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Alt  28.03.2016, 20:10   # 1
Gemmazimma
A bissl wos geht imma
 
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Mitglied seit 26. July 2014

Beiträge: 675


Gemmazimma ist offline
Die Rolle der Medien in der Flüchtlingssituation

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Einige Threads über die aktuelle Flüchtlingsproblematik gibt es schon, aber ich möchte hier eine Diskussion über die Art der Behandlung und Berichterstattung in den Medien darüber anstoßen, die ja praktisch naturgegeben die Ansichten des größten Teils der Konsumenten widerspiegeln und reflektieren müsste. M.E. liegt aber explizit zu diesem Thema eine totale Diskrepanz zwischen den Meinungen der Beteiligten vor, deren Gründe mich interessieren würden.

Den Anteil der in Deutschland lebenden, die der Meinung sind, dass die ungebremste Einwanderung von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern nicht so weitergehen kann, schätze ich auf 80-90%, was quer durch alle sozialen Schichten, Bildungsgrade und sogar Staatsangehörigkeiten zu vernehmen ist. Egal ob Freunde, Verwandte, Bekannte, Arbeits- oder Hobbykollegen, ich kenne auch Grünen-Wähler, die das so sehen. Rein rechnerisch müssten 10-20% übrig bleiben, die andere Ansichten dazu haben, aber das scheint schon sehr großzügig bemessen.

Mit dem Einschalten des Fernsehers/Radios oder dem Aufschlagen einer beliebigen Tageszeitung/ Zeitschrift öffnet sich dann aber eine Parallelwelt und man glaubt, über einen fernen Planeten informiert zu werden. Von allen Vertretern, die glauben, in diversen Medien zu Wort kommen zu müssen, wird die Ansicht dieser breiten Mehrheit dazu aber permanent einem angeblich rechtsradikalen Spektrum zugeordnet. Selbst die Blöd-Zeitung, sonst ein erzkonservatives Revolverblatt, überschlägt sich plötzlich mit einer neuerworbenen und scheinheiligen politischen Korrektheit bei dem Thema.

In öffentlichen und privaten TV-Sendern wird von Moderatoren, Kommentatoren, aber auch von A bis C-Promis in irgendwelchen Talk-Shows gebetsmühlenartig verkündet, dass wir uns nicht so anstellen sollen und das eigentliche Problem nicht die massenhafte unkontrollierte Zuwanderung ist, sondern der uneinsichtige rechte Spießbürger. Aber es kann doch nicht möglich sein, dass in unserem Land mindestens 80% der Bevölkerung angeblich rechtsradikale Ansichten vertritt!

Irgendwas läuft jedenfalls mMn gewaltig schief in dieser neu entstandenen Mediendiktatur, die uns wohl zu besseren Menschen erziehen soll.

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Alt  14.08.2017, 22:31   # 149
vampirlady
 
Mitglied seit 6. March 2014

Beiträge: 236


vampirlady ist offline
🤔

die arbeiten genauso korrekt wie unsere liebe frau merkel... 😈
und diverse andere ganz schlaue politiker
uuuuuund neeeeiiiin keiner davon macht propaganda 🤣🤣🤣 ooooh rt ist unabhängig...stimmt... dann
ist es ja noch umso schlimmer wiiiiiieeeeeviele dumme gutmenschen auf unsere politik reinfallen 😂😂😂 und schön an die zukunft in frieden glauben 👍 ich mag besonders diese eine werbung, wo sich alle schön die hände reichen und für integration und zusammenhalt sich einsetzen...suuuuuuper, klappt bestimmt 👍
😂😂😂 ach wir sprechen uns in fünf jahren wieder...falls ich dann noch hier bin ✌️
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Alt  14.08.2017, 21:58   # 148
stützli
 
Mitglied seit 22. December 2015

Beiträge: 264


stützli ist offline
Ja, Schnappi ,

Russia Today (RT) ist schon eine ganz besonders glaubwürdige Quelle , weil allseits bekannt ist, dass dies zu 1000% ein total regierungsunabhängiger Sender ist, dem jegliche Agitation und Propaganda natürlich völlig fernliegt !!

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Alt  14.08.2017, 12:42   # 147
Aligator
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Aligator ist offline


Okay, weils von RT ist, wird natürlich alles erstunken und erlogen sein

Lieber weiter bequem auf die ich-schwöre-Schaden-vom-Deutschen-Volk-abzuwenden-Medien vertrauen, nicht wahr?
__________________
You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time

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Alt  01.08.2017, 19:20   # 146
Aligator
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Beiträge: 2.093


Aligator ist offline
Exclamation Mein Fundstück der Woche

Der Rechtsstaat darf nicht dem Schutz der Bürger geopfert werden

Alleine die Überschrift, da kann einem glatt die Spucke wegbleiben

Vera Lengsfeld hat es mbMn mal wieder auf den Punkt kommentiert:
Zitat:
Nachtrag:

Nach Fertigstellung dieses Artikels ist mir ein Kommentar vom Tagesspiegel zugeschickt worden, der das ganze Elend unserer Qualitätspresse widerspiegelt. Der Kommentator meint tatsächlich, der Rechtsstaat dürfe „nicht dem Schutz der Bürger geopfert“ werden. Damit ist unseren Meinungsmachern schon völlig aus dem Blick geraten, dass es die wichtigste Aufgabe des Staates ist, seine Bürger zu schützen. Wenn er die nicht erfüllen kann, ist er nutzlos, denn alle anderen „Aufgaben“, die er sich in den letzten Jahrzehnten angemasst hat, sind zweitrangig. In dem Artikel steht auch, wir müssten uns leider „an den Terror gewöhnen“. Genau das darf nicht passieren. Wenn wir uns an den Terror gewöhnen, statt ihn in aller nötigen Konsequenz zu bekämpfen, sind wir den Terroristen ausgeliefert!
Quelle:
http://vera-lengsfeld.de/2017/07/31/...ort/#more-1554
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Alt  25.05.2017, 06:09   # 145
Aligator
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Aligator ist offline
@Islamanchester:

Bild - anklicken und vergrößern
yCTYm-yd.jpg  
Ulf Poschardt (seit 2016 Chefredakteur WELTN24) schwurbelte sich gerade wieder einmal ein Paradebeispiel von gutmenschtriefendem "Warum der Terror scheitern wird" zurecht.
Zitat:
Zitat von dem Betroffenheitsheuchler

Unsere Gedanken sind bei den Opfern. Der Rechtsstaat muss wehrhaft reagieren...

