Giesing von meiner Dachterasse deutlich hören.
__________________
Wer immer auf dem Teppich bleibt, hat sicher einiges darunter gekehrt.
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Alt  12.04.2018, 08:47   # 3899
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.710


Epikureer69 ist offline
@Yannik

eine kleine Korrektur zum Jugendsport in den USA. Es ist dort eben nicht so, dass der durchschnittlich Talentierte lediglich in Schulen, die mit unseren Sportleistungszentren vergleichbar wären, nicht zum Zuge kommt, sondern diese Auslese findet an fast jeder High-School statt, bei gleichzeitigem Fehlen von kleinen Sportvereinen für Jedermann.

Das "Drafting" kann nur dort funktionieren wo es keine gewachsenen Traditionsvereine mit eigener Jugendarbeit gibt, da ja das "gedraftete" Talent, egal ob in USA oder bei uns, auch noch ein "Mitspracherecht" hat.

Man stelle sich folgendes vor: ein hochtalentierter Junge ist von Kindesbeinen an glühender BVB-Fan, steht in jedem Heimspiel in der Südtribüne, spielt in der BVB-Jugend und weil er hochtalentiert ist boxt er sich da durch, ist U-Nationalspieler und gilt als das derzeit größte Talent. Und wie das System so spielt, hat Schalke eine schlechte Vorsaison gespielt und hat somit das erste Zugriffsrecht auf diesen jungen Spieler.

Was würde der dazu wohl sagen, wenn das System ihn also quasi dazu zwingen würde seinen ersten Profivertrag ausgerechnet beim Erzrivalen "seines" Vereins zu unterschreiben ?
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Alt  11.04.2018, 23:46   # 3898
Buffalo Bill
Einmal Löwe - immer Löwe
 
Benutzerbild von Buffalo Bill
 
Mitglied seit 25. October 2002

Beiträge: 29.966


Buffalo Bill ist offline
hihi, stelle mir gerade die dummen Gesichter der Herren Dumpfbäckchen und Würstldreher vor, wenn DFL und UEFA den Draft einführen ...

natürlich ist klar, dass das so nie kommen wird ...

wo sollte auch der dafür benötigte "Pool" herkommen ... ?

Salary Cap - der Herr CR7 wird sich bedanken ...

Zitat:
Aus diesen Gründen bin ich persönlich gegen eine Pervertierung des Sports nach US-amerkanischem Vorbild, auch wenn es, wie Yannik es treffend analysiert hat, wahrscheinlich so kommen wird...
das befürchte ich allerdings auch ...

und - da wiederhole ich mich zwar nicht gerne, aber beständig - ich bin mir fast ebenso sicher, dass sich ein solches System in Europa und namentlich in Deutschland selbst ruinieren wird ...

zum einen ist bei uns der Wettbewerbsgedanke ein anderer ...

bei den Amis geht die family zum Spiel, die Kids bekommen ihren Hot Dog und Dad sein Bud, es ist ein event und wer da grade auf dem Court, Eis oder Feld steht, ist Nebensache und eigentlich gar ned so wichtig ... genauso wie das Ergebnis ...

bei uns so unvorstellbar ...

nunja, bei den Glorreichen aus dem Säbener Wigwam bin ich mir da oft auch schon nimmer so sicher ... ... bei dem Operetten-Publikum wäre es vielen wahrscheinlich auch schon wurscht, ob da ihre elf Hamperer rumlaufen oder sie Helene Fischer auftreten lassen ... ... Hauptsache dort gewesen ... das ist schick (glaubt mir, davon kenne ich genug) ...

o.k., ich bin pöhse ... aber Ihr merkt, worauf ich hinaus will ...

eine Liga ohne Ab- und Aufstieg - auch da wiederhole ich mich - ist für mich eine sichere Totgeburt ...

und weiter ... eine Bundesliga ohne "The Big Five" - wer will das wirklich sehen ?

welchen Wert hat ein "Titel" im Wissen darum, dass die besten vier oder fünf Teams des Landes gar nicht dabei waren ... ?

damit wird die Bundesliga - vermutlich in jeder Hinsicht wie Zuschauerzahlen, Medieninteresse oder Marketing - auf Zweitliganiveau verkümmern ...

naja, gerade hab´ ich erst an anderer Stelle feststellen müssen, dass nix bleibt wie es war ... ... so isch`s Läbe, aber Läbe ged weidda ...

