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Alt  25.09.2006, 19:45   # 18
Junker der Provinz
Ackerdemmiger
 
Mitglied seit 20. December 2004

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Junker der Provinz ist offline
von madln und wadln - die erste des junkers...

nach langen jahren voller entbehrungen und rigorosen sparens war der ersehnte tag endlich gekommen, da ich das erklägliche sümmchen beisammen hatte, das mir das grün gestrichene türchen zum gepflegt rot-wattierten puffgang öffnen sollte.
das akribische, wässrige studium der akurat und orthographisch korrekt vorgelegten berichte von unabhängig operierenden experten (loveme, danner, kirk, um nur einige der wichtigeren zu nennen), ließ mich für meine bescheidenen taten das wiener etablissement der bordellkette „babylon“ erwählen. die im www veröffentlichten bilder der zur animation bereitgestellten damen, schienen genau der weite des blau-gestreiften kragens meines sonntagsanzuges zu entsprechen, den ich für den besuch gebügelt und erst kurz nach eintreffen in wien meinem rauen, zerschundenen körper angelegt hatte.

das frühherbstlich regnerische wetter prallte an den dunkelgrünen gummistiefeln ab, die ich über meinen hosen trug und deren anblick bereits beim türkischen fahrer meines taxis unverständliche laute hervorriefen, die ich vorsorglich als südländischen ausdruck von begeisterung wertete.
ein wenig nervös war ich sehr wohl. es ist eben doch ein gewisser unterschied, ob man zu früher stunde die tür zum schweinestall aufstößt und den dickflüssigen fraß in die holztröge von erna und paula kübelt oder ob einem in wohliger röte der liebliche geruch frisch gebadeter und parfümierter damen von welt in den etwas zu groß geratenen riechkolben steigt.

begrüsst wurde ich jedenfalls dem umstand entsprechend. die nette clara führte die, offensichtlich obligatorische, musterung meiner gestalt durch. ich bestach durch die extra zum anlass angeeignete coolness, die sie sichtlich zu irritieren schien. wäre ja auch noch schöner gewesen.

wein habe ich schon besseren getrunken. der hauswein des postwirts bei mir im dorf steht dem mir kredenzten saft in keiner weise nach; doch, so gebe ich gerne zu, sind mir die umhergaffenden gesichter des babylon um einiges lieber als jene von sepp und friedl nach der x-ten skat- und treberrunde am stammtisch zuhause.
alsbald gesellte sich ein fräulein zu mir, welches mir in einer mir unbekannten sprache allerlei bedeutete. eine eilig herbeigesprungene dame mittleren alters und aussehens bot rasch übersetzungsdienste an, die ich gerne in anspruch nahm. bulgarisch klingt irgendwie nach zillertaler mundart, nur lieblicher. was solls. die titten waren ansehnlich, das gestell sauber.

auf dem lande schießt man schnell, dachte erst ich mir, dann sie sich und so fand ich mich alsbald in einem recht ordentlich eingerichteten zimmerchen wieder, das mich in gewisser weise an die sakristei unserer dorfpfarre erinnerte. nur das weihwasserbecken ist bei uns kleiner.
sofort sollte ich mich entkleiden und unter die dusche stellen. dies passte mir nun überhaupt nicht, da ich in mondäner weise unmengen von 4711 echt kölnisch wasser aufgetragen hatte, um einen gewissen männlichen effekt zu erzielen. selbiger verabschiedete sich so aber blitzartig durch den schmalen ablauf der duschtasse. umso erstaunlicher war, dass fräulein joy (so nennt sich das luder) anscheinend weit mehr von meinem rustikalen aussehen angetan war, als von meinen düften. tatsächlich warf sie mich hinterrucks auf das behandtuchte bett und begann, mit schmatzenden und würgenden leck- und saugbewegungen, meinen zebedäus aufzurichten, der im übrigen einiges gewöhnt ist.
nun kommt zebedäus aus dem hebräischen und bedeutet bekanntlich „geschenk gottes“, was durchaus berechtigung hat. fräulein joy zeigte jedenfalls erfreuliches talent, so dass ich mich begann damit anzufreunden, die eingenommene stellung einstweilen nicht zu verlassen. um dies unmissverständlich zu kommunizieren, erschien es mir hilfreich, ihren saugenden mund samt kopf mit meiner hand zu dirigieren. meine sechsjährige mitgliedschaft in der bürgerkapelle zeigte hier ungeahnten nutzen. darauf begann sie mir derart den marsch zu blasen, dass ich die holden englein der heiligen jungfrau von st. felix zu vernehmen wähnte.
um weit schlimmeres zunächst zu verhindern, lenkte ich die aufmerksamkeit von fräulein joy rasch auf die unterhalb des zebedäus liegenden juwelen, deren miteinbezug in die feuchte schleckerei mir mehr als geboten schien. so zog ich halb und halb sank sie hin und bald wusste ich, wo die bulgarin gemeinhin den most herholt.
mit einfachem fingerzeig auf meine gestählte brust signalisierte ich nun den beginn der ritterspiele. freudig (joy heißt „freude“, glaub ich) krallte sich fräulein joy die lanze und schwang sich in, äh, auf den sattel. obwohl sie traben zu bevorzugen schien, ließ ich ihr zunächst eine dressur kür angedeihen, die abwechselnd und unregelmäßig von forschen ritten in wild-west manier aufgelockert wurde. fräulein joy hatte bald mit erheblichen flüssigkeitsverlusten zu kämpfen, deren lokalisierung ihr einiges kopfzerbrechen zu bereiten schien. deshalb wollte ich zur traditionellen missionierung übergehen, die vor allem bei der weiblichen landbevölkerung als angenehm und komod empfunden wird. doch weit gefehlt. auf allen vieren wedelte das luder vor mir her, lechzte und wollte stöckchen holen.
stöckchen ward – jedoch gestossen.

der landmann zeigte erstaunliche ausdauer in der beanspruchung seiner knie und der sauberen titten. weit weniger einfach schien es hingegen, die zwischen meine schenkel greifende hand in schranken zu weisen, die auf eine auch noch in zukunft problemlose nutzung der dazwischen befindlichen kugeln hoffen lassen konnte. „deeper“ „harder“ entfuhr es fräulein joy nun kreischend. allerdings, und dies bedauerte ich zutiefst, rannte die zeit mir davon. somit konnte „deeper“ und „harder“ nur bedeuten, dass des landmanns zepter einen in jeder hinsicht abschließenden besuch in fräulein joys mundwerk bewerkstelligen sollte. „deeper“ ward bald kaum mehr möglich, „harder“ nicht mehr nötig, denn was behut- und mühsam angestaut, spritzte nun ganz ungezwungen zu tale und ward erst nach sekunden wieder gesehen.

ein perverses völkchen, diese bulgaren, dachte ich bei mir. und die wollen in die eu?

der abstieg aus dem oberen stockwerke war routine. abgebrüht warf ich meine sorgfältig zusammengelegten scheine der netten blonden in den rachen und goutierte ihre einladung zu einem reichlichen abendmahl mit begleitung. so bin ich noch lange gesessen und habe nudeln gezupft! denn wo genudelt wird, da lass dich nieder, denn böse mädchen……

pfiat eich!
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am 20. mai 2007 von einer drecksau zermalmt
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Danke von