...bla bla blubb...

Die IS-Freunde unter den Gefährdern werden wohl die Härte der Wehrhaftigkeit abgekommen [sic!]
Weit über 200 nicht gesperrte Kommentare haben ihm ganz deutlich die Meinung ob dieses Unsinns gegeigt.


Ändern wird sich aber mit Sicherheit eh nix, den Jihad gibts bereits seit ca.1400 Jahren...
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Alt  19.05.2017, 17:27   # 144
Aligator
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Aligator ist offline
Zitat:
Zitat von sar30 Beitrag anzeigen

andreas dresen - herr wichmann von der cdu, 2003
danke sar30, unser allseits hochgeschätzter kognitiver einstein69 wird deine steilvorlage nun garantiert nutzen, und uns allen eine zdf-doku von guido knopp über die frühen 1930er jahre wärmstens ans herz legen
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Alt  19.05.2017, 14:32   # 143
sar30
 
Mitglied seit 9. November 2011

Beiträge: 431


sar30 ist offline
habe auch 3 tips

roger willemsen - das hohe haus: ein jahr im parlament, fischer verlag, frankfurt am main 2014

andreas dresen - herr wichmann von der cdu, 2003 & herr wichmann aus der dritten reihe, 2012 (dokumentarfilme)
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Alt  18.05.2017, 21:42   # 142
Aligator
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Beiträge: 2.093


Aligator ist offline
Gucke gerade "Nervöse Republik" auf phoenix, und bin ehrlich gesagt positiv überrascht

Zitat:
Brexit, Trump, AfD, "Volksverräter"-Rufe, Fake-News, Hacker – die politische Klasse in Deutschland steht mächtig unter Druck. Auch Journalisten erleben einen Umbruch. Politische Debatten werden zunehmend in sozialen Medien geführt – mal belebend, oft verletzend. Gerüchte und Verschwörungstheorien kommen ungebremst im Umlauf, ebenso Hassmails. So eilen Politiker zwischen Beschimpfungen, Meinungsumfragen und Wahlkampfauftritten durch die Woche, umlauert von unzähligen Kamerateams. Dazu blasen Online-Redaktionen hektisch Eil-Meldungen ins Land. Deutschland im Zustand der Dauererregung.
Viele Bürger verlieren bei den politischen Auseinandersetzungen die Orientierung, sie fühlen sich von „denen in Berlin“ nicht mehr verstanden. Die Folge: Große Teile der politischen Klasse und der Bevölkerung driften auseinander. Heizen Politiker und Journalisten diese Entwicklung selbst an? Oder sind sie selbst überfordert? Wie verändern sich Politik und Medien unter den Bedingungen der permanenten Erregung?

Der vielfach preisgekrönte Autor Stephan Lamby hat für seine 90-minütige Dokumentation "Nervöse Republik" einige Politiker und Journalisten ein Jahr lang aus der Nähe beobachtet. Zu den wichtigsten Protagonisten des Films zählen Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Bundesjustizminister Heiko Maas, Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, AfD-Vorsitzende Frauke Petry sowie die Generalsekretäre von SPD und CDU, Katarina Barley und Peter Tauber. In den Redaktionen von SPIEGEL online und BILD dokumentiert Stephan Lamby außerdem, wie Journalisten diese "Nervöse Republik" erleben.

SENDETERMINE
Do. 18.05.17, 20.15 Uhr
Fr. 19.05.17, 00.00 Uhr
Fr. 19.05.17, 07.15 Uhr
Fr. 19.05.17, 14.30 Uhr
Sa. 20.05.17, 11.30 Uhr
http://www.phoenix.de/content/phoeni...ontent/1230865


Klarer TV-Tipp von mir
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Alt  06.04.2017, 11:40   # 141
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.409


Epikureer69 ist offline
@stb99

Dein, zugebenermaßen recht lustig zu lesender "Fantombildbeitrag", zeigt sehr schön auf, dass auch die Satire, die Merkmale und Stilmittel von Propaganda, welche ich ein paar Beiträge davor zitiert habe, aufgreifen und erfolgreich verwenden kann.

In fast jedem Satz hast Du eine emotionale Botschaft, wenn auch witzig formuliert, "versteckt", die genau diejenigen Leser im Herzen erreicht, die ihre Angst vor Migranten und der "Islamisierung des Abendlandes" so aufgewühlt hat, dass sie nur noch in pauschalen Vorurteilen und Feindbildern leben.

Diese Leser werden beim Lesen Deiner Zeilen nicht nur schmunzeln und sich an der treffenden Wortwahl erheitern, sondern auch bei jedem Satz denken : "ja genau, so isses', ja genau so isses'" usw., usw.

Ein "üblicher Verdächtiger" hat ja auch schon mit einem Zustimmungsclick reagiert, was mich nicht wirklich überrascht................

Deshalb weiß ich nicht so recht, wie "lustig" ich etwas an sich Lustiges finden soll, wenn die "zweite Absicht" dahinter, das Bedienen von pauschalen Vorurteilen und Schüren von damit verbundenen Aggressionen, darstellt. Davon haben wir nämlich hier auch so schon reichlich.

