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Alt  22.11.2013, 03:09   # 41
grubert
 
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grubert ist offline
Kambodscha: Kien Svay, NAGA Vergnügungspark, Fazit Phnom Penh



Kien Svay

Eigentlich war es meine Absicht, die alte Stelle mit den Stelzenhauspuffs zu besuchen, auch wenn dort zuletzt schon recht wenig bis nichts abging. Ich mietete also über ein Travel Office einen Wagen mit Fahrer für 40 USD und 8 h. Er meinte, klar, Kien Svay, kenne ich. Aber er kannte nicht die Stelzenhauspuffs, und wir haben sie auch nicht gefunden, trotz langem Suchens und Fragerei. Schließlich musste ich mich damit begnügen mich von einem Khmer auf seinem Bootchen langweilig über einen kaum Wasser führenden Nebenarm des Mekong staken zu lasen. Die Ufer wurden gesäumt von nach allen Seiten hin offenen “Hütten”, eigentlich eher mit Seegras überdachte Veranden, auf denen sich an den Wochenenden die Städter khmerlike vergnügen, nämlich mit Essen, Bier, Musik und einer Flasche Schnaps.



Unterm Strich also wenig ergiebig das ganze. Ich habe mich anschließend noch durch PNH kutschieren lassen um ein paar Orte abzuknipsen und evtl. noch ein paar aktuelle Infos von dem Fahrer zu bekommen. Es erwies sich auch hier, die Jungs reden viel, wissen aber nichts. Von einem Straßenstrich am Wat Phnom hatte er noch nie gehört, dafür meinte er, am Independence Monument würden nachts die Mädels stehen, was eine klare Falschinformation war.

NAGA Vergnügungspark



Dem Vergnügungspark, auf den ich aus dem Fenster des Landscape Hotels immer schaute, wollte ich doch auch mal einen Besuch abstatten. Er ist von dort aus natürlich leicht per pedes erreichbar. Wer mit dem Taxi fährt, kann als Fahrtziel das NAGA Casino angeben, denn dieses ist dort gleich gegenüber des Rummel - Eingangs. Wo gezockt wird, sind ATMs natürlich nicht weit. Wer ausgerechnet dort Badelatschen kauft leuchtet mir nicht wirklich ein, ich fand die Auswahl aber kurios genug für ein Foto. Auf der Kirmes sieht man auch abends viele Familien mit ihren kleinen Kids, und auch viele Teenager, die ihr Taschengeld verbraten.

Das Riesenrad ist ja von weither sichtbar, wenn man davor steht wirkt es gar nicht mehr so groß. Es gibt außerdem eine große Schiffschaukel, und einen “Twister”, in die ich mich nie hineintrauen würde, mir wird schon auf jedem Schiff bei der ersten Welle immer schlecht. Ansonsten die üblichen kurzweiligen Vergnügungsmöglichkeiten und Naschereien.



Allerdings bin ich dann dummerweise noch in dieses “4D” Kino gegangen, das war verkehrt, aus genannten Gründen. Man zahlt 3 Bucks Eintritt, nimmt auf einer Art Schleudersitz platz und schnallt sich an. Dann geht der Film los, der Sitz bewegt sich ruckartig hin und her, rauf und runter, neigt sich nach allen Seiten. So hat man während des Films das realistische Gefühl, eine wirklich Fahrt zu machen, hier waren es außerirdische Welten und Wesen, denen man begegnete. Es spitzte gelegentlich etwas Wasser, und sehr zur “Freude” der Mädels in ihren kurzen Röcken kam just in dem Moment, als eines der Riesenmonster mit der Zunge in Richtung der Zuschauer züngelte, irgendwo von unten was langes, weiches angezüngelt. Was für ein Geschrei!



Aber der Film war nicht wirklich gut mit den Bewegungen synchronisiert und die Bewegungen waren zu ruckartig, s.d. mir nach kurzer Zeit richtig übel wurde. Ich dachte schon ich müsste in den Saal kotzen. Zum Glück gab es nach ein paar Minuten eine technische Panne, und ich nutzte die Pause gerade noch rechtzeitig vor dem Wiederanlaufen des Films, es ging noch mal von vorne los, um mich abzuschnallen und vom Acker zu machen. Also so schlecht war mir lange nicht mehr. Ich musste mich erst mal auf eine Bank setzen und Luft holen. Nie wieder betrete ich so ein Teil, mir wird jetzt noch schlecht, wenn ich nur dran denke, oder drüber schreibe. Ehrlich

Fazit Phnom Penh



Bevor es gleich nach Siem Reap weiter geht, ziehe ich noch mein ganz persönliches Fazit aus den derzeitigen Gegebenheiten und Veränderungen in Phnom Penh. Das meiste hatte ich ja schon angesprochen, ich versuche es hier mal zusammenzufassen und auf den Punkt zu bringen:

Ich meine, nur für die Mädels braucht niemand mehr nach Phnom Penh. Wer sich mal die Stadt ansehen will und das andere Klima schnuppern, wird sicher nebenher auch etwas Spaß haben können. Aber mit Pattaya in Thailand oder Angeles City auf den Philippinen ist Phnom Penh überhaupt und absolut gar nicht vergleichbar. Andererseits ist eben auch noch der besondere Charme, das besondere Flair des “alten” PNH verschwunden, es machen sich zunehmend schlechte Sitten und Abzockmentalität breit.

Die guten, alten “Drecksbars” wie Sophies oder Mikado gibt es nicht mehr, einzige Lichtblicke sind das Cyrcee, aber die haben keine eigenen Zimmer mehr und man muss nach gegenüber in das Pennerhotel. Und das Martini, aber auch hier im Vergleich zu früher eher Tristesse, unfähiges Personal und hohe Preise.



Jetzt unglaublich viele Bars am Riverside und Umgebung, jedoch alle mega langweilig mit meist alten Frauen die nichts können und Horrorpreise aufrufen. Eine Bar wie die andere. Wenn eine junge, hübsche dabei ist, kneift sie meist schon kichernd die Beine zusammen, wenn man sie mit der Fingerspitze an der Schulter berührt. Und mitgehen tun die oft auch nicht. Preise Short Time ca. 30 + 5 $ Barfine (etwa). Eine zu finden die richtig bläst ist schwierig, Mundschuss erst recht. Auch die alten Frauen machen schon bei der Frage danach große Augen.

Freelancer am River unfickbar alt und hässlich. Wie die Beachroad in Patty in der letzten Kategorie. Dissen mit Techno und gelangweilten Gesichtern. Die Mädels sind einfach satt, das ist das Problem. Zu viele Sponsoren, Idioten, Alleszahler. Wenn man eine Hübsche sieht hat die ein Moped, ein teures Smartphone und ihren jungen Khmer Stecher auf dem Rücksitz.

Wenn man mehr Zeit hat kann man Khmers aufreißen, aber das ist ja überall das gleiche. Z.B. auf der Skaterbahn oben in der Mall oder irgendwo auf freier Strecke. Als 14 Tages Touri, vergesst es. Wenn man Glück hat gibt's hier und da eine Nette aus dem Cyrcee, oder Freelancer nachmittags vom Wat Phnom.



Massagen in der 63: viele dicht, waren eh nie mein Ding und schon früher mehr Abzocke und ungemütlich als Spaß.

Viets gibt es praktisch nicht mehr, wenn dann meist im Martinis, ein paar scheinen noch aus Tagen des K11/Svay Pak übrig geblieben zu sein, und so sehen die auch aus.
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