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Alt  21.07.2013, 12:14   # 34
telefon_mann
 
Mitglied seit 21. February 2009

Beiträge: 15


telefon_mann ist offline
sehr interessantes Thema, und vorab ein ganz dickes Lob an "Zungenschlag" für seine Ausführungen hier:

Zitat:
Zitat von Zungenschlag
Erst mal musst du dir klar werden, was du beim Besuch einer Dienstleisterin eigentlich suchst
[...]
Rein körperlicher Sex ist offensichtlich ja nicht so dein primäres Bestreben, denn du suchst gezielt und genießt es besonders dann, wenn dir auch mentale, freundschaftliche und intellektuelle Nähe im Paysex geboten wird. Ich nenne das den "Illusionsfaktor". Bis dahin geht es vielen so, vor allem, wenn sie einen Hang zu einer "Stammfrau" haben.
sehr gut beschrieben und auf den Punkt gebracht!
Primär wichtig ist hier wohl die nüchterne und sachliche Erkenntnis, dass dieses Gewerbe so weit weg von einer Kontakt- und Partnerbörse entfernt ist wie der Papst vo


Zitat:
Zitat von Zungenschlag
behalte mindestens eine räumliche Trennung bei zwischen bezahltem Liebesspiel und möglicherweise rein privatem Kontakt, der wirklich auch besser gemieden werden sollte von beiden Seiten! Wenn dann doch privater Kontakt, telefonieren, etc., dann auf jeden Fall unentgeldlich (auch nicht nach dem Motto: ich leihe ihr Geld für irgendetwas, und sei es noch so wichtig!! In 99% der Fälle wirst du dieses Geld nämlich nie mehr wiedersehen...) bzw. streng getrennte Kasse bzw. Null auf Null: mal lädt sie ein, mal du. Kein extremes Ungleichgewicht a la "Ich bezahle unseren gemeinsamen Urlaub."

Beschränke es auf möglichst platonisches Zusammensein, wenn ihr euch außerhalb mal trefft. Niemals mischen von bezahltem und unbezahltem Kontakt, also z.B. kein "Freifick" bei dir nach dem Kaffee trinken und dann doch wieder beim nächsten mal bezahlen im Club/der Arbeitswohnung der Dienstleisterin.

Je "privater" es wird, desto eher solltest du überdenken, ob du noch Paysex mit ihr haben solltest oder es lieber auf eine reine Freundschaft oder gar echte Liebesbeziehung ohne weiteren Geldfluss beschränken solltest. Denn entweder es ist tatsächlich etwas privates und wertvolles zwischen euch entstanden, was keinen Raum mehr für eine "geschäftliche" Fortführung der Begegnungen lässt.
100%ige Zustimmung, Respekt!!

Letztendlich kann es ja auch für die Frau nur ernsthafte und Aufrichtige Freundschaft sein, wenn man sie respektiert und nicht im privaten Umfeld eine gewerbliche Dienstleistung einfordert, oder gar ihren Job dort einfliessen lässt.
Ich habe selbst einige private Freundinnen, welche als Sexworkerin tätig sind, in verschiedenen Facetten und Bereichen (Escort, Terminwohnung, Saunaclub), und mit allen handhabe ich die totale Trennung zwischen Job und Freundschaft in dem Moment, in welchem wir uns beiderseitig einig sind, es ins private laufen zu lassen (erstes Treffen). Dies ist das ideale Fundament für eine ernsthafte Freundschaft und fordert der Frau auch gleichzeitig die Entscheidung ab "Kunde verlieren, Freund gewinnen" oder eben doch die Basis "gute Beziehung Dienstleisterin <> Stammkunde" und wenn sie dann den Verdienst in den Wind schreibt, dann hat sie auch ernsthaftes Interesse an dir als Mensch und Freund.
Kann also jedem nur empfehlen: wenn es sich offenbar ins private verschiebt und "mehr" dort ist (das müssen keine Gefühle sein, sondern aufrichtige Freundschaft zwischen zwei Menschen) sollte man dringend nicht mehr für Kohle gemeinsam in die Kiste steigen. Versetzt euch mal in Frau, welche dann von einem vertrauten Freund gegen Bezahlung "den Arsch hinhält", das ist doch nicht normal und die Freundschaft wäre niemals auf Augenhöhe!

Zitat:
Zitat von Zungenschlag
Kaffee trinken gehen kein Problem, dann aber ohne Gefühle der Verliebtheit, sondern nur der Freundschaft. Bin kein Stammhurengänger und werde es auch nie werden, habe eine tolle Freundin und suche keine neue, sondern lediglich "Abenteuer" mit wechselnden attraktiven Frauen...
......womit sich mir spontan die Frage aufdrängt: sind vielleicht Single-Männer einfach anfälliger als "fremdgehende Ehemänner"? Dies könnte dann sogar ein Indiz für die Frage der Damen sein, ob man verheiratet sei oder eine Freundin habe, denn ein Single ist dann wohl ein Kunde mit mehr Rezeptoren für mentale Bindung, welche idealerweise in einen Stammkunden mündet, während der Familienvater sicherlich weniger über die Illusion als über den Service zur Wiederholung zu bewegen ist...... dies aber nur als These am Rande, spontan aus der Aussage von Zungenschlag entstanden