Aber nett formuliert hast Du's wirklich.

P.S.: leider gibt's hier keine halben Zustimmungsclicks, den hättest Du nämlich von mir für die Wortwahl und die Formulierungen bekommen. Für die "zweite Absicht" dahinter gibt's leider keinen.
__________________
"Sex, Fußball und Saufen", wobei im höheren Lebensalter die "Kardinaltugenden" zwei und drei, im Leben eines Mannes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

"Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber nicht den Balken im Eigenen."

Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.

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Alt  06.04.2017, 09:20   # 140
stb99
Ruheständler
 
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Beiträge: 2.602


stb99 ist offline
@yossrian

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strichmaennchen-kinderzeichnung-pullover-hoodies-kinder-premium-hoodie.jpg  
Zitat:
Politisch nicht korrektes Fantombild im SPIEGEL veröffentlicht.
Das sieht du falsch. Aber das kann man erklären. Es handelt sich hierbei um den Hartz-IV-Empfänger Karl-Heinz Obergruber. Wenn du deinen Monitor und deine Beleuchtung richtig eingestellt hättest, würdest du auch sehen, dass seine Hautfarbe weiß ist. Gebrochen Englisch sprach er deswegen, weil er bayrischer Ureinwohner ist und keine Fremdsprachen kann. Nachdem ihm klar war, dass man sein Bayrisch in Bonn nicht verstehen wird, hat er ein paar englische Brocken zusammengesucht.

Damit das zukünftig nicht mehr vorkommt, wird Maas sicher bald ein Gesetz gegen Falscheinstellungen von Monitoren und zu wenig Licht bei Lesen von solchen Informationen auf den Weg bringen. Ebenso sollte die Angabe von Sprachkenntnisse verboten werden. Vorsorglich.

Mit einem weiteren Gesetz kann man erreichen, dass für solche Phantombilder grundsätzlich standardisiertes verwendet wird, damit man niemanden diskriminiert, der unter besonderem Schutz steht und natürlich nie so etwas machen würde. Nach dem Einspruch eines Aktionsbündnisses, unterstützt von Kristina Schröder, verständigt man sich zudem darauf, dass das Norm-Phantombild männlich erscheinen darf.

Natürlich ist nicht auszuschließen, dass irgendwelche übereifrigen Polizisten einen Fall aufklären wollen und irgendein Staatsanwalt sogar noch Anklage stellt. Dann wird eine Erklärung fällig. So war es dann eben keine Vergewaltigung, sondern ein Frauenarzt ("Fachkraft") aus dem orientalisch-afrikanischem Raum, der nur die Anatomie deutscher Frauen studieren wollte und sich dabei gegen deren rassistischen Freund verteidigen musste. Und nachdem die Geschichte endlich so ein einfaches und klares Ende gefundet hat, sind natürlich Entschuldigungen und Kniefälle vor dem aufgrund seiner Abstammung zu Unrecht Angeklagten das Mindeste. Verbunden mit einer lebenslangen Alimentierung, denn aufgrund der seelischen Folgen kann dieser Vorverurteilung kann der nie arbeiten, und zudem braucht er seine Familie, um das zu verarbeiten, die natürlich auch Gäste des Hauses sind.

Mich wundern sowieso die Berichte, wo das Thema doch nur eine lokale Bedeutung haben dürfte.

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Alt  06.04.2017, 09:11   # 139
stb99
Ruheständler
 
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Beiträge: 2.602


stb99 ist offline
@woland

Zitat:
Das mag z.T. aus einem Unverständnis von Fachbegriffen herrühren, aber damit wird Tür und Tor geöffnet für unpräzisen, verdunkelnden Meinungsjournalismus und ich fürchte, dass nicht selten genau das beabsichtigt ist.
Früher gab es mal den Ehrenkodex der Branche, dass man Berichte und Meinung klar trennt und deutlich macht, warum es sich handelt. Klar, ganz objektiv wird man nie berichten können. Die eigene Meinung spielt schon bei der Themensetzung mit rein.

Heute tarnt man dagegen die eigene Meinung als Bericht und damit das noch einen sauberen Anschein hat, reichert man das ganze mit ein paar (bekannten) Fakten an. Nachdem Journalisten im Normalfall eher mehr als weniger mit der Sprache umgehen können, gehe ich davon aus, dass das ganze bewußt geschieht.

Bei Themen wie Radioaktivität könnte man noch sagen, dass sie sich mit der Materie nicht wirklich gut auskennen. Dann würde es aber auch an ihnen liegen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und den Artikel nochmal durchlesen zu lassen. Gerade bei Medien, die laut ihrer Werbung einen Anspruch auf Qualität und Niveau erheben, sollte das selbstverständlich sein. Ganz offensichtlich ist es gerade dort am wenigsten.

Bei vielen anderen Dingen fällt es geradezu auf, wie man mit wertenden Adjektiven um sich wirft, die für den Artikel und die Aussage keinen Mehrwert bringen, sondern nur eine unterschwellige Wertung darstellen (Stichworte: "saubere" Windkraft, "gesundes" Bio-Essen, "gefährliche" Kernenergie, "schlimme" Autofahrer). Das nächste ist das zwangshafte Austauschen von Worten gegen vermeintliche Synonyme. Nachdem wir im entsprechenden Thread sind, denke man nur mal daran, wie oft man statt "Flüchtlinge" so nette Worte wie "Schutzsuchende" oder "Migranten" verwendet. Das ganze noch grundsätzlich angereichert mit "arm" usw. Das ganze noch angereichert mit immer demselben Bild, wobei man da auch noch zu blöd ist, um zu merken, wie man immer suggerieren will, dass das "arme Frauen und Kinder" kämen, man sieht aber immer nur Männer, die noch dazu recht kämpferisch aussehen.
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Alt  03.04.2017, 22:38   # 138
yossarian
Pareidoliker & Oneironaut
 
