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Alt  13.10.2006, 18:12   # 19
Junker der Provinz
Ackerdemmiger
 
Mitglied seit 20. December 2004

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Junker der Provinz ist offline
trois, quatre, six...

als ich von meinem durchwegs erfreulichen termin am wiener stubenring nr. 1 ins stadtnahe hotel zurückkehrte, zwickte es plötzlich in der schwarte. seit meinem ersten besuch im club-babylon war dies in unregelmäßigen abständen immer wieder vorgekommen - vornehmlich dann, wenn schmutzige gedanken in kaum saubereren erinnerungen schwelten.

die zwickerei ging mir entsprechend auf die nerven. so beschloss ich hurtig, teilen meines körpers das zu gewähren, nach was sie offensichtlich dürstete. bald also schlich ich erneut an die pforte in der lieben berggasse und bat klingelnderweise um gefälligen einlass.

zu meinem allergrößten erstaunen erkannte man mich beim eintreten in den club sofort wieder und herr nikolaus befragte mich blitzartig nach meiner geschätzten befindlichkeit. auch mein überaus geschmackvoller langbinder aus der frühjahr-sommer kollektion von meindl wurde rundum als für den anlass passend befunden. solcherart in meinem ohnehin von ländlicher arroganz geprägten ego bekräftigt, tippelte ich leichten fußes an die bar, an der sich eine äußerst ansehnliche zahl hübschester damen, teils angeregt miteinander vergnügte, teils neugierig schauend im saftnuckeln übte.

das lokal schien mir schlechter ausgeleuchtet zu sein, als bei meinem ersten besuch, was sich allerdings rasch besserte, als ich meine brad-pitt-spiegelsonnenbrille abnahm, um in die übliche phase der interessierten erkundung einzutreten. natürlich hielt ich zunächst ausschau nach jenem bulgarischen ferkelchen, das mir vor einigen wochen eine etwas eigenartige definition von eggen und pflügen auf wirklich deftigste weise vermittelte. an ihrer statt wurde ich zunächst jedoch von zwei durchdringend schauenden grazien aggressiv gemustert. trotz der zur unmittelbaren abwehr aufgetragenen, leichten röte, die ich meinem gesicht anstrich, musste ich folgenden satz entgegennehmen, der mich früh aus der vorgetäuschten reserve zwang:
„hallo du kleiner süsser bauer du….“

woher wusste sie? wer hatte getratscht? wie sollte ich antworten? würde das bzö den sprung in den nationalrat doch noch verpassen? diese und andere, weit derbere fragen rasten durch meinen kopf, der jedoch plötzlich zwischen zwei überaus prallen brüsten zu liegen kam. eva, so nennt sich das erfahrene biest, wusste nur allzu genau, wie der landmann zu ködern sein würde. allerdings hatte sie die rechnung ohne den bauern gemacht, denn zunächst täuschte ich absolut gleichwertiges interesse an einer näheren auseinandersetzung mit evas busenfreundin - namens „babsi“ - an. auch in deren ausschnitt befand sich nämlich hochwertigstes grapschmaterial, das gemeinhin bereits beim anblick zum unverzüglichen verlust des männlichen verstandes führt. mit mühe, altersbedingter routine und hemdsärmeligem geschick gelang es mir jedoch, die führung in der schlüpfrigen konversation zu übernehmen und das bis zu dem zeitpunkt, als eva und ich die tür von zimmer nummer 12 hinter uns ins schloss fallen ließen.

von nun an übernahm fräulein brust das kommando, riss mir rücksichtslos die kleider vom leibe und zerrte mich an der an mir am weitesten hervorragenden stelle auf das großzügige lager. gut, dass ich eine kleine nase habe, dachte ich bei mir.
nun aber lag dieses abartig schöne geschöpf vor mir und spreizte die endlos langen beinchen, nicht ohne leise anzumerken, dass sie dazwischen nun jene behandlung erwartete, die angeblich ihrer freundin joy vor einigen wochen zu teil geworden war. bereits nach einigen minuten wurde ihr dann klar, warum ich schon in meinen jugendjahren von meinen weiblein den spitznamen „grafi“ verpasst bekam.

den erzwungenen flüssigkeitsverlust wollte eva bald mit einem glas wein ausgleichen, für dessen lieferung ich ausdrücklich und telefonisch klein babsi verlangte.
mit einigem hatte miss babsi gerechnet, nicht aber mit ihrem aufenthaltsort für die zeit unmittelbar nach ihrem zaghaften klopfen an unsere zimmertür. noch bevor ihr dies klar wurde, lag sie bereits busen auf busen bzw. auf eva. ich führte sodann zwei weitere, runde aber etwas kleinere, protagonisten heran, die ich an sogenannten „vier-plus-zwei-gesprächen“ teilhaben lassen wollte. zu gunsten des zebedäus. hable español? häää…?

was in der folge geschah, nennt der franzmann wohl „mènage á trois“ wobei ich nicht verstehe, warum dies nicht „á quatre“ oder gar „á six“ heißt, zumal ich, wenn mich nicht alles deucht, in deren sechs…äh…na gut.
die grenze des für des landmanns schlichten gemüt noch erträglichen schien jedoch bei weitem überschritten, als eine der beiden, ich glaube es war paula, meinte, sie würde gerne noch etwas spritzen sehen. so richtig. ganz nah.

na das wäre ja noch schöner gewesen!

pfiat eich…

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am 20. mai 2007 von einer drecksau zermalmt
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