übrigens ... wie es der Zufall will, hat gerade erst gestern der kicker das Thema in einem Artikel aufgegriffen ...

und ja, Yannik, Du hast recht ... ... ich werde gemeinsam mit kuching in der Stehhalle des Grünwalders sitzen () und mir Spiele der "3. Liga Deutschland-Regional" anschauen ...

hat auch was ... ... jedem das seine, und mir das meiste ...
__________________
BB
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Da Preiß` redt sein` ganzn Denkvorgang mit,
da Bayer gibt bloß as Ergebnis bekannt ...

Da Bayer hoit liaba as Mai, bevor à`an Schmarrn redt,
da Preiß` redt liaba an Schmarrn, bevor à`as Mai hoit ...

À g`wamperter Bayer is à gstand`ns Mannsbuid,
à g`wamperter Preiß` is à fette Sau ...

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Alt  11.04.2018, 15:12   # 3897
Yannik
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So, dann wollen wir mal.

@Epi

Zitat:
Vor Allem der Querverweis auf den US-amerikanischen Profisport (NBA, NFL usw.) löst bei mir nichts Gutes aus, was den gesamtgesellschaftlichen Stellenwert des Sportes insgesamt angeht.
Es wird sicher nicht darum gehen, das US-Profisport-System wie bei NBA oder NFL eins zu eins zu kopieren, es gibt dort sicher Bausteine, deren Umsetzung in Europa undenkbar wären. Die Verankerung im Breitensport, die Du ja auch angesprochen hast, ist die Basis für erfolgreichen Profisport. Die ist zwar in den USA auch gegeben, allerdings spielt hierzulande das Vereinswesen eine entscheidende Rolle dabei. Dieses aufzugeben wäre fatal, davon spricht aber auch niemand. Ebenso hast Du die Sport-Universitäten und Colleges angesprochen, aber das ist ja in Europa auch nichts anderes, nur dass wir das halt dann Sport-Leistungszentrum nennen, das zwar auch schulisch verzahnt ist, aber längst nicht so wie in den USA.

Zitat:
Da bereits im High-School-System die "Schulmannschaft" das Aushängeschild der Schule darstellt (und auch im erheblichen Maße zu deren Bezuschussung und Finanzierung beiträgt), läuft der Schulsport, in den populären Sportarten bereits sehr nach einem knallharten Leistungsprinzip ab. Da kann ein footballbegeisterter Jugendlicher mit nur durchschnittlichem Talent, eben nicht einfach zur Freude und weil Sport gesund ist, mal ein bißchen Footballspielen, sondern er kann den "Cracks" bestenfalls bei den Spielen die Wasserflasche hinterhertragen.
Sorry, Epi, aber dem kann ich nicht ganz folgen. Ein wenig begabter Nachwuchsfussballspieler würde in den Sport-Leistungszentren bei uns sicher auch nicht viel anderes machen, als den anderen die Wasserflaschen hinterherzutragen. Für den sind diese, sowie auch die Nachwuchsschulen bei den Fussball-Bundesligisten einfach nicht gemacht, der findet sowohl hier wie auch in den USA andere Möglichkeiten, seinen Sport auch nur zum Spass auszuüben. Es geht, hier wie dort, um die Förderung der Elite, um die Förderung derer, die sowohl von Charakter, Talent und Willen her das Potenzial haben, Spitzensport zu betreiben. Das trifft nur auf ganz wenige zu.

Wenn man allerdings Anleihen machen möchte aus den amerikanischen Profiligen, dann schon eher im Solidaritätsgedanken. Die Amis haben sehr früh erkannt, dass es gerecht zugehen muss in einer Liga, dass ähnliche Voraussetzungen für jedes Ligamitglied geschaffen werden müssen. Ein Mittel dazu ist zum Beispiel der Salary-Cap, also eine Gehaltsobergrenze für die Clubs, die zwar jederzeit von sehr erfolgreichen Clubs überschritten werden darf, aber nicht ohne die Gemeinschaft daran teilhaben zu lassen. So wird jeder Dollar, der oberhalb des Salary-Caps für Gehälter ausgegeben wird nochmal an die Liga und somit an die anderen Clubs bezahlt. Das ermöglicht Profisport auch abseits der grossen Metropolen, auch in strukturschwächeren Gebieten. Man möchte es kaum glauben, aber gerade im finanziell sehr liberalen Amerika sind das nahezu sozialistische Anflüge, eben weil man weiss, dass nur eine spannende Liga das Interesse aufrecht erhält.