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Beiträge: 6.027


yossarian ist offline
Die Blockierfront bröckelt

Politisch nicht korrektes Fantombild im SPIEGEL veröffentlicht.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...a-1141702.html
__________________
Wer glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, scheitert am Gelächter der Götter. (frei nach Albert Einstein)
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Alt  03.04.2017, 09:55   # 137
Aligator
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Beiträge: 2.093


Aligator ist offline
Zitat:
Zitat von woland Beitrag anzeigen

Umso größeren Respekt habe ich vor Journalisten, die erstens verstehen, worüber sie berichten und zweitens die Tatsachen genau so benennen wie sie heißen.
Insbesondere deiner letzten Feststellung schliesse ich mich ohne Wenn und Aber an!

Leider wird das, wie der folgende Fall zeigt, allzu oft nicht mehr gemacht.
Hat vielleicht nicht in erster Linie etwas mit der "aktuellen Flüchtlingskrise" zu tun, aber sehr wohl mit der falschen "politischen Korrektheit" hierzulande insgesamt.

Zitat:
Junge verlässt Schule nach antisemitischen Vorfällen

Monatelang sah sich ein 14-Jähriger den antisemitischen Beleidigungen seiner Mitschüler ausgesetzt - nun haben ihn seine Eltern von der Schule genommen. Die Einrichtung antwortet mit einem offenen Brief.
http://www.spiegel.de/lebenundlernen...a-1141494.html

Zitat:
Classmates turn from friends to attackers after boy reveals he is Jewish

Case illustrates long history of antisemitic harassment of Jewish pupils, particularly by Arab and Turkish children.
https://www.thejc.com/news/world/cla...ewish-1.434990

P.S.:
Zitat:
Some studies have shown that antisemitic views are more common among young Muslims than among other groups in Germany. In 2007, researchers Katrin Brettfeld and Peter Wetzels interviewed 500 Muslim pupils in Germany and found that 17.5 percent believed that “people of Jewish faith are arrogant and greedy”, compared to 7.4 per cent among non-Muslim immigrant children and 5.4 per cent in the non-immigrant German population.
Naja, Zahlen sind/waren ja von 2007, inzwischen siehts aber garantiert ganz anders aus, denn was nicht sein darf, das gibts dann natürlich auch nicht
Zumindest wenn man die Augen gaaaaaanz doll davor verschliesst
__________________
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Alt  01.04.2017, 12:37   # 136
Epikureer69
Hedonist
 
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Beiträge: 1.409


Epikureer69 ist offline
@Yannik und woland

Ich habe bei der Betrachtung der aktuellen Medienlandschaft ganz ähnliche Wahrnehmungen, wie Ihr sie hier geschildert habt.

Ich glaube, dass das zum Teil dem digitalen Informationszeitalter geschuldet ist. Die "Halbwertsszeit" von "neuen Informationen", ist durch "liveticker" und andere "Segnungen" des Internets, massiv verkürzt worden, so dass offensichtlich viele Journalisten, aus Angst von der "Konkurrenz" überholt zuwerden, einfach schneller und damit schlampiger, recherchieren und schreiben.

Leider macht diese Entwicklung auch vor Wochenmagazinen nicht halt. Wenn ich den SPIEGEL von heute, unter den von Euch genannten Kriterien, mit dem SPIEGEL der 70iger und 80iger Jahre vergleiche, könnte ich vor Wut laut schreiend um die Häuser laufen.

Am "stabilsten" ist diesbezüglich, im Wandel der Zeiten wohl die BILD geblieben. Die BILD hat, damals wie heute, wenig Wert auf den Unterschied zwischen Bericht und Kommentar gelegt, es mit der "Wahrheit" ohnehin nie ganz so genau genommen und immer schon gerne mehr oder weniger subtil mit Sprache und Bildaufbau manipuliert.
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Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.
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Alt  31.03.2017, 18:21   # 135
woland
Huren-Genießer
 
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Mitglied seit 27. February 2003

Beiträge: 2.474


woland ist offline
Nachrichten-Emotionalisierung

Eines der Probleme im Journalismus ist die Emotionalisierung der Nachricht.
Wenn durch eine Nachricht Emotionen geweckt werden, verkauft sie sich besser, sie wird stärker wahrgenommen. Insbesondere Angst braucht das Geschäft.

Das geht oft ganz subtil. Z. B. verwendet der grün eingestellte Journalist bei einer radioaktiven oberflächlichen Verschmutzung nicht den Fachbegriff "Kontamination", sondern er sagt "... wurde verstrahlt", also eine Gemisch aus den Wörtern "verseuchen" und "bestrahlen", das eine Seuche insinuiert durch Strahlung, so wie Pest oder Colera. Wem das Beispiel nicht gefällt, der mag sich in der Gentechnik umsehen oder auch in der politischen Berichterstattung. Vor ein paar Jahren war z.B. bei Russlandreports das Wort "marode" geradezu unausweichlich, ob es nun passte oder nicht, und so zieht sich die gezielte Emotionalisierung durch weite Teile des deutschen Journalismus.

Das mag z.T. aus einem Unverständnis von Fachbegriffen herrühren, aber damit wird Tür und Tor geöffnet für unpräzisen, verdunkelnden Meinungsjournalismus und ich fürchte, dass nicht selten genau das beabsichtigt ist.