Zitat:
Zitat von krrk
Ja - eine "Durchschnitts-DL" verdient in der Regel pro Stunde mehr als ein "Normal-Freier", das ist für den Freier leicht erkennbar, wenn er ihr den Obulus von 130-200 Euro für eine Stunde überreicht.
Aber wieviel eine "Durchschnitts-DL" im Monat verdient und was ihr nach Abzug der Kosten übrigbleibt ist eine ganz andere Sache. Da habe ich zwar auch keinen vertieften Einblick aber wenn ich so die einzelnen Info-Puzzleteile zusammensetze, dann war das schon einmal erheblich besser, was übrig blieb. Ob sie damit mittlerweile über oder unter dem Netto des "Normal-Freiers" liegt... ich würde zumindest nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass es ein "über" ist.
Es liegt daran, wo/wie sie arbeitet (Escort, Wohnung, Club), ich kenne Frauen aus dem Terminwohnungssegment, die auch heute noch nach 1-2 Wochen im Monat mit vollen Taschen heimkommen, während andere im Saunaclub trotz ganz guter Buchungslage nur einen Bruchteil davon einspielen.
Man muss berücksichtigen, dass hier die Einnahmen "netto netto" sind und jedes Scheinchen direkt umgesetzt werden kann und wird, so das sich die nettosumme im Monat sicherlich trotzdem über dem Niveau des Manns bewegt, außer dieser ist überdurchschnittlicher Großverdiener.
ABER in einer aufrichtigen, ernsthaften Freundschaft/Beziehung sollte das keine Rolle spielen, wer wieviel Geld heimbringt

Zitat:
Zitat von Larry_Laffer
Man(n) ist wirklich konsequent und trifft sich ab sofort nicht mehr mit der DL wenn man merkt, dass einen das emotional zu sehr bewegt und man diese Situation nicht mehr auf die Reihe bekommt und jedes weitere Treffen die Sache nur noch verschlimmern würde.
Soviel Objektivität und Sachverstand wünscht man sich, aber wenn Herz und Hirn sich unterhalten und diskutieren......... schwierig! Man gaukelt sich selbst was vor, hofft stets auf "daraus wird noch was" und so weiter
Hier sind dann (gute) Freunde wichtig, die einen beobachten, die Situation einschätzen und beratend zur Seite stehen.





Eine kurze Reflektion aus meiner Erfahrung:
Mit einer Dame war es die 100%ige Wellenlänge schon im ersten Gespräch in den ersten wenigen Minuten. Die Magie setzte sich fort, nach der zweiten Interaktion am gleichen Tag mit uns brauchte ich erstmal dringend was alkoholisches, um damit klarzukommen. Es folgte eine ca. 3monatige Phase mit 1-3 Besuchen jede Woche, wobei der monatäre Aspekt schnell deutlich reduziert wurde, dafür aber der Service ganz andere Dimensionen erreichte, nennen wir es mal "perfekte Illusion". Letztendlich war irgendwann klar, so kann es nicht immer weitergehen, und so hat SIE dann die Initiative ergriffen und mit maximaler Nervosität das Gespräch gesucht. Offenbarung und Abgleich der gegenseitigen Meinung und Gefühlen, dann das Geständnis ihrerseits, das wir aufgrund von tiefer Freundschaft gepaart mit Gefühlen so nicht mehr weitermachen können, weil sie einen Freund hat und der Sex mit uns mittlerweile definitiv kein Job mehr ist, sondern sie damit ihren Partner betrügen würde.
Wir haben uns dann in den Arm genommen, tief in die Augen geschaut und eine Freundschaft daraus geschmiedet, welche sich auf privaten Kontakt beschränkt und bei Treffen im ihrem beruflichen Umfeld jegliche horizontale Aktion ausgeschlossen ist. Hier wurde also aus einem zahlendem Gast ein echter Freund, und ich denke, letzteres ist sowieso unbezahlbar


Ich will dies nur als Beispiel bringen, das es durchaus möglich ist, echte Freundinnen zu gewinnen, nur muss man dann relativ zügig auf den Punkt kommen und Klartext reden, bevor es böse und verletztend endet.



Meine Erkenntnis aus vielen mittlerweile privaten Freundschaften zu Frauen aus dem Gewerbe:
99% von ihnen haben, auch wenn sie es im Job nie sagen, einen festen Partner, einen Freund. Ist ja auch logisch, welche sehr attraktive Frau mit nicht wenig Geld wäre längere Zeit alleine unterwegs, HALLO !?!?!?!?
Es ist Teil der verkauften Illusion, stets zu behaupten "ich bin alleine" um eben die Hoffnung der (insbesondere alleinstehenden) Gäste zu wecken und die gemeinsame Zeit nicht rein auf die sexuelle Dienstleitung zu reduzieren.
Vielleicht ist das ein gutes Hilfsmittel für alle Männer: geht immer, egal was sie erzählt, davon aus, dass sie zu Hause einen Freund hat. Ich habe gemerkt, wenn es dann ins private überging: das stimmt tatsächlich, die haben alle nen Kerl....

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Danke von