Ein weiteres Mittel, das allerdings kaum im jetzigen europäischen System umsetzbar wäre, ist die Verteilung der Nachwuchstalente, und da sind eigentlich in jedem Jahrgang ein oder zwei absolute Superstars dabei. So haben die Clubs, die in der Vorsaison am schlechtesten abgeschnitten haben, die ersten Picks im Draft, also das Erstzugriffsrecht auf die begehrtesten Nachwuchsspieler. Auch das ermöglicht den schwächer strukturierten Clubs einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. In Europa hat die Verpflichtung von Nachwuchsspielern mittlerweile nahezu perverse Dimensionen angenommen. Da wurde beispielsweise von Real Madrid ein gewisser Herr Ödegaard bereits mit 16 Jahren für einen zweistelligen Millionenbetrag für die Jugendmannschaft unter Vertrag genommen. Mittlerweile kickt er, nun 19 jährig, beim SC Herenveen und hat in dieser Saison als Offensivspieler in 24 Eredivise-Einsätzen schon ganze Null Tore erzielt. Der viel zu frühe Wechsel zu Real hat seiner Karriere nicht wirklich genutzt. Ich wage mal zu behaupten, dass er im amerikanischen Nachwuchssystem einen erfolgreicheren Weg gegangen wäre, sofern man sich nicht in seinem Talent getäuscht hatte.

Ich würde deshalb nicht wirklich alles verteufeln, nur weil es gegenteilig zu unseren Traditionen verläuft, nur weil es von der anderen Seite des grossen Teichs kommt. Die Ausgeglichenheit und die Spannung, das Solidaritätsprinzip und die zielgerichtete Zusammenarbeit innerhalb der grossen Ligen in den USA ist wesentlich grösser als im Fussball hierzulande und in Europa. Das wäre das, was für uns und unsere wichtigste Nebensache der Welt erstrebenswert und zukunftsweisend wäre.

@Bill und kuching

Ich weiss ja, dass ich es bei Euch zwei mit Fussballromantikern zu tun habe, mit Urgesteinen des Bolzplatzes und mit ausgewiesenen Fachleuten, aber den Fussball, den Ihr so liebt, auf der Stehtribüne im Regen den eigenen Verein anzufeuern, das wird Euch doch niemand wegnehmen. Ihr wisst doch auch, dass ich mir hin und wieder ein Stadionerlebnis bei Unterhaching gönne, das ist ursprünglich und das ist auch gut so. Das ist nicht der Hochglanz-Fussball aus der Champions-League, wo der Fussball zu einem Event hochstilisiert wird, bei dem das Drumherum nahezu genauso wichtig ist wie das Spiel selbst. Das ist ursprünglicher Fussball, da wird gekämpft, da springen auch mal die Bälle drei Meter weg beim Stoppen, und vor allem ist es immer spannend.

Ihr habt es ja gerade selbst erfahren, wie es sich anfühlt, wieder in einer Liga zu starten, in der man Chancen hat. Was vor noch nicht einmal einem Jahr schwerste Depressionen im Verein und um die Löwen herum verursacht hat ist mittlerweile eine kleine Erfolgs-Story geworden mit neuem Mut, mit neuem Spass und mit einer ganz aneren Freude am Spiel. Natürlich wäre es zunächst einmal eine Katastrophe für die Bundesliga, wenn dort die Bayern, der BVB, Schalke und vielleicht noch ein vierter Verein nicht mehr da wären, aber, und das ist der springende Punkt, man könnte im Rahmen eines Neustarts fairere Bedingungen für alle, eine stabilerere und ausgewogenere Solidargemeinschaft und vor allem einen wesentlich spannenderen Wettbewerb schaffen und das gleiche eben dann auch in einer Europaliga.
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Alt  11.04.2018, 09:53   # 3896
Epikureer69
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Epikureer69 ist offline
Der

sehr gut formulierte und ausgearbeitete Beitrag von Yannik, hat durchaus einige Antworten, auf die angesprochene Problematik geliefert, nur leider auch solche, die mich sehr nachdenklich gestimmt haben.