Umso größeren Respekt habe ich vor Journalisten, die erstens verstehen, worüber sie berichten und zweitens die Tatsachen genau so benennen wie sie heißen.
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Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er es am Kragen hätte! (Mephistopheles in Goethes Faust)
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Alt  30.03.2017, 17:42   # 134
Yannik
Rastafari
 
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Beiträge: 730


Yannik ist offline
Tolle Diskussion hier gerade, macht Spass zu lesen.

Inhaltlich sehe ich das schon auch so wie es Epi ganz hervorragend und verständlich beschrieben hat. Aber auf der anderen Seite natürlich steht da die geifernde Menge und wartet ja nur darauf, dass sie ihre Vorverurteilung bestätigt bekommt. Und wenn die Bestätigung einfach noch nicht kommt, eben weil es noch keine Bestätigung dafür gibt sondern lediglich Indizien, dann fühlen sich einige halt nunmal verschaukelt. Jeder kann sich seinen Teil ja schon mal denken, kann für sich selbst und in seinem Umfeld wild spekulieren und vorverurteilen, ein Qualitätsmedium hingegen sollte sich tunlichst auf Fakten, Beweise und gesichertes Wissen beschränken, alles andere wäre unseriös.

Ich kann mich noch gut an den Amoklauf hier in München erinnern, auch da war es so, dass erstmal wild spekuliert wurde, es muss sich doch schliesslich um einen islamistischen Terroranschlag handeln. Sogar hier im Forum konnte sich eine Flachzange nicht zurückhalten mit seiner Wertung des Ganzen, bevor die Faktenlage klar war. Und hinterher waren diejenigen, die vorschnell darüber berichtet und spekuliert haben, ja beinahe schon enttäuscht darüber, dass es sich hierbei eben nicht um islamistischen Terror sondern um die Amoktat eines durchgeknallten Mobbingopfers gehandelt hat.

Medien, die sich qualitativ hochwertigen Journalismus auf die Fahnen geschrieben haben, tun gut daran weiterhin nur Fakten zu berichten. Und sie werden es auch sicher weiterhin aushalten als Lügenpresse diffamiert zu werden. Wenn ich wilde Spekulationen oder das Aneinanderreihen von Indizien als vorgegaukelte Fakten lesen möchte, dann gibt es dafür sicher auch die entsprechenden Kanäle, nur möchte ich das eben nicht.

Natürlich gibt es auch für mich einen Kritikpunkt an unserer heutigen Medienlandschaft, der allerdings betrifft nicht nur Leit- und Qualitätsmedien, die aber schon auch. Ein Zeichen guter Medienarbeit war und ist die Trennung von Nachricht und Kommentar. In letzter Zeit hingegen ist es durchaus Usus geworden, dass die eigentliche Nachricht schon ziemlich mit einer Meinung eingefärbt ist, das habe ich aus früherer Zeit etwas anders in Erinnerung und vor allem ist dies etwas, was mir persönlich ziemlich sauer aufstösst. Ein Medium hat zu berichten und zu kommentieren, das ist schon richtig, aber dann getrennt voneinander und vor allem auch entsprechend gekennzeichnet. Ich möchte mir meine Meinung zu einer Nachricht nämlich selbst bilden. Und wenn ich eine Meinung lesen oder hören möchte, dann möchte ich das bewusst tun und nicht unterschwellig. Dahin sollten die Nachrichten-Medien wieder zurückkehren.
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Alt  30.03.2017, 15:47   # 133
sar30
 
Mitglied seit 9. November 2011

Beiträge: 431


sar30 ist offline
stb99 beitrag 129

Zitat:
Zitat:
Nur, an was erinnert mich das in fataler Weise ?

Wahrscheinlich an das, was wir den ganzen Tag präsentiert bekommen. Wenn ich mir einfach mal die "Nachrichten" von heute anschaue. Da waren:

* Schweinsteiger in Chicago bejubelt.
* So lief der erste Training für Schweinsteiger.
* Kein Booking.com mehr in der Türkei,
* Was bedeutet der Brexit für England-Urlauber?
* Prinz Harry fackelt nicht lange.
* Irgendwas mit Trump.
* DVB-T2
* Wer beim Eigenbedarf täuscht muss zahlen.

usw.

Fällt was auf? Ja. Man textet alle mit Nachrichten voll, die in der zweiten Reihe sicher alle ihre Berechtigung haben. Vor lauter dieser Nachrichten vergißt man aber beispielsweise das, was Bundestag und Regierung so treiben. Klar. Man hat ja keinen Platz mehr dafür.
ich habe gestern den ganzen tag inforadiorbb und deutschlandfunk gehört.
außer trump, brexit und ein wenig dvb-t2 kam nichts von deiner liste in den nachrichten und informationen.
auch nicht in der zweiten, dritten, vierten, ... reihe.
bundestag und regierung hingegen lang und breit an erster stelle.
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Alt  30.03.2017, 12:14   # 132
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.409


Epikureer69 ist offline
@Aligator

"schwere Körperverletzung mit deshalb anhängiger Gefängnisstrafe" ist auch für mich ein "hartes Kriterium", allerdings nur, was die stattgefundene Körperverletzung und die konsekutive Verurteilung angeht.

Ein etwas "weicheres" Kriterium ist dabei die Ursache und die Motivation zu selbiger Tat, dieses zu erhärten bedürfte eigentlich eines Einblick in die Gerichtsakten, oder ähnlich intensive Sekundärrecherchen.

Für Gewaltdelikte gibt es die verschiedensten Ursachen und Motivationen: z.B. Alkohol oder Drogeneinfluss, Eifersucht, politische oder religiöse Gründe usw., usw.

Im Zuge einer seriösen Berichterstattung finde ich es also durchaus normal, bei einem Körperverletzungsdelikt durch einen Menschen mit ethnischen Wurzeln im arabischen Raum, nicht per Automatismus von einer islamistisch motivierten Tat auszugehen, ohne das dieses entsprechend gründlich recherchiert wurde.

