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Alt  28.08.2016, 18:03   # 19
Melkingpoint
 
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Melkingpoint ist offline
Zitat:
Auf WIKIPEDIA steht: "Die häufige Assoziation insbesondere von Transfrauen mit Prostitution (oder anderen Arbeiten in der Sexindustrie) rührt daher, dass in vielen Gesellschaften Prostitution die einzige Möglichkeit für Transfrauen ist, Geld zu verdienen, oder die einzige gesellschaftlich anerkannte Rolle für Transfrauen."
Das Problem bei Wikipedia ist, dass das ein Medium ist, das in Fragen von Geschlecht und Sexualität nicht ganz neutral ist, weil es gender-theoretisch für die Multiplikation von bestimmten tendenziellen Ansätzen benutzt wird. Und Männer wie ihr seid die Zielgruppe, die damit ideologisiert werden. Die Wirklichkeit ist komplexer. In dem Moment wo Begriffe wie "Transfrau" auftauchen, sieht man, dass es hier auch darum geht eine bestimmte Minderheit diskursiv zu kontrollieren und auszugrenzen. Dahinter verbergen sich queere Geschlechterbilder in der Tradition von Judith Butler. Das Problem hier ist, das zwischen den einzelnen Geschlechter- und Geschlechtsrollenfragen nicht differenziert wird also zwischen transsexuell und transgender. Diese queeren Gender-Ansätze benutzen transsexuelle und Intersexuelle Menschen für ihre angestrebte Dekonstruktion der Geschlechter. Das ist ein komplexes Thema.
Interessant wäre hier eher noch zu erwähnen, das in unserem Land, obwohl wir uns gerade so oft der Toleranz rühmen und Gender-bewegt sind, es kaum oder keine transsexuelle und intersexuelle Frauen in der Öffentlichkeit gibt. Das liegt daran, weil Betroffene unauffällig sind und klassische Frauen, die aus ihrer Tehmatik kein Thema machen (müssen). Die, die man sieht, sind meistens queer-bewegt.

Zitat:
Das man die Gesellschaft nicht von heute auf morgen verändern kann und das Transsexuelle mit dieser Gesellschaft ihre Probleme haben, ist klar, das kann ich als heterosexueller Mann durchaus auch nachvollziehen. Ich habe bei Melkingpoint aber auch das Gefühl, dass in ihr eine unbändige Wut schlunmert weil sie trotz Vagina und sonstige Angleichung an eine Bio-Frau nicht aus ihrem jetzigen Leben ausbrechen kann um z.B. einen "normalen Beruf" nachzugehen. Aber jetzt uns Männer dafür verantwortlich zu machen ist auch kein Lösungsansatz der zum Erfolg führt. Jetzt hier auch noch einen Rundumschlag gegen heterosexuelle Männer anzufangen, nur weil wir Männer lieber das biologische Originalmodell vögeln wollen, anstatt eine umgebaute TS, löst das eigentliche Problem jedenfalls nicht und ich denke auch, dass hier der falsche Ort ist um solch eine schwierige Diskussion vom Zaun zu brechen.
Wahr ist, dass ich auf solche "Männer" die hier beschrieben werde keinen Wert lege. Ich verzichte freiwillig.
Ferner habe ich natürlich einen normalen Beruf. Und kann mich hier ja auch äußern. Und bin in meiner Art und weise vollkommen bio- und originalverpackt.^^

Problem ist nur, dass Menschen wie du gar nicht wissen was heterosexuell, homosexuell, transsexuell und intersexuell ist. Es geht hier nämlich im Kern nur um Fortpflanzungsfragen. Es geht nicht um die Frage von Geschlechtskörpern und Hüllen.


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