Vor Allem der Querverweis auf den US-amerikanischen Profisport (NBA, NFL usw.) löst bei mir nichts Gutes aus, was den gesamtgesellschaftlichen Stellenwert des Sportes insgesamt angeht.

Nehmen wir die diesbezüglichen Strukturen des US-Sports mal genauer unter die Lupe: da gibt es im Bereich des (Hoch)leistungssports in sich geschlossene, da Auf - und Abstieg nicht stattfindet, "Hightec"-Ligen, mit den entsprechenden multimedialen Vermarktungsstrukturen, in denen gekaufte Lizenzen Tradition und Jugendarbeit ersetzen.

Dann gibt es als Unterbau die sogenannten "Farmligen", in denen die aus dem Collegesport rekrutierten Talente an den Profisport herangeführt werden sollen.

Die Jugendarbeit findet dort also nicht in den Vereinen selbst statt, sondern zunächst in der "High-School" und dann am College.

Dieses wiederum hat verheerende Auswirkungen auf den Jugend - und Breitensport. Da bereits im High-School-System die "Schulmannschaft" das Aushängeschild der Schule darstellt (und auch im erheblichen Maße zu deren Bezuschussung und Finanzierung beiträgt), läuft der Schulsport, in den populären Sportarten bereits sehr nach einem knallharten Leistungsprinzip ab. Da kann ein footballbegeisterter Jugendlicher mit nur durchschnittlichem Talent, eben nicht einfach zur Freude und weil Sport gesund ist, mal ein bißchen Footballspielen, sondern er kann den "Cracks" bestenfalls bei den Spielen die Wasserflasche hinterhertragen.
Bei uns in Deutschland hingegen wird, in den populären Sportarten, z.B. im Fußball, in jedem Vorortverein, ein talentorientiertes System angeboten, sprich also z.B. 3-4 C-Jugendmannschaften, die in unterschiedlich starken Jugendligen antreten, so dass jeder fußballbegeisterte Junge dort auf die entsprechenden Spielzeiten kommt und auch der psychoedukative Aspekt des Mannschaftssports eine viel breitere Basis erreicht.

Gleichzeitig gibt es in den USA dann auch "Sportstipendien", was solche Blüten treiben kann, dass ein z.B. ein hochtalentierter Basketballspieler eine Hochschulzulassung bekommt, obwohl er fast Analphabet ist.

Ich meine also, wenn man den "Vereinssport für Jedermann", weitgehend aus dem Sportsystem ausklammert, ist zwar der Spitzensport in seiner Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt, aber der gesamtgesellschaftliche Nutzen des Sports, speziell für gefährdete Jugendliche, die dann lieber Drogen nehmen, als gemeinsam mit Freunden in einer sozialen "Community" Sport zu betreiben, entfällt dann weitgehend.

Ein weiterer Aspekt ist wohl, dass auch das passive Konsumieren des Spitzensportes, sei es vorm Fernseher oder live im Stadion, erheblich mehr Freude macht, wenn man den Sport, zumindest als Jugendlicher, selbst ausgeübt hat, was auf lange Sicht auch wiederum Auswirkungen auf die Vermarktbarkeit der jeweiligen Sportart haben dürfte.

Aus diesen Gründen bin ich persönlich gegen eine Pervertierung des Sports nach US-amerkanischem Vorbild, auch wenn es, wie Yannik es treffend analysiert hat, wahrscheinlich so kommen wird...
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Alt  10.04.2018, 17:05   # 3895
Yannik
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Yannik ist offline
Mahlzeit miteinander,

ja, in der Tat, es ist ein bisschen langweilig geworden in der Bundesliga, zumindest als Bayern-Sympathisant. Und einmal mehr frustrierend für die anderen ambitionierten Vereine. Spannend ist allerdings noch der Kampf um die internationalen Plätze und um den Abstieg bzw. im Gegenteil, um den Klassenverbleib. Aber hat das wirklich noch seinen Reiz? Und vor allem, hat das Zukunft? Und wenn ja, wie sieht die Zukunft dann aus?

