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Alt  02.10.2017, 04:01   # 6
wüstenwind
 
Mitglied seit 4. February 2015

Beiträge: 1.094


wüstenwind ist gerade online
Ich finde es ja grundsätzlich o.k. wenn der Ermutiger hier auf den Schweigemarsch aufmerksam macht.
Denn die meisten im LH aktiven Freier dürften keine Freunde des Gedankens sein, eine unter Zwang/Menschenhandel agierende Prostituierte aufzusuchen oder aufgesucht zu haben.

An der Geschichte mit dem Schweigemarsch selbst - ich denke, dass dies insbesondere den Teilnehmern ein "Wir-Gefühl" gibt aber so gut wie keine Außenwirkung hat. Und natürlich, dass die Teilnehmer spenden - der Aspekt "Donate" ist sicher ein wichtiger.

Ich stand am Marienplatz mit Münchenbesuchern schon neben solch einem Schweigemarsch - was das Ganze sollte, um was es bei dem Schweigemarsch ging wurde dort niemandem klar. Also: Sinn/Ziel verfehlt.


Im LH-Aufruf im Jahr 2016 war ja noch diese Seite genannt
http://www.gegen-frauenhandel.de/new...m-in-muenchen/
der es primär gar nicht um den Menschenhandel und den Missbrauch von Menschen geht sondern "nur" um Frauen. Also nicht um Männer und nicht um Kinder. Was man wiederum möglicherweise besser versteht, wenn man weiß, dass hinter der Seite die katholische Kirche steht - die sich ungern an die Missbrauchsfälle in den eigenen Reihen erinnert und lieber "draußen" irgendwelche Schuldige ausmacht.
Unter der Ägide von Ratzinger gab es im Erzbistum München und Freising einen Missbrauchsskandal. Ratzinger... war der später nicht sogar Papst? Der Fisch stinkt halt vom Kopf.
Aber das ist ein anderes Thema. Mehr dazu u.a. da
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...pfer-1.2353955
Zitat:
Seit April 2011 hat das katholische Erzbistum München und Freising insgesamt 147 000 Euro an 29 Opfer sexuellen Missbrauchs gezahlt, deren juristische Ansprüche verjährt sind
Also rund 5.000 Euro pro Fall. Da waren sicher Wiederholte Handlungen dabei - es sieht mir so aus, als ob sich die Kirche da einfach an den Tarifen aus dem Paysex orientiert hat und vielleicht einen kleinen Bonus oben draufgesetzt hat.

Und auch wenn das mit dem Menschenhandel für die Kirche ein "Sand-in-die-Augen-Streuen" bei den dummen Gläubigen ist - grundsätzlich ist das Thema Menschenhandel (geschlechtsneutral und altersneutral) ein Thema was komplett losgelöst vom Aspekt der Prostitution und ohne die Feigenblattfunktion "Das findet ja nur bei der Prostitution statt" bei jedem im Hinterkopf sein sollte. Genauso wie viele andere wichtige Themen.

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