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Alt  13.07.2015, 10:39   # 5392
andi gurky
 
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andi gurky ist offline
ColA die Tage XLI

Verlassene Straßen am frühen Abend. Dämmerung noch in weiter Ferne. Die sengende Glut der Sommerhitze lässt nur langsam nach. Detective McGurky auf Streifzug durch die Gassen der Provinzmetropole. Von deren einstiger mittelalterlicher Weltgeltung nicht viel geblieben. Es zieht ihn in eine der Absteigen der Stadt. Deren Zugang vergittert. Der Türöffner summt. Und gewährt ihm Einlass.

Sein Blick gleitet durch den Raum und taxiert routinemäßig die Anwesenden. Das übliche wenig zwielichtige Gesindel. Leichte Mädchen, schwere Jungs. Wobei letzteres eher physische denn charakterliche Umschreibung. Weil allzu bedrohlich sehen die Kerle durch die Bank nicht aus. Ein Besucher kommt in weiblicher Begleitung vorbei. Das sei jetzt nicht so unbedingt ihr Geschmack. Merkt das Mädchen neben ihm an. Er brummt etwas Zustimmendes. Seiner auch nicht. Erinnert optisch doch stark an Achim Mentzel. In einschlägigen Kreisen bekannt als einer der ehemaligen Wixxer. Aber das behält er für sich.

Ein Beau mittleren Alters streicht sich selbstverliebt durch die Haare. Dem sollte einer mal den Finger in den Hintern stecken. Kommt ihm in den Sinn. Würde dem vermutlich gut gefallen. Überlässt in der Sache alles weitere gerne den Mädchen. Für Vergnügen bei solchen Handlungen fühlt er sich nicht zuständig.

Sabrina wackelt in Sandalen vorbei. Deutliche Bikinistreifen zeichnen sich untenherum ab. Anblick am Hintern noch halbwegs plausibel. Aber von vorne kommt ihm das ziemlich verdächtig vor. Die weiße Stelle reicht so grade eben bis über den Kitzler. Da stimmt doch etwas nicht. Was mag dahinter stecken. Sein Kopf fängt sofort an Eventualitäten und Theorien durchzuspielen. Alte Berufskrankheit. Helden kennen keinen Feierabend.

Seine bis vor kurzem zweitliebsten Speckröllchen knutschen mal wieder hemmungslos im Whirlpool rum. Verdammtes Luder. Das kann sie wirklich. Blasen am dortigen Beckenrand in letzter Zeit deutlich an Frequenz zugewonnen. Scheint ihm zumindest so. Keine Ahnung, ob es da hin und wieder mal bis zum Äußersten kommt. Weil wo die dann wohl landen mögen, die kleinen Ganoven. Besser nicht drüber nachdenken. Da kümmert er sich doch lieber um die großen Fische. Anstatt sich über die Konzentration an Pseudo-Kaulquappen in dem Tümpel den Kopf zu zerbrechen.

Eigentlich sollte er gar nicht hier sein. Vernachlässigt sträflich seine Pflichten. Düstere Vorahnungen. And burn // You will burn // You will burn in hell // Yeah, you'll burn in hell // You will burn in hell for your sins. Hat ihm die Muse mal geweissagt. Geschieht ihm recht. Darauf erst einmal ein paar Drinks. Spült diese und weitere apokalyptische Gedanken mit drei doppelten Spezi runter. Stimmung klart auf. Gewissen betäubt. Begierde steigt. Jetzt braucht er zügig was zum Vögeln.

Wobei jetzt auch nichts wirklich Wichtiges, was liegenbleibt. Er müsste nur mal wieder dringend Bügeln. Zuhause stapelt sich die Wäsche. Aber so fängt es an. Mit den vermeintlich kleinen Dingen. Und schwupps, landeste in der Gosse. Quasi Highway to hell statt Stairway to heaven. Haben die ihm schon im Kindergarten eingebläut.

Gehe dann mit Sara. Sehr schlanke Silhouette. Mit Handtuch um die Hüfte und den erblondeten Haaren vor überschaubaren Brüsten im ersten Moment eine fast ätherische Erscheinung. Sieht jünger aus als sie ist. Doch der Zahn der Zeit fängt bereits unbarmherzig an zu nagen. Was für eine märchenhafte Schönheit sie in jungen Mädchenjahren wohl gewesen sein muss. Denkt der andi bei sich. Ihr Unterleib gezeichnet. Eine deutlich sichtbare Versehrung kündet von einem Kampf auf Leben und Tod.

Er schlendert zu ihr rüber. Sie wirkt wenig einladend. Kurzes Abtasten. Das Geschäft kommt schleppend in Gang. Die Knarre rührt sich nicht im Holster. Dagegen kommt latenter Beschützerinstinkt auf. Von wegen gefallener Engel und so. Natürlich Blödsinn. Reicht trotzdem für Buchung.

Küsst anfangs engagiert. Blasen ausbaufähig. Sein Schießprügel kommt nur schwer auf Betriebstemperatur. In seinen Erinnerungen das mal ein wirklich furchteinflößendes Gerät gewesen. Damals. Quasi Smith and Wesson Model 29 nichts dagegen. The most powerful handgun in the world. Sechsschüssiger Double-Action-Revolver im Kaliber .44 Magnum. Mindestens. Aber auch Dirty Harry kommt mal in die Jahre.

Lässt sich gut lecken. Findet unser alter Haudegen macht das ganz ordentlich. Das haben ihm schon andere erzählt. Ficken läuft nicht rund. Reiter völlig verkorkst. Keine Ahnung warum. Ist nicht so, dass sie nicht will. Das hat er sich anders vorgestellt. Der Kollege Nick Curran damals im Film deutlich mehr Spaß mit Miss Stone gehabt. Die, nebenbei bemerkt, auch eindeutig die besseren Titten. Aber zumindest hier und jetzt kein Eispickel unterm Bett. Wobei würde der Spannung vielleicht ganz gut tun. Oder wenigstens Hände am Bett gefesselt hätte jetzt was. So alles ziemlich mühselig. Bringen es dennoch zu Ende. Komme. Einer seiner schwierigeren Fälle.

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