An den vergangenen 4 Meisterschaften der Bayern (insgesamt sind es nun ja 6 in Folge) hatte vor dem jeweiligen Saisonbeginn doch niemand ernsthaft Zweifel, und auch an der Meisterschaft in der kommenden Saison habe ich momentan ebenfalls keinen Zweifel, der Titel wird wieder über die Bayern vergeben werden. Selbst als am Anfang der aktuellen Saison die Bayern, sagen wir mal, Startschwierigkeiten hatten, selbst da ging man noch davon aus, dass die Bayern den Titel holen werden. Und so kam es dann ja auch. Man tauschte den Übungsleiter um, so schien es zumindest von aussen, zu retten, was noch zu retten geht. Dass diese Saison sich dann doch noch zu einer sehr erfolgreichen für die Bayern entwickelt, das war damals nicht abzusehen. Richtig spannend wurde es dadurch aber dennoch nicht, da das Imperium einfach zu schnell und mit aller Macht zurückschlug und die anderen Vereine es ihnen aber auch nicht sonderlich schwer machten.

Liegt das nun an den Bayern selbst oder ist die Bundesliga einfach nicht in der Lage, diesen Bayern Paroli bieten zu können? Ein bisschen von beidem, so denke ich zumindest. Es ist ja auch nicht weiter verwunderlich, die Bayern sind seit rund 20 Jahren ununterbrochen in der Championsleague dabei. Dort wird, man bezeichnet diese Liga ja nicht zu unrecht als die finanziellen Fleischtöpfe des Fussballs, das grosse Geld gemacht, und nicht zuletzt auch die internationale Strahlkraft eines Vereins entwickelt. Dadurch haben die Bayern irgendwas zwischen 30 und 60 Millionen Euro, pro Saison wohlgemerkt, alleine durch die Teilnahme an diesem Wettbewerb, zur Verfügung. Hinzu kommt, dass die Bayern durch diesen Wettbewerb und ihre daraus erworbene Strahlkraft ganz andere Sponsoring-Möglichkeiten haben. Man braucht sich ja nur mal den bunten Strauss internationaler Grosskonzerne anschauen, die diesen Verein als Werbeplattform wählen. Da kann ein Werder Bremen, ein FC Augsburg oder noch nicht einmal ein Schalke 04 auch nur annähernd mithalten. Und mit jeder weiteren Championsleague Saison der Bayern geht die finanzielle Schere innerhalb der Bundesliga immer weiter auseinander. Dass die Bayern durch ihr Wirken innerhalb der Vereinigung der europäischen Grossklubs massgeblich an der Reform der Championsleague zur heutigen Gelddruckmaschine beteiligt waren zeigt das Gespür dieses Clubs und auch die unternehmerische Weitsicht.

Also sind die Bayern schon zu grossen Teilen selbst dafür verantwortlich, wie sich der Verein entwickelt hat. Dass es ihnen niemand aus der Bundesliga gleichtat, und das Potenzial dafür haben sicher einige, der BVB, Schalke, HSV, Hertha, nutzen hingegen konnte es bislang keiner der vorgenannten, das kann nicht die Schuld der Bayern sein. Der BVB versuchte dies in den 90ern des vergangenen Jahrhunderts, was ihnen damals zwar für einen gewissen Zeitraum auch gelang, nicht aber ohne den Verein bis ganz, ganz nah an den schwarz-vergilbten Abgrund zu bringen. Bis der BVB aus diesem Loch wieder herauskam sollte mehr als ein Jahrzehnt vergehen. Die Spiele zwischen den Bayern und dem BVB sind ja, mal abgesehen vom letzten Aufeinandertreffen, meist auch recht spannend, da gehts immer richtig zur Sache, aber dass die Dortmunder den Bayern über eine gesamte Saison wirklich Paroli bieten konnten, die Zeiten sind dann doch schon ein wenig vorbei. Wünschenswert wäre es, denn auch für die Bayern-Sympathisanten ist es auf Dauer eher langeweilig so ganz ohne richtige Gegner.