Genauso wie ein Gewaltdelikt durch einen jungen sächsischen Skinhead, nicht per Automatismus der rechtsextremen Szene zugeordnet werden sollte. Der junge mann kann auch einfach nur blöd und besoffen gewesen sein.
__________________
"Sex, Fußball und Saufen", wobei im höheren Lebensalter die "Kardinaltugenden" zwei und drei, im Leben eines Mannes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

"Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber nicht den Balken im Eigenen."

Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.
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Alt  30.03.2017, 11:58   # 131
Aligator
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Beiträge: 2.093


Aligator ist offline
Zitat:
Was macht denn eigentlich eine "seriöse Berichterstattung" aus ? Ich würde mal sagen, dass man primär zwischen "harten" und "weichen" Fakten unterscheidet und die Berichterstattung möglichst auf "harte" Fakten beschränkt oder zumindest dem spekulieren über die "weichen" Fakten voranstellt.
Das würde ich auch mal so unterschreiben.
Zitat:
Unter harten Fakten verstehe ich hierbei, das was nachvollziehbar beweisbar und eindeutig ist. In diesem Fall wäre das der britische Paß des Attentäters. Diese Tatsache ist schnell eindeutig recherchierbar und hält einer kritischen Überprüfung stand.
Das ist objektiv gesehen sicherlich korrekt.
https://en.wikipedia.org/wiki/Khalid...#Personal_life
Zitat:
Inwieweit der Täter durch "islamistische Paralellgesellschaften" beeinflusst war, ist was die Faktenlage angeht, zunächst ein "weiches" Kriterium, welches zumindest einer wesentlich gründlicheren Recherche bedarf, die das direkte soziale Umfeld des Täters, lokale Ermittlungsakten usw. miteinschließt. Außerdem gibt es für "Beeinflussung" keine verlässlichen meßbaren Größen, wie z.B. Temparaturanzeigen usw.
@Beeinflussung & gründliche Recherche: Hier kann man sich zumindest einen ungefähren Überbick über seinen persönlichen Werdegang verschaffen.
https://en.wikipedia.org/wiki/Khalid...nal_background
Für dich mögen das "weiche" Kriterien sein, für andere sind z.B. Verurteilungen wg. schwerer Körperverletzung ("grievous bodily harm") sowie Gefängnisstrafen recht eindeutig.
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Alt  30.03.2017, 08:48   # 130
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.409


Epikureer69 ist offline
@Aligator

Tja, was will ich eigentlich damit sagen ? War ja irgendwie klar, dass Du es entweder nicht begreifen willst, oder kannst............................

Nehmen wir mal, den von Dir eingestellten Artikel zur Berichterstattung über das Attentat in London als Beispiel:

Da wird der deutschen Presse vorgehalten, weniger detailiert über den "Background" des Täters berichtet zu haben, als die englische Presse. "Zwischen den Zeilen" wird den deutschen Medien dabei auch unterstellt "unerwünschte" Informationen, sprich solche, die der allgemein emotional aufgepeitschten "öffentlichen Wahrnehmung" weiter "Zucker" geben würden, bewußt zurückgehalten zu haben.

Soweit so gut. Was macht denn eigentlich eine "seriöse Berichterstattung" aus ? Ich würde mal sagen, dass man primär zwischen "harten" und "weichen" Fakten unterscheidet und die Berichterstattung möglichst auf "harte" Fakten beschränkt oder zumindest dem spekulieren über die "weichen" Fakten voranstellt.

Unter harten Fakten verstehe ich hierbei, das was nachvollziehbar beweisbar und eindeutig ist. In diesem Fall wäre das der britische Paß des Attentäters. Diese Tatsache ist schnell eindeutig recherchierbar und hält einer kritischen Überprüfung stand. Inwieweit der Täter durch "islamistische Paralellgesellschaften" beeinflusst war, ist was die Faktenlage angeht, zunächst ein "weiches" Kriterium, welches zumindest einer wesentlich gründlicheren Recherche bedarf, die das direkte soziale Umfeld des Täters, lokale Ermittlungsakten usw. miteinschließt. Außerdem gibt es für "Beeinflussung" keine verlässlichen meßbaren Größen, wie z.B. Temparaturanzeigen usw.

Unstrittig dürfte auch sein, dass lokale britische Medien an solche Informationen schneller herankommen als Auslandsmedien.

Aber dieses wiederum "harte" Kriterium, eignet sich wieder prächtig für Verschwörungstheorien, wie "Lügenpresse" und den Vorwurf des bewußten Zurückhaltens relevanter Informationen.

Interessanterweise ist es deshalb bei einigen, auch hier mitdiskutierenden Foristen, "Mode" geworden, alle deutschen Medienveröffentlichungen, die dem Leser differenziertes Denken abverlangen, weil sie nur die weitgehend gesicherte Faktenlage beinhalten und keine emotionalen Vorurteile bedienen, als manipulativ und "unseriös" abzukanzeln (Stichwort: "Lügenpresse").

Und jetzt sind wir genau beim Thema meines vorangegangenen Beitrags zu Art und Wesen von Propaganda.

Ich wiederhole: Propaganda darf nicht differenzieren. Propaganda muss die Emotionen ansprechen (nicht den Verstand). Propaganda muss Schlagwörter ("Lügenpresse") verwenden usw., usw.

Irgendwann sind dann, wenn es gut gemacht ist, die Inhalte, die die Propaganda verwendet, für weite Teile der Bevölkerung, die einzig gültige Wahrheit und Alles andere "Lüge", obwohl es tatsächlich genau umgekehrt ist. Wenn dieser Zustand eingetreten ist, haben wir, gesellschaftlich gesehen, was ?