Um aus dieser Nummer wieder herauszukommen sehe ich zwei Szenarien. Das erste wäre die Stärkung der Bundesliga zum einen durch den Wegfall der 50+1 Regel und die damit verbundene Vereinsmeierei und zum anderen durch die weitere Kommerzialisierung. Das hören die Fans sicher nicht gerne, aber die Bundesliga ist ein absolutes Premium-Produkt, das sich einfach viel zu billig verkaufen muss. Wir sind es ja schliesslich gewohnt, dass wir im mehr oder weniger kostenlosen Fernsehen Fussball zu sehen bekommen, durch Sportschau und Sportstudio. Und bei Sky, wo alle Spiele übertragen werden, haben wir es mit einem Monopolisten zu tun, zumindest was Fussball im Fernsehen angeht, im Internet gibt es tatsächlich ja mehrere Anbieter. Und ein Monopolist hat die Möglichkeit, den Preis mehr oder weniger selbst zu bestimmen oder zumindest sehr niedrig zu halten. Da rentiert sich vielleicht mal der Blick auf die Insel, in der Premier-League werden ganz andere Summen erlöst als in der Bundesliga. Und das, weil man auf althergebrachte Traditionen verzichtet. So zieht sich dort ein Spieltag über eine komplette Woche, man spielt sogar am zweiten Weihnachtsfeiertag, wo sich dann offensichtlich ganz England entweder im Stadion oder vor der Glotze versammelt. Man spielt dort zwei verschieden Pokale aus, teilweise mit Hin- und Rückspiel und hat dort dann, auch durch die Grösse der Premier-League von 20 Clubs rund 10 bis 15 Spiele mehr, und das pro Club und schon alleine dadurch rund ein viertel mehr an Einnahmen.

Des weiteren müsste das eingenommene Geld wesentlich gerechter verteilt werden, denn so wie es im Moment ist werden auch hier die Bayern immer reicher und der Rest eben nicht. Aber das werden die Bayern nicht mit sich machen lassen. Denn die haben noch ein zweites Szenario im Köcher, das auch für die Grossclubs aus Spanien, aus Italien und auch für die aus Frankreich Sinn machen würde. Denn diese Ligen haben mit dem exakt gleichen Problem zu kämpfen wie die Bundesliga. In Italien geht Juventus auf die siebte Meisterschaft in Folge zu, in Spanien war seit einer gefühlten Ewigkeit kein anderer Verein mehr Meister als Barca oder Real, wobei, eine Meisterschaft holte sich Atletico mal, aber geschenkt, und auch Paris ist seiner Liga ein Stück weit entwachsen. Ich denke also, dass der europäische Fussball auf eine grosse, europäische Liga zusteuert, ohne Auf- und Abstieg oder auch mit, angelehnt an die NBA oder NFL. Traditionalisten wird es nun vermutlich kalt den Rücken runter laufen, aber ich kann mir beileibe nicht vorstellen, dass sich Konzerne, und nichts anders sind diese Grossclubs mit ihren Milliarden-Werten, von korrupten Fussball-Funktionären aus UEFA und FIFA noch lange auf der Nase herumtanzen lassen werden. Der einzige Grund, wieso dies noch nicht der Fall ist, ist die Situation in England. Eine Liga ohne Clubs aus England wäre unattraktiv, jedoch geht es den Clubs aus England momentan jedenfalls noch zu gut. Ich bin mir sicher, dass Pläne dafür bereits in den Schubläden der Grossklubs liegen und ebenfalls sicher bin ich mir, dass wir das noch erleben werden.

Europa wächst immer weiter zusammen, was spricht denn dagegen, dass auch der europäische Fussball weiter zusammenwächst. So wie es sich momentan in den grossen Europäischen Ligen, England mal ausgenommen, darstellt, ist es für alle Beteiligten besser, wenn ein Umdenken einsetzt. Die nationalen Ligen könnten so wieder spannender werden und auf der anderen Seite hätte man einen internationalen Wettbewerb, der ausgeglichener gestaltet werden könnte, auch hier den Vorbildern aus NBA und NFL folgend. Ich denke, der Weg wird über kurz oder lang dorthin führen, ob wir das wollen oder nicht.
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Alt  10.04.2018, 11:47   # 3894
Epikureer69
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Epikureer69 ist offline
Mit Interesse

habe ich die Diskussion um den deutschen Fußball, die Dominanz der Bayern usw. gelesen. In vielen Punkten bin ich da, mit einigen sachkundigen Foristen, ohnehin einer Meinung.

Allerdings fallen mir da durchaus noch ein paar Zusatzanmerkungen ein.

Letztes WE wurden die Bayern zum 28. Mal deutscher Meister und das zum sechsten (!) mal infolge. Problem für mich dabei, der durchaus seit Kindestagen auch Sympathien für den FC Bayern hegt, dass es mich nicht interessiert hat, wohingegen ich dem morgigen Viertelfinalrückspiel in der CL gegen Sevilla gespannt entgegenfiebere.

Damit bin ich für mich zu der Einsicht gelangt, dass man als Bayern-Fan derzeit wohl pro Saison nur maximal fünf wichtige Spiele hat, nämlich 2xViertelfinale, 2xHalbfinale und wenn alles gut geht Finale der CL...

Allerdings finde ich es unzutreffend an diesem Zustand dem FC Bayern die Schuld zu geben. Wenn ich als Verein "ja" zum Profifußball sage und in Selbigem Erfolg haben will, muss ich auch bereit sein, ohne "wenn" und "aber" langfristig die entsprechenden professionellen Strukturen aufzubauen.

Mir ist es vollkommen rätselhaft warum das, im reichsten Land Europas, welches mit dem DFB auch noch über den weltweit größten Fußballverband (was die Zahl der in Vereinen aktiven Kicker angeht) verfügt, dauerhaft nur einem Verein gelingt.

Eine kleine Rückblende: in den späten '90iger jahren hatte der BVB den FC Bayern sportlich und wirtschaftlich abgehängt, 1997 sogar die CL gewonnen, nur um wenige Jahre später fast Pleite und dem Abstieg aus der 1.Liga nahe zu sein. Branchenprimus war da dann wieder der FC Bayern.

In den '70iger Jahren gab es eine kurze Phase in der Gladbach Europas besten Fußball spielte und die Bayern national abgehängt hatte. Konstant konnten sie sich da aber auch nicht halten und spielten, in späteren Jahren, zeitweise sogar in der zweiten Liga.

In den '80iger Jahren war eine zeitlang der HSV die Nummer eins in Deutschland, einschließlich des Triumphes im Europapokal der Landesmeister (heute CL), und was machen die heute ?

Woran liegt das also ?

Spektakuläre Transfers innerhalb der einheimischen Liga gab es in anderen Ländern auch immer wieder, ohne dass man gleich von einer reinen, vorsätzlichen Schwächung der Ligarivalen gesprochen hätte. Das allein kann es also wohl wirklich nicht sein.

Mein "Lieblingshassverein" Real Madrid macht das seit Jahrzehnten und das nicht nur national, sondern auch international. Und da schreit keiner "Real macht den Fußball kaputt"...

Also, da ich auch keine rechte Antwort, auf diese Fragen habe, freue ich mich auf den Endspurt in der CL, drücke den "Löwen" die Daumen für die Relegationsspiele zur dritten Liga und freue mich auf die WM, da ich halt seit über 40 Jahren vom Fußball nicht lassen kann...
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Alt  04.04.2018, 23:45   # 3893
DirtyDiddy
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genau! ... die "telekom" is mir aa ned soooo arg sympathisch ...
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Alt  04.04.2018, 23:38   # 3892
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aber einen hab ich noch für ihn ...

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Alt  04.04.2018, 22:43   # 3891
Buffalo Bill
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Buffalo Bill ist offline
weiß ich doch, Diddl, weiß ich doch ...

auch einige meiner Blutsbrüder sind Rothäute ... loveme, tobi ...

aber solche Witzfiguren wie Pissls Nachfolger hab` ich gefressen ...

zwei geschenkte Tore gestern, einen Elfer und eine Rote Karte nicht gegeben, und dann noch die dumme Schnauze aufreißen ...
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Alt  04.04.2018, 22:23   # 3890
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lieber BB ... btw ...
Zitat:
...meine kleinen roten Freunde...
ist mir persönlich etwas zu pauschal ... es liegt mbMn vielmehr an bestimmten Personen (zumindest deren virtuellem [Un-]Charakter ...)

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