Richtig, eine Diktatur.

Nicht umsonst sind die von mir, im diesbezüglichen Beitrag zitierten Aussagen, zu Art und Wesen von Propaganda, aus einer bemerkenswerten Quelle, nämlich aus dem Buch "Mein Kampf", des offensichtlich mittlerweile weitgehend vergessenen, "Mitbürgers" Adolf H. .

Aber das hat mindestens Kollege Aligator ja sowieso gewußt.
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"Sex, Fußball und Saufen", wobei im höheren Lebensalter die "Kardinaltugenden" zwei und drei, im Leben eines Mannes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

"Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber nicht den Balken im Eigenen."

Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.

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Alt  29.03.2017, 21:28   # 129
stb99
Ruheständler
 
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Beiträge: 2.602


stb99 ist offline
Zitat:
Nur, an was erinnert mich das in fataler Weise ?
Wahrscheinlich an das, was wir den ganzen Tag präsentiert bekommen. Wenn ich mir einfach mal die "Nachrichten" von heute anschaue. Da waren:

* Schweinsteiger in Chicago bejubelt.
* So lief der erste Training für Schweinsteiger.
* Kein Booking.com mehr in der Türkei,
* Was bedeutet der Brexit für England-Urlauber?
* Prinz Harry fackelt nicht lange.
* Irgendwas mit Trump.
* DVB-T2
* Wer beim Eigenbedarf täuscht muss zahlen.

usw.

Fällt was auf? Ja. Man textet alle mit Nachrichten voll, die in der zweiten Reihe sicher alle ihre Berechtigung haben. Vor lauter dieser Nachrichten vergißt man aber beispielsweise das, was Bundestag und Regierung so treiben. Klar. Man hat ja keinen Platz mehr dafür.

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Alt  29.03.2017, 15:43   # 128
stützli
 
Mitglied seit 22. December 2015

Beiträge: 264


stützli ist offline
@Schnappi:

Sinnvollerweise solltest Du dein Pseudonym von "Aligator" in "Agitator" abändern, das wäre ehrlicher und ist auch ganz einfach, da musst Du nur einen Buchstaben austauschen und einen anderen verschieben !
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Alt  29.03.2017, 14:03   # 127
Aligator
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Beiträge: 2.093


Aligator ist offline
@"Nur, an was erinnert mich das in fataler Weise ?"

Was - in fataler Weise - erinnert dich eigentlich nicht an "das"?

Und was willst du eigentlich damit sagen, bezogen auf die ÖR-Medienpolitik heutzutage?
Oder vielleicht auf die von mir zitierten cicero- & achgut-Beiträge?
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Alt  29.03.2017, 11:43   # 126
Epikureer69
Hedonist
 
Mitglied seit 15. April 2014

Beiträge: 1.409


Epikureer69 ist offline
Aus vielfach gegebenem Anlass, mal was zum Nachdenken

Zitat: "Gerade darin liegt die Kunst der Propaganda, dass sie, die gefühlsmäßige Vorstellungswelt der grossen Masse begreifend, in psychologisch richtiger Form den Weg zur Aufmerksamkeit und weiter zum Herzen der breiten Masse findet."

Daraus abgeleitete Leitlinien und Prinzipien:

- Beschränkung auf wenige Themen und Schlagworte

- geringer geistiger Anspruch

- Abzielen auf das gefühlsmäßige Empfinden der Massen

- Vermeidung von Differenzierungen

- und die tausendfache Wiederholung der jeweiligen Glaubenssätze

Da hier ja nur "Politik und Medienfüchse" mitwirken, ist es sicher für alle ein Leichtes zu erraten, wer der Urheber dieses Gedankengutes ist und aus welchem Werk der Quelltext entnommen wurde.

Nur, an was erinnert mich das in fataler Weise ?
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Dieses Zitat widme ich meinen besonderen "virtuellen Freunden" hier.
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Danke von
Alt  29.03.2017, 00:37   # 125
Aligator
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Beiträge: 2.093


Aligator ist offline
Thumbs up Lesenswerter Artikel

Zitat:
Die neue Kunst: Zwischen den Zeilen lesen

...Beim Attentat in London kamen die deutschen Leitmedien durch ihre Leser stark unter Druck. Während die Engländer stets Fakten berichteten, die sie Stück für Stück erweiterten, um nach etwa 24 Stunden ein klares Bild des Anschlags zu liefern, quälten sich die deutschen Medien weiterhin damit, ihren Lesern das Wissen zusammen mit der „richtigen“ Meinung zu verkaufen. Die Leser informierten sich allerdings parallel aus den englischen Medien und ergänzten in den Kommentaren gleich die in Deutschland zurückgehaltenen Fakten.

Am Ende stellten die großen deutschen Medien fast schon erleichtert in den Vordergrund, dass der Täter „gebürtiger Brite“ sei, während die englischen Leitmedien eine Art Steckbrief über den Täter herausbrachten, aus dem klar wurde, dass dieser zwar einen britischen Pass hatte und in England lebte, aber geprägt war von einer islamischen Parallelgesellschaft. Diesen Zusammenhang muteten uns die deutschen Medien nur ungern zu...



...Seit Anfang März 2017 häufen sich Gewalttaten in der Öffentlichkeit und die Presse verlegt sich auf eigene, sehr seltsame Sprachschöpfungen, die den Raum für Spekulationen weit öffnen. Beginnen wir mit dem Fall, bei dem die Informationen sogar für mich zu viele waren. In Herne wurde ein 9jähriges Kind ermordet und über den Täter erfuhren wir mehr, als das sonst üblich ist: Der volle Name „Marcel Hesse“ wurde mitgeteilt und ein unverpixeltes Bild veröffentlicht. Aus meiner Sicht hätte die Nennung des Vornamens gereicht und eine knappe Personenbeschreibung. Hierzu gab es auch keine wilden Spekulationen, da alles klar beschrieben war.

Ganz gegenteilig verlief der Fall in Heidelberg, bei dem ein Amokfahrer in der Innenstadt einen Menschen mit dem Auto totgefahren hatte, weitere Passanten verletzte und schließlich niedergeschossen wurde, als er nach dem Aussteigen aus dem Pkw ein Messer zückte. Hier gab es nur spärliche Informationen (35jähriger deutscher Student ohne Migrationshintergrund, psychisch labil). Auch auf vielfache Anfragen aus den sozialen Medien hin rückte die Polizei bis heute den Vornamen nicht heraus, was den Fall mysteriös macht und den Verdacht schürt, dass mehr dahinter steckt, was den Leser verunsichern könnte...

...

Auffällig schnelle Diagnose einer Krankheit als Tatgrund

Ich habe Anfang März 2017 innerhalb einer Woche mehr als 20 öffentliche Gewalttaten gezählt mit Axt, Messer oder Machete. Außer bei Marcel H. aus Herne bekam ich wenig bis keine Informationen über den Hintergrund dieser Taten. Das beunruhigt mich, da der IS immer wieder zu genau solchen Taten (Angriffe auf die Bevölkerung mit Axt, Messer und Autos) aufgerufen hat und ich einfach wissen will, ob diese Serie an Gewalttaten damit zu tun hat oder eben nicht. In den Leitmedien finde ich dazu leider gar nichts. Inzwischen habe ich jedoch gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen, und zeige das an einigen Beispielen auf:

Düsseldorf (März 2017): Der Täter, der auf dem Hautbahnhof Menschen mit der Axt angriff, wurde als „36jähriger Wuppertaler aus dem ehemaligen Jugoslawien“ bezeichnet, der psychisch krank sei. Auffällig ist die schnelle Diagnose der Krankheit als Tatgrund und vor allem, dass er aus einem Land stammt, welches es seit vielen Jahren nicht mehr gibt. Den Vornamen nannte man dem Leser auch nicht. Ich vermutete, dass der Vorname Hinweise auf die Religion geben könnte und die Nennung der Republik Jugoslawiens diesen Hinweis erhärten würde. Nach einiger Zeit kam denn auch heraus, dass er als abgelehnter und geduldeter muslimischer Asylbewerber aus dem Kosovo stammt und Fatmir heißt.

Konstanz (März 2017): „Ein Deutscher hat einen 19jährigen Schweizer bei einer Streiterei vor einer Shisha-Bar erstochen“, war in dürren Worten in lokalen Blättern am Bodensee zu lesen. Der Fall erregte wenig Aufsehen, obwohl es nach meiner Kenntnis der erste Fall am Bodensee war. Misstrauisch machte das Fehlen der Vornamen von Opfer/Täter und jeglichen Hintergrundes. Hier half ein Blick in die Schweizer Medien, die auskunftsfreudiger vermittelten, dass der Tote ein in der Schweiz lebender Kosovare und der Tatverdächtige ein in Deutschland lebender Syrer namens Omar H. sei. Das hörte sich ganz anders an als „Deutscher ersticht Schweizer“.

Massenschlägerei von Jugendlichen und Einheimischen in Hanau und Gelnhausen (März 2017): Laut Medien kam es zu mehreren Massenschlägereien, zu denen die Beteiligten teilweise extra anreisten und bei denen bis zu 150 junge Männer beteiligt waren (!). Hier wirkt der Begriff „Einheimische“ irreführend. Treffen sich deutsche Jugendliche nach der Schule wirklich zu Massenschlägereien und das wiederholt? Einige Zeit später berichtete die FAZ, dass es sich um türkische Jugendgruppen und afghanische Asylbewerber handelte, einen Peter oder Hans gab es weder in der einen noch in der anderen Gruppe.

Ich liste im folgenden (unvollständig) mir bekannte Gewalttaten allein im März 2017 auf: in Düsseldorf (Machetengriff auf Rentner, 15jähriger Kehle durchgeschnitten, Axtattacke am Hauptbahnhof, Messermord nach Streitigkeit), Osnabrück (Ermordeter im Fluss), Ahlen, Essen, Wiesbaden, Gütersloh (jeweils Messerangriffe), Minden und Bonn (Leichen von Ermordenen auf offener Straße gefunden), Freiburg (Ehefrau mit Hammer erschlagen), Weimar (Messermord auf offener Straße). Eschborn (Passanten niedergestochen), Frankenthal (Messerangriff auf Passanten), Kiel (Ehefrau vor der Schule mit Messer ermordet), Dortmund (Jugendliche stürmen Schule und verletzten Schüler mit Messer), Friedrichshafen (Messerangriff und Schusswechsel unter Asylbewerbern), Hessen (Massenschlägereien mit bis zu 150 Jugendlichen). In allen diesen Fällen gibt es zu Tätern und Opfern nur dürftigste Beschreibungen, ein möglicher Hintergrund wird in wenigen der Fälle genannt. In der Politik findet diese Serie kaum Beachtung, in den allgegenwärtigen Talkshows wird das Thema nicht diskutiert...


...Die deutsche Praxis macht die Leser misstrauisch und führt zu weiterem Vertrauensverlust gegenüber Medien, Behörden und Politikern. Im Grunde ist das die schlechteste Lösung des (politisch) korrekten Berichtens, denn die Leitmedien nehmen ihren Informationsauftrag nicht mehr wahr und verlieren ihre kritischen Leser.

Dr. Jochen Heistermann hat in theoretischer Informatik promoviert. Er war dann selbstständig und lebt nun als Privatier am Bodensee.
http://www.achgut.com/artikel/die_ne..._zeilen